Oder anders gesagt, ich bin stolz auf mich.
Stolz darauf, dass ich es soweit gebracht habe. Dass ich überhaupt soweit gegangen bin. Stolz darauf, dass ich mich nicht mehr weiter vor mir selbst verstecke!
Heute hatte ich meine erste Prüfung in WingTsun.
Fast 4 Stunden Prüfung aller Übungen für den Schülergrad 1.
So was Ähnliches wie der farbige Gürtel im Karate.
Mir tun alle Knochen weh. Nicht vom Schlagen. Das tun wir so wieso nicht Feste. Aber die Übungen sind sehr intensiv und ich bin weder der Sportlichste, noch der Leichteste.
Aber ich bin Stolz. Stolz das Ich die letzten 3 Monate immer zum Training gegangen bin. Fast immer 3-mal die Woche. Immer 1,5 Stunden Training. Egal ob Regen, Unlust oder Samstagmorgen.
Stolz darauf, dass ich nicht mehr den Kopf nach unten senken muss, wenn ein Türke an mir vorbei läuft. Es waren immer die “Schlimmen Türken“, die mich fertiggemacht haben. Es wäre das Einfachste gewesen, mich weiterhin davor zu verstecken. Oder wie andere meiner Sorte einfach zur rechten Szene wechseln und hoffen das es dadurch besser wird.
Aber so bin ich nicht! Ich bin stolz darauf, was gegen meine Opferrolle getan zu haben.
Stolz darauf zwar den schwersten, aber auch den effektivsten Weg gegangen zu sein.
Ich habe etwas geschafft, was ich mir selber nie zugetraut habe.
Es ist nur der erste Schülergrad. Die Nächsten werde viel schwerer.
Aber es ist für mich eine Belohnung. Eine Bestätigung, dass ich den Absprung aus der Angst begonnen habe!
Als ich vor fast 4 Monaten mit WingTsun angefangen habe, habe ich nicht gedacht, dass ich mal soweit komme.
Aber davor, da war es nicht mehr auszuhalten.
Der Gedanke, dass was ich liebe, nicht beschützen zu können.
Immer die Angst im Nacken, sobald ich nur die die Wohnung verlasse.
Ich bin meiner Frau sehr dankbar, dass sie mir letztes Jahr den Anstoß gegeben hat. Den Anstoß etwas dagegen zu tun. Gegen die Angst.
Ich bin aber auch meinen Trainern und meinen Trainingspartner dankbar dafür, dass ich immer mit Freude und Spaß zum Training gehe.
Für viele hat der erste Schülergrad nur eine geringe Bedeutung.
Aber ich bin seit meinem ersten Überfall, vor über 12 Jahren und den danach regelmäßigen Übergriffen nicht mehr der Heiko gewesen, der ich mal war. Immer Angst und Furcht im Nacken. Das Gefühl sich nicht mehr frei bewegen zu können. Wie in einer Blase zu leben.
Für mich bedeutet dieser Schülergrad ein Schritt in ein neues Leben. Ein Leben ohne Angst.
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