20 März 2017

Knapp, aber passt 

Am Wochenende habe ich eine Jacke anprobiert, die mir schon was länger nicht mehr gepasst hat. 

Sie ging wieder zu, wenn auch was spack. Ich bin sehr glücklich damit, weil die letzten Tage sehr anstrengend waren. 

Damit meine ich nicht mal die ganzen versuchungen. Sondern einfach weniger und bewusster zu Essen. Ich komme mir vor wie vor 11 Jahren wo ich das Rauchen aufgehört haben. 

Diese Selbstgespräche: 

Scheiß was drauf, warum quälst du dich, genieß das Leben ,genieß das Essen , warum tust Du dir diesen Verzicht an,…..

So wie ich damals am liebsten zur Kippe gegriffen hätte,so würde ich jetzt am liebsten zu unmegen deftigen und süßen greifen.

Aber es ist auch nur eine Phase und da muss ich durch. Ein Essensjunkie auf Entzug…

Heute morgen auf der Waage:

Somit bin ich dem Ziel eine Schritt näher und es hilft der Motivation. 

10 März 2017

Update Gewicht

Im Moment gibt es nicht viel zu schreiben.
Außer dass ich nach 10 Jahren, seit dem ich mich mit meiner Ernährung und meinem Gewicht auseinander setze, immer noch jede Menge dazu lerne.
Oder anders gesagt, alles gelernte vergessen kann 😉

Wobei doch, es ist viel zu schreiben, aber ich fasse es mal in einem Beitrag zusammen, weil ich euch nicht langweilen damit will.

Heute morgen wog ich 119,6 Kilo.
Damit ist die 120 endlich unterschritten.
Nächstes Ziel: Die 110 unterschreiten 😉

Mir fehlt es derzeit an nichts. Es ist zwar immer noch schwierig kleine Portionen zu essen, bzw. spätestens nach dem zweiten Teller Schluss  zu machen, aber jetzt verstehe ich auch besser warum. Seit ich mir vorher ausrechne was ich Esse, seit dem klappt es auch besser mit dem Umdenken.

Aktivitäten Überschätzen und Lebensmittel unterschätzen:

Eine bitterliche Erkenntnis ist die Überschätzung.
31.000 Schritte bin ich am Rosenmontag gegangen.

Davon 21.000 im schnellen Schritt oder laufen.
Die Strecke war fast so lang wie der Köln Marathon!

Früher hätte ich mir danach locker ne Pizza, Pizza Brötchen und Nachtisch gegönnt.
Aber wie ich jetzt lernen durfte, waren es „nur“ 1000 kcal.

Das ist nicht viel. Also mit Fastfood verglichen.
1000 kcal richtig eingesetzt sind viel,
oder nicht richtig eingesetzt eine Dose Pringels!

Jetzt weiß ich auch warum ich nach solchen Arbeitstagen oder sportlichen Tagen nicht abgenommen habe. Weil ich mit Überernährung dagegen gehalten habe.

Es wird mir eher geholfen dick zu bleiben, anstatt abzunehmen! 

Jetzt wird es auch was länger.

Ein Kapitel im Buch „Fettlogik überwinden“ fand ich sehr bemerkenswert.
Die Industrie, welche entweder mich schlank oder dick machen will.
Aber in dem Zusammenhang fiel mir noch was auf. Weil es voll auf mich zu traf.

Wie ich vor einigen Wochen schrieb, hat mir mein Arzt mitgeteilt dass ich am morgen zu hohen Zucker hatte. Wahrscheinlich Insulinresistenz (was ich mittlerweile als Unsinn raus stellte – dazu unten mehr), ab sofort abends keine Kohlenhydrate mehr. Der Arzt hat mich vor die Wahl gestellt.

Abnehmen oder Diabetes bekommen.

Ach, abends keine Kohlenhydrate? Das ist ja einfach.

*bling* da war ich schlank ……..

Was für ein Quatsch. Als ob es nur an einem fehlenden Tipp liegen würde …

Ich bin ich fett. Das fett sein bin ich selber Schuld.
Und wäre es einfach Schlank zu sein, wäre ich es schon.

