Privates

Anglizismus

Da ich gerade über das Thema „Rollbrettführerschein” geschrieben habe, fällt mir ein Gespräch mit einem Freund aus den letzten Tagen ein.

Es ging um Anglizismen, also englische Wörter, die im deutschen Sprachgebrauch Verwendung finden.

In diesem Blog und auch in meinem privaten Sprachgebrauch achte ich darauf, immer deutsche Begriffe zu verwenden. Nicht, weil irgendeine braune Ideologie dahintersteckt, sondern weil ich es als Spiel und Herausforderung sehe.

Ich sehe es quasi als Aufgabe, die richtigen Begriffe zu finden und zu verwenden. Grundsätzlich habe ich mit Anglizismen kein Problem, auch wenn es mich hin und wieder triggert, wenn jemand „literally” sagt.

Apropos „Triggered“: Das ist auch so ein Begriff, den ich viel zu oft benutze. Ich könnte auch „es löst etwas in mir aus” sagen, aber das ist mir zu umständlich. Grundsätzlich achte ich aber darauf, dass ich nur deutsche Wörter benutze, weil ich es, wie gesagt, als Spiel sehe. Es gibt jedoch Wörter und deren Bedeutung, bei denen ich den Kopf schüttle.

Nehmen wir zum Beispiel den Begriff „Ghosting”. „Ghost” ist ein Geist und „Ghosting” bedeutet für mich, dass ich geistere. Wenn ich geistere, dann verschwinde ich nicht einfach. Du siehst mich nur nicht, aber ich beobachte dich die ganze Zeit. Die ganze Zeit bin ich in deiner Nähe, ohne dass du mich siehst. Das wäre für mich eher ein Nebenbegriff zum Stalking.

Ein weiteres Beispiel ist der Begriff Gaslighting. Als ich ihn zum ersten Mal gehört habe, habe ich versucht, ihn aus den Begriffen abzuleiten. Das hieße, jemand, der Gas anzündet, erleuchtet entweder etwas oder sprengt es in die Luft.

Ich habe jedoch schnell festgestellt, dass dieser Begriff aus einem Film namens Gaslight von 1944 stammt. In diesem Film versucht ein Mann, seine Frau in den Wahnsinn zu treiben, indem er ihre Wahrnehmung leugnet. Somit ist der Begriff dafür entstanden, jemanden psychologisch zu manipulieren. Auf diese Bedeutung wäre ich nie gekommen.

Heiko

Heiko

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  • Meine alte Tante hat ihren Laptop konsequent Klapprechner genannt, schon bevor sie das Ding gekauft hat, und bis zu ihrem letzten Tag. Finde ich immer noch eine richtig gute Bezeichnung.

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