Samstag war bei uns Hofflohmarkt. Der letzte vor 3 Jahren fand noch unter Pandemie Bedingungen statt.
Er war wirklich toll. Wir haben wieder sehr viel Zeug verkauft bekommen.
Egal, ob Lego, Kindersachen, Fahrräder oder mein Technikkram. Über die Hälfte des Bestandes ist weggegangen.
Das Wetter hat gegen aller Voraussicht nach mitgespielt. Trocken und nicht zu warm.
Am Abend ist mir dann noch etwas aufgefallen. Vor drei Jahren beim Hofflohmarkt habe ich zwar mit auf- und abgebaut. Ich war auch dabei. Aber verkaufen, geschweige verhandeln „war nicht mein Ding“.
Oder heute gesagt, ich habe mich es nicht getraut. Auch hier war meine Angststörung dabei. Vor allem, wenn die Art Menschen, welche etwas in mir auslösen, versucht haben zu verhandeln.
Gefühlt waren rund 30 % Händler und Schnäppchenjäger dabei. 2 Stunden vor offizieller Öffnung schmierten sich schon mit ihren E-Rollern umher. Fragten nach Schaltplatten, Schmuck, Silberbesteck, Videospielen, Geschirr und sonstigem. Einer hatte sogar eine Goldwaage dabei.
Und die waren teils sehr dreist und gewitzt. Sehr Redegewand und aufdringlich. Manchmal auch frech. Das auszuhalten, war früher für mich unmöglich.
Das war dieses Mal anderes. Ich habe gehandelt, was das Zeug hielt. Und war auch standhaft, wenn einer nicht meinen Preis gegen wollte. Mir war es weitestgehend egal, was das gegenüber dann über mich dachte, wie er mich sah oder wie er reagierte. Vor allem, wenn ich das Gefühl hatte, es ist ein „Händler“, dann habe ich zugemacht.
Die standen dann vor mir, suchten im Internet nach dem günstigsten und hielten es mir vor die Nase. Zwischenzeitlich musste ich mich echt zusammen reisen.
Dann habe ich es lieber für die Hälfte des Preises später dem kleinen Kind verkauft. Und es waren eine Menge Arschlöcher dabei. Kein Wunder, dass ich das damals mit dem Selbstwertgefühl nicht ausgehalten habe.
Aber ich war am Ende nicht nur mit dem Verkauf, sondern auch mit mir selbst sehr zufrieden.
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