Das ist oft ein schleichender Prozess, der umgedreht genau so lange braucht.

Nun einem dickem zu sagen, werde schlank – macht soviel Sinn wie einem Raucher zu sagen hör auf zu rauchen.

Etwas mehr Unterstützung wäre hier schon hilfreich.
Und da beginnt für mich das absurde.

Ich habe die Wahl:

Schlank und lange gesund sein, sowie unserem Gesundheitssystem mehr einbringen.
Dadurch ein hochwertigeres und längeres Leben führen.

Oder Fett bleiben Diabetiker werden – mit all seinen folgen.
Erhöhtes Risiko für Diabetes, gesteigertes Herzinfarktrisiko, Geleknprobleme, frühzeitige Tod.

Aber als dicker sehe ich dieses Risiko so wenig wie ein Raucher seine Lunge!
Man lässt mich aber mit meiner „Entscheidung“ alleine!
Ohne Nennenswerte Unterstützung.
Nun spreche ich nur für mich bzw. mit meiner Erfahrung durch Arzt Besuche.

Ich bin selber für mein Gewicht verantwortlich. Also muss ich da auch selber raus.
Aber ohne Unterstützung ist das echt schwierig.

Aber, wenn ich Diabetiker dadurch werde, dann gehe ich zum Arzt, bekomme Schulungen damit umzugehen, bekomme Lesegeräte und Streifen gestellt und erhalte jede ärztlich Unterstützung zu dem Thema. Wenn ich wegen meiner Fettleibigkeit einen Herzinfarkt bekomme, gehe ich in die Reha und erhalte weiterhin jede Untersützung.

Mein Knie. Die schmerzen kommen vom verdrehten Bein sagte der Ortohpäde. Ab sofort erhalte ich regelmäßig Schuheinlagen und Strumpf schienen. Irgendwann auch eine Op mit Reha. Mir zu sagen dass ich zu Dick bin, die Schmerzen bei weniger Gewicht weg gehen und mir dahin Hilfe anzubieten war irgendwie nie möglich!

Es wird einfach hingenommen dass ich Fett bin. Und man lindert gerne alle damit verbundenen Unannehmlichkeiten, anstatt mir zu helfen wieder schlank zu werden.

Die Krankenkassen bezahlen – wenn überhaupt – nur einen Bruchteil für einen 2 Wochen Fitnesskurs im Jahr. Oder den Ernährungskurs bei der Adipositas Klinik. Den hätte ich nur bezahlt bekommen, wenn die mich weiter behandelt hätten mit einem Magenband ..

Aber mich statt zu einer Diabetiker Schulung – zu einer Ernährungsberatung zu schicken – ist  unvorstellbar. Anstatt mich in Reha zu schicken – mir vielleicht als Starthilfe das Gegenstück zur Ernährung zu geben – ist nicht bezahlbar.

Anstatt Testgeräte und Messstreifen zu bezahlen, mir lieber Mittel zur Abnahme zu finanzieren ist nicht gedacht.

Ihr versteht worauf ich hinaus will?

Es wird alles getan um mich am Leben zu erhalten, egal wie stark ich dagegen halte.
Will ich aber etwas ändern, dann sieht es düster aus.

Aber so ist das eben. Also mache ich für mich alleine weiter und beiße mich da durch.,

Zu hoher Zucker am morgen, gleich Diabetiker? 

Das habe ich mir selber mittlerweile dank eines Hinweises meines Freunds & Kollegen wiederlegt. Er meinte, es kann auch sein dass ich in der Nacht leicht unterzuckere und die Leber gegensteuert und daher der Wert so hoch ist.

Mir viel ein, dass wir zuhause noch ein Zucker Messgerät mit Zubehör aus der Schwangerschaft meiner Frau hatten.

Also habe ich damit immer wieder gemessen. Alle zwei Stunden.

Resultat war, dass der Zuckerwert nach dem Essen runter gegangen ist.
Bis ich schlafen gegangen bin lag er bei rund 70~80 und am morgen danach bei 90~100.

Also keine Probleme. Vielleicht werde ich noch mal mit dem Arzt sprechen, vielleicht auch nicht. Mal schauen. Das Thema ist aber erstmal für mich beendet.

Eine Interessante Reise die ich derzeit mache, wenn auch noch ganz am Anfang.
Aber es funktioniert sich darauf einzulassen.

2 März 2017

Update Gewicht

Als ich heute morgen auf der Waage stand, war ich mehr als erfreut.

121 Kilo.
Das wären seit meinem letzten Blogpost – vor 1,5 Wochen – wieder 2 Kilo weniger.

An der Hose merke ich es so langsam.
Nicht die 2 Kilo, sondern die mittlerweile gefallenen 10 Kilo.

Ich bin ehrlich, ich weiß im Moment noch nicht warum es gut klappt.
Damit meine ich nicht das abnehmen, sondern es durchzuhalten deutlich weniger zu essen.

Vielleicht gibt mir das Buch, welches ich noch lese (Fettlogik überwinden) die Motivation.
Vielleicht liegt es an der Angst vor den folgen des Übergewichtes (Diabetes) oder das ich schon durch das Weizenfreie Leben vorher deutlich weniger gegessen habe.

Vielleicht auch, weil ich so langsam verstehe wo das Problem liegt/lag.
Das egal was ich Esse – esse ich mehr als mein Körper verbraucht – nehme ich zu.
Esse ich weniger – nehme ich ab.

Ohne Hokus Pokus. Aber wahrscheinlich von allem etwas.

Mein Grundbilanz liegt derzeit bei rund ~2000 kcal pro Tag.
Mal mehr, mal weniger. Ziel sind immer noch 1500, aber da habe ich es nicht eilig.

Damit komme ich gut über den Tag und verzichte auf wenig.
Es ist nicht immer leicht, aber es funktioniert.

Zum Kalorien zählen nutze ich die App von FDDB.
Hat was von Weight Watchers, nur eben Kalorien Zählen.
Extremes Aufschreiben wie früher bei WW mache ich nicht.

Eher nutze ich dies nur um mir einen Überblick zu verschaffen wie viel ich noch Essen kann und wie viel Kalorien manches Essen hat.
Um zu Wissen was ich heute schon gegessen habe.

Die Datenbank von FDDB ist wirklich sehr gut gefüllt mit vielen Produkten und Essen.

Mal schauen wo die Reise weiter hin geht 😉

19 Februar 2017

Erster kleiner Erfolg 

Die Woche war hart was Versuchungen angeht.

Bei dem schönen Wetter am Mittwoch  haben wir zum Beispiel auf der Arbeit Toast mit Käse und Sucuc gemacht. 5-6 Stück habe ich immer in der Vergangenheit gegessen.

Dieses mal habe ich vorher ausgerechnet was ein Toast hat.

2x 75kcal Sucuc
1x 68kcal Scheibletten Käse
2x 91kcal Vollkornweizen Sandwich Toast
= 400kcal.

Also blieb ich bei zwei Toast.
Lerneffekt für mich, auch das reicht!

Am Donnerstag habe ich mir eine Maggi Dose mit Penne gemacht.
Hier habe ich mir aber nur die Hälfte warm gemacht.
Die andere hat mein Kollege gegessen.

Gestern hatten wir Abends Besuch. Es gab unsere Lowcarb Pizza. 

So langsam klappt das.
Ich schaffe es nicht jeden Tag auf 1500 kcal, aber bis jetzt keinen über 3000!

Ich liege immer so um 2000 bis 2500.

Aber etwas anderes lerne ich derzeit und es freut mich auch.
Nach runter muss es nicht wieder rauf gehen und ich muss nicht komplett verzichten.

Auf der Grafik sieht man, das ich vom 23.01 ( 128,8 kg) bis zum 29.01 (124,7 kg) ganze 4 Kilo abgenommen habe. Da kam ich aus Israel wieder und hatte die Grippe.
Da aß ich 4 Tage nur Hühnersuppe, die meine Frau frisch gemacht hatte.

Danach dachte ich, jetzt geht es wieder den Berg rauf. Aber nö. Durch die Kohlenhydrate freien Abende hielt ich mein Gewicht. Ganz langsam ging es weiter runter.

Das lag wohl daran, dass ich Tagsüber meinen Kalorienbedarf deckte.
Diese Woche habe ich dann mit dem 1500 kcal Ziel angefangen und immer so bei 2000~2500 kcal gelegen.

Am Montag wog ich 124,6 kg. Heute morgen 123 kg. Toll! -1,6 Kilo
Es zeigt erste Erfolge.

Die Woche war echt knall hart!

Obwohl ich am Mittwoch nicht auf meinen Käsetoast verzichtet habe, an Valentinstag mit meiner Frau im Fischrestaurant war, Freitag und Samstag unsere Pizza gegessen habe – so habe ich dennoch abgenommen. Weil ich alles reduziert habe, was ging.
Aus Nudeln wurde Reis, aus Pizza Teig ein Eierteig, aus 6 Toasts wurden 2.

Weil ich einfach nicht über meine Bilanz von 3669 kcal am Tag gekommen bin.
Das darf nun gerne weiter so gehen 😉

19 Februar 2017

Weizenfreie und kcal reduzierte Pizza einfach selbst gemacht.

Man nehme:

3 Eier
250g Magerquark
100g geriebenen Käse

Fertig ist der Teig! Nicht mehr und nicht weniger!

Kräftig rühren.

Wenn es flüssig ist, auf ein Backblech mit Backpapier verteilen. Ab in den Backofen bei 180 Grad so lange aufbacken bis es leicht braun ist. (5~10 Minuten).

Rausholen und belegen. Passierte Tomaten, Pfannen Gyros oder Pute. 100g bis 200g Käse drüber.

Ab in den Backofen. Lecker!

Allerdings ist ein Essen auf der Hand nicht möglich, weil der Boden weich ist.
Was die Kalorien angeht, werde ich noch was daran arbeiten müssen.
Der Käse macht den Mamutteil aus. Da geht auch weniger bzw. mit deutlich weniger Kohlenhydrate.

Teig:
3x Ei (75 kcal)= 150 kcal
1x 250g Speisequark = 168 kcal
100g Reibekäse = 367 kcal

Belag:
200g Reibekäse = 734 kcal
300g Passierte Tomaten = 90 kcal
300g Pute = 336 kcal
150g Paprika = 53 kcal
100g Champions = 16 kcal

Macht gesamt für das Backblech: 1914 kcal.
6 große Stücke. Reicht für 3 Personen.
Also 638 kcal pro Nase.
Top!

14 Februar 2017

Nur 1500 Kalorien am Tag?

Was die Abnahme angeht, habe ich aufgehört das Buch „Schlank im Schlaf“ zu lesen.
Genau so wie „Weizenwampe“ ist es mir zu trocken.

Wobei ich beim Ansatz des Weizen freien leben bleibe. Wo es geht, versuche ich den Weizen zu vermeiden. Nicht nur weil es mir gut tut, es hilft mir auch anzunehmen.

Aber die Bücher haben viel zu viele Details, die es unerträglich machen für mich zu lesen.

Dafür hat mich mein Kollege und Freund auf diesen Blogpost aufmerksam gemacht:

https://www.claudia-klinger.de/digidiary/2017/01/27/abnehmen-perfektionismus-verhindert-den-erfolg/

Diese beschreibt genau das, was ich gerade durchmache!

Also habe ich mir das Buch „Fettlogik überwinden“ gekauft und auch den dazugehörigen Blog abonniert.

Ich finde den Ansatz, soweit wie ich bisher gelesen habe, sehr interessant. Einfach alles Wissen über die Wupper zu werfen und mit einfachen Mitteln seinen eigenen Weg zu gehen.

Weniger Kalorien zu sich nehmen als man verbraucht! “ Ende.

Nicht mehr und nicht weniger.

Laut meiner Krankenkasse habe ich einen folgenden Durchschnitt:

Ja, ich weiß – das haben einige von euch mir schon etliche male geschrieben.
Dafür bin ich auch sehr dankbar. Auch dafür, dass sich manche von euch echt Zeit nehmen längere Kommentare zu schreiben, als ich Blog Posts 😉
Das finde ich toll und bemerkenswert!

Aber ich bin manchmal sehr Stur und muss auf gewisse Dinge selber kommen 😉
Bei all dem, was ich die letzten 10 Jahre „gelernt“ habe ist es echt schwierig das komplett zu vergessen.

Ich habe nun angefangen es mit 1500 Kalorien pro Tag zu probieren.
Das ist schon hart. Aber auch schaffbar.

Vor allem tut es mir im Moment mal ganz gut den Kopf frei zu bekommen. Jeder erzählt was anderes, jeder Ratgeber meint was anderes und am Ende traue ich mich nicht mal mehr am Salatblatt zu lutschen.

Einfach mal wieder leben ohne reue. Aber Gesund und bedacht.

Das Buch lässt sich gut und verständlich lesen und ich bin noch mitten drin.
Aber bis dahin komme ich ganz gut klar. Mein Gewicht geht langsam runter.


Ich hungere nicht und komme auch gut über den Abend.

Mal schauen wo die Reise nun hin geht 🙂 Aufgeben ist keine Option!

 

7 Februar 2017

Kohlenhydratefreies leben?

Die letzten Tage habe ich viel gelesen. Vor allem eure Kommentare auf diesen Beitrag: https://www.derheiko.com/5-vor-12-jetzt-wird-es-sehr-ernst/#comments

Für eure Tipps, Hinweise und Hilfe bin ich dankbar.

Ich habe auch angefangen das Buch „Schlank im Schlaf“ zu lesen.
Persönlich finde ich es schlecht geschrieben, langweilig durch zu viel tiefgreifende Theorie.
Vieles ist mir auch einfach bekannt. Mal schauen in wieweit es mir neue Tipps bringt.

Meinen Arzt muss ich ein wenig in Schutz nehmen. Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt, aber er hat schon recht mit seiner Aussage und er gab mir viele Tipps mit die gut gemeint waren.

Was soll er denn machen? Da sitzt ein 128 Kilo Mann der morgens zu hohen Zucker hat!
Soll er nichts sagen?
Mir – wie bei meinem letzter Arzt – sofort Appetitzügler geben? (Der Grund warum ich gewechselt bin.)

Er ist ein Arzt der mir so gut wie nie Medikamente mit gibt und auch kein Mega Freund der Pharmaindustrie ist.

Er nahm sich richtig Zeit für das Gespräch und gab mir eben nicht nur einfach „Schlank im Schlaf“ mit auf dem Weg.

Er fragte mich zum Beispiel wo ich Esse und wie.

Ich: Auf der Couch, wenn die kleine schläft, beim Serien schauen.

Er: Dann ändern sie dies einmal um. Decken Sie Ihren Küchentisch. Bereiten Sie alles vor und essen ganz bewusst und ohne Einfluss vom TV am Tisch. Essen Sie bewusst. Lassen es zu einem Ritual werden. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen.

Das habe ich umgesetzt und es wirkt. Ich bin dankbar für den Tipp. Wir essen unser Abendessen mit der kleinen nun am Küchentisch zusammen oder eben alleine wenn sie schon schläft. Aber wir Kochen in Ruhe gemeinsam und Essen dann ohne TV am Tisch.

So blöd das klingt, es war ein verdammt guter Tipp für mich. Somit esse ich viel bewusster und wenn ich fertig bin und auf die Couch gehe – will ich nicht noch mehr essen. Weil ich eben gerade mit dem Essen bewusst abgeschlossen habe.

Er gab mir viele weitere Tipps und wie ich was umsetzen kann. Das Gespräch war für mich hilfreicher als der Besuch in der Adipositasklinik!

Ich finde mein Arzt hat richtig reagiert. Statt mich gleich zu einer Diabetes Klink zu schicken oder sonst wie zu behandeln, hat er sich Zeit für mich genommen und mit mir viel Gesprochen. Das hat viel bewirkt und mehr geholfen als jedes Medikament!

Mittags „normal“ Essen. Auch Kohlenhydrate. Aber nicht übertreiben. Wenn möglich Dinge ersetzen. Abends keine Kohlenhydrate.

Das klappt seit dem Gespräch sehr gut. Mein Gewicht steht zwar derzeit, aber ich merke es dennoch wie gut es meinem Körper geht.

Und es funktioniert auch. Ich habe keinen Hunger. Nur hin und wieder Appetit. Aber das versuche ich wie beim damaligen „Nichtrauchen“ zu handhaben. Wenn die achmacht kommt, ablenken und Alternativen schaffen. Wasser trinken, Anti Stress Würfel oder den Kaffee auf der Zunge zergehen lassen 🙂

Durch mein MI Band messe ich immer meinen Puls. Die letzten Monate lag dieser immer selbst im Ruhezustand bei über 100. Normal waren 110 bis 120. Bei und nach Aktivitäten sogar bei 140 bis 150. Ich war mir zwar bewusst dass es nicht gesund ist, aber wusste nicht woher es kommt.

Die letzte Woche war mein höchster Puls bei 95.
Ansonsten pendelte er zwischen 65 und 80.
Mein Körper scheint nicht mehr soviel Stress zu haben durch falsches Essen?

Diesen Montag war ich endlich mal wieder beim Krav Maga.
1,5 Stunden pures Vollkörper Training. Aber dennoch fühle ich mich fit.

Wenn dann das Gewicht in den nächsten Wochen langsam runter geht, dann bin ich glücklich.

1 Februar 2017

5 vor 12! Jetzt wird es sehr ernst

Wie schon mal erwähnt, ich mache alle zwei Jahre eine Vorsorgeuntersuchung.
Zwei Tage vor der Reise nach Israel hatte ich mein Gespräch mit dem Arzt.

Soweit alles gut, nur mein Zucker nicht.
Mein Blutzucker am morgen lag nüchtern bei 110.

Das ist viel zu hoch meinte er und kurz vor Diabetes.
Er meinte ich müsse abnehmen ………

Ich holte aus und klagte ihm mein Leid.
Erzählte im meine Geschichte in Kurzform von 2006 bis heute.

Letzte Änderungen:
Seit rund 6 Monaten trinke ich keine Cola Light mehr.
3 Mahlzeiten und nichts dazwischen mache ich schon seit 2014.
Alkohol trinke ich maximal zwei mal im Jahr. Sonst nicht!
Ich rauche seit 2005 nicht mehr.
Seit 4 Monaten Esse ich keinen Weizen mehr!

Worauf soll ich noch verzichten?

Gut, die letzten Weihnachtswochen waren vielleicht für meine Bauchspeicheldrüse etwas anstrengender, aber sonst halte ich mich voll am Riemen!

Er meinte, ich solle froh sein – ohne diese Maßnahmen hätte ich vielleicht schon Diabetes.
Mein Körper scheint eine Insulinresistenz zu bekommen, wodurch er es abends nicht mehr schafft den Zucker runter zu holen.

Ich hätte laut ihm nur eine Radikale Wahl, abends keine Kohlenhydrate mehr.
Kein Weizen ok, aber auch keine Kartoffeln, kein Reis, etc.

Er meinte – „Schlank im Schlaf“ ist kein Geheimnis.
Morgens und Mittags „normal“ essen und abends keine Kohlenhydrate.

Bei allem was ich die letzten 10 Jahre ausprobiert habe, war ich immer ein riesen Feind von Schlank im Schlaf.

Aber gut, mein Arzt meinte zu mir dass ich nicht mehr viel Auswahl habe.
Und mir auch nicht mehr übrig bleibt.

Also habe ich wieder komplett meine Ernährung umgestellt.

Seit ich aus Israel zurück bin (seit letzter Woche Montag) Esse ich wieder unter der Woche Mittags bei uns in der benachbarten Kantine.

Wie „Schlank im Schlaf“ und mein Arzt