Mein Roller sprang nicht an. Beim Starten kam kein Geräusch. Nichts. Nicht einmal ein kleines Klicken war zu hören, als ich den Schnellstarter betätigte. Aber das Licht ging an. Wenn ich jedoch auf die Hupe drückte, wurde das Licht schwächer. Meine Vermutung war, dass die Batterie leer ist. Entweder, weil ich zu viele kurze Strecken gefahren bin, oder weil die Batterie defekt ist.
Mir fiel ein, dass ich noch ein Batterieladegerät im Schrank hatte.
Als ich noch den E-Roller hatte, wurde die Batterie ständig leer, weil er im Stillstand über das SIM-Karten-Modul weiterhin Strom verbraucht hat. Dafür ist Ki echt gut. Ich habe ein Foto von meinem Ladegerät und der Batterie gemacht und gefragt, ob und wie ich damit die Batterie laden kann.
Wenige Stunden später war die Batterie wieder geladen und jetzt funktioniert erst einmal wieder alles. Wenn das in den nächsten Tagen wieder passiert, werde ich mir eine neue Batterie holen.
Ich habe ihn jetzt seit über drei Jahren. Das ist noch kein Alter für eine Batterie. Aber der Roller steht mittlerweile auch viel. Zur Arbeit fahre ich mit der Bahn oder dem Fahrrad. Alles andere erledige ich zu Fuß.
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Das sieht nach einem "wartungsfreien" Blei-Akku aus. Wenn der einmal tiefentladen ist, bleiben die Zellen beschädigt. Einen tiefentladenen "wartungsfreien" Blei-Akku kannst Du zum Recycling geben, der ist dauerhaft hinüber. Tipp: Der Händler, der Dir den neuen Akku verkauft, muß ein Pfand erheben, das bekommst Du gegen den alten Akku zurück.
Wenn Dein Roller einen dermaßen hohen Standby-Verbrauch hat, dass der Akku tiefentladen wird, kannst Du Dich mit viel Mühe auf die Suche nach dem Fehler machen, stumpf einen Akku-Trennschalter in die Minus-Leitung hängen, oder ein kleines Erhaltungsladegerät benutzen. Die liefern ca. 12 V mit höchstens 1 A und kompensieren sowohl Standby-Verbrauch als auch Selbstentladung. Ganz einfache Geräte kommen als Steckernetzteil mit zwei Ladeklemmen für etwas mehr als einen Zehner aus China.
Drei Jahre ist durchaus alt für einen namenlosen Akku. Die erwartete Lebensdauer für einen Fahrzeugakku liegt zwischen drei und fünf Jahren, mehr als fünf Jahre gibt's nur bei den ganz edlen Markenakkus und nur bei guter Pflege.
Du solltest Dir nach dem Akkuwechsel mal ein digitales Multimeter greifen und die Akkuspannung direkt an den Akkupolen bei laufendem Motor und im abgestellten Zustand messen. Bei laufendem Motor sollte der Akku auf etwa 13,8 V geladen werden, wenigstens solltest Du irgendetwas zwischen 13,0 V und 14,0 V messen. Bleibt die Spannung darunter, wird der Akku nicht geladen (Laderegler / Lichtmaschine prüfen). Geht die Spannung deutlich über 14,0 V, wird der Akku überladen (Laderegler / Lichtmaschine prüfen).
Abgestellt sollte die Akkuspannung nicht unter 12,0 V fallen, auch nicht nach einigen Tagen Standzeit. Wenn der neue Akku abgestellt unter 12 V fällt, solltest Du mal den Entladestrom im abgestellten Zustand messen: Multimeter im 10 A-Bereich zwischen Batterie-Minus und das Batterie-Minuskabel klemmen. Der Strom sollte dauerhaft deutlich unter 50 mA liegen. Erwartungswert wäre ca. 5 mA, je weniger desto besser. Wenn das Multimeter im 10 A-Bereich nicht unter 10 mA messen kann, schalte in den nächstkleineren Strombereich (typischerweise 2 A, meistens über eine andere Buchse). Bei Entladeströmen über 50 mA, egal ob als Puls oder dauerhaft, hat die Bordelektronik irgendeine Macke.
Vielen lieben Dank, wieder was dazu gelernt :)