KVB, du nervst!

Ich bin erst seit einer Woche mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (KVB Köln) zur neuen Arbeit unterwegs und habe bereits die geballte Inkompetenz der KVB zu spüren bekommen.

Ein Beispiel von Donnerstag: Ich gehe von meinem Arbeitsplatz aus 30 Minuten zur Bahnhaltestelle.
Es fährt auch eine Bahn direkt von meiner Arbeit nach Hause, aber ich möchte lieber meine Schritte sammeln.
Zumindest möchte ich einen gewissen Bereich zu Fuß gehen, dazu später mehr.

Als ich an der Haltestelle ankam, sah ich das:

Die vor einigen Jahren eingeführte „Echtzeitanzeige“ schafft es bis heute nicht, die einfahrenden Bahnen richtig anzukündigen.

Wie hier auf dem Bild zu sehen ist. Sie sollte in fünf Minuten kommen, war aber schon da. Sie war so voll, dass ich auf die Bahn in acht Minuten gewartet habe, die dann aber nicht kam. Die Anzeigetafel ist ein Witz. Die dort angezeigten Daten stimmen überhaupt nicht mit der Realität überein.

Mit offensichtlichen Fehlern offen und ehrlich umzugehen, statt andere für dumm zu verkaufen, ist nicht jedermanns Sache. Da beschönigt man lieber mit dem Begriff „technische Verbesserung”.

An dem Morgen fiel auch meine Bahn zur Arbeit aus. Die nächste war überfüllt und draußen regnete es in Strömen. Da kann man sich aussuchen, ob man von außen oder von innen nass wird.

Ich entschied mich für einen Platz im Innenbereich und kuschelte mich zu den anderen Fahrgästen. Später stieg ein vermutlich obdachloser Rollstuhlfahrer ein. Er quetschte sich rollend durch die Menschen und fragte nach einer 2-Euro-Spende.

„Haste mal nen Euro?“ hat wohl die Inflation gekillt …

Als er auf meiner Höhe war, kam mir seine mangelnde Körperhygiene unter die Nase. Ich bin echt nicht empfindlich, aber mein Körper hat sich geweigert, weiterzuatmen. Ich stand zwischen Atmen und Kotzen oder Nichtatmen und Umkippen. Also stieg ich an der nächsten Haltestelle aus

Da saßen dann schon Junkies im Treppenaufgang und konsumierten irgendetwas durch eine Pfeife. Morgens um 7:30 Uhr. Ich dachte immer, Junkies schlafen zu dieser Zeit noch.

Da die KVB so viel für das Wohlbefinden und die Sicherheit an Bahnhöfen tut, habe ich mich entschieden, ab sofort auch morgens im Regen zur Arbeit zu Fuß zu gehen, statt mit der KVB durch den „Drogensumpf” der Haltestelle zu fahren.

Wie kompetent und serviceorientiert unsere KVB ist, zeigt sich auch im Feierabendverkehr. Sie tun alles, um die vielen Menschen in den Stoßzeiten zu befördern. So fahren die Züge statt im 10-Minuten-Takt, der um diese Zeit oft zu wenig ist, lieber im 30-Minuten-Takt.

Wie ein sehr guter Freund immer zu mir sagt: „Der Drecksladen!“
Ich kann es jeden Tag ein Stück mehr verstehen!

2 Kommentare zu „KVB, du nervst!“

  1. Ja was hattest Du denn erwartet?
    Du kannst jedenfalls nicht behaupten, Du hättest es nicht gewusst.
    Hoffentlich stresst Dich das nicht noch mehr als der alte Job.
    Da wo ich pendle, ist es auch nur graduell besser und ohne die offene Drogenszene, aber ich beklagte mich nicht.

    Antworten
    • Enttäuschung liegt an falscher Erwartung, und tatsächlich hatte ich eine. Aber nein, so stresst mich nicht. Vor allen Dingen, weil ich viel zu viel zu Fuß unterwegs bin.

      Antworten

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