Privates

C&A – Dann doch lieber im Internet

Normalerweise trage ich Cargo-Hosen und Hoodies mit Motiven. Bei meinem neuen Arbeitgeber muss ich zwar keine Hemden oder Anzüge tragen, aber es sollte schon ein bisschen legerer sein. Also Jeans, Hosen und Pullover oder Poloshirts.

Da ich diese nicht besitze, war ich in der Stadt, um sie einzukaufen. Ich gehe zwar immer noch gerne für den Klamottenkauf in die Stadt, aber das war wohl auch das letzte Mal.

Früher war der C&A in der Innenstadt fünf Etagen groß. Jahr um Jahr schloss eine Abteilung nach der anderen. Mittlerweile gibt es im Erdgeschoss Damenmode und im ersten Untergeschoss Herrenmode. Alle anderen Etagen sind geschlossen.

Was mich neben der sehr geringen Auswahl am meisten geärgert hat, waren die Kassen.

Ich bin generell ein Freund von Selbstbedienungskassen, zumal an einer normalen Supermarktkasse die Kassiererin auch einfach nur „Biep” macht.

In einem Klamottenladen muss jedoch der Bügel entfernt, die Warensicherung abgenommen und alles gefaltet und in eine Tüte gepackt werden. All das sollte ich nun selbst tun. Ich wollte es aber nicht und wurde dennoch an die Selbstbedienungskassen verwiesen, da die einzige besetzte Kasse nur Bargeld annimmt. Schaut euch jetzt einmal die Selbstbedienungskasse auf dem Foto an.

Im Gegensatz zu den Selbstbedienungskassen im Supermarkt gab es hier nur einen Bereich auf der linken Seite. Dieser diente zum Scannen und Wiederhinlegen. Stellt euch vor, ihr habt ein paar Hosen, Pullis, T-Shirts und vielleicht noch zwei Jacken und müsst all diese Teile in dem ganzen Haufen selbst scannen und an dieser kleinen Stelle wieder ablegen.

Bedienungsunfreundlicher geht es gar nicht. Und dann soll ich auch noch die Bügel und Warensicherung entfernen.

Früher bin ich gerne bei C&A einkaufen gegangen. Am Ende habe ich zusammen mit meiner Frau einen ganzen Klumpatsch Klamotten dorthin gelegt und nach wenigen Minuten war das Thema erledigt. Jetzt wird das Kauferlebnis zu einem Ärgernis.

Im Prinzip soll ich doch bitte die Arbeit der Kassierer übernehmen, die sie nun einsparen. Das hat mich so sehr genervt, dass ich mich entschieden habe, in Zukunft nur noch online zu bestellen.

Heiko

Heiko

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  • "Geiz ist geil." Der Einzelhandel hat kundenbediente Kassen als wirksame Maßnahme zur Kostensenkung entdeckt. Und das ist die Konsequenz daraus.

    Kann ich sogar im Supermarkt am A... der Welt sehen. Es gibt acht normale Kassen, vier SB-Kassen. Mindestens eine normale Kasse ist immer geöffnet, die vier SB-Kassen bis kurz vor Ladenschluß auch. Mehr als vier normale Kassen habe ich noch nie geöffnet gesehen. Für die SB-Kassen gibt es eine einzige Aufsicht. Für fünf Kassen reichen also zwei Personen (eine an der normalen Kasse, eine als SB-Aufsicht), das spart mal entspannt drei Leute ein. Personalkosten an den Kassen um 60 % reduziert (2 statt 5 Leute). Selbst mit vier SB-Kassen und vier normalen Kassen spart der Betreiber immer noch, 5 statt 8 Leute, spart 37,5 % Personalkosten. So kommt der Supermarkt dauerhaft mit weniger Personal aus, das sorgt direkt für mehr Arbeitslose. Kassenkräfte arbeiten oft in Teilzeit, da reden wir bei vier SB-Kassen mit Aufsicht also nicht nur über 2x 3 Vollzeit-Stellen, die von früh morgens bis spät abends nicht mehr gebraucht werden, sondern über deutlich mehr Teilzeit- und Aushilfe-Stellen. Pi mal Daumen 10 bis 12 Jobs allein in dem kleinen Supermarkt am A... der Welt. Nochmal die gleiche Menge im Supermarkt der selben Marke im nächsten Städtchen. Und nochmal so viele im Supermarkt der anderen Marke. Und nochmal doppelt so viele in den beiden Supermärkten der anderen Marke im nächsten Städtchen. Und so weiter. Allein die fünf Supermärkte erzeugen mit SB-Kassen in einem Umkreis von 10 km ca. 50 Arbeitslose.

    Und genau deswegen benutze ich keine SB-Kassen. Wer mich zu SB-Kassen nötigen will, verliert mich als Kunden.

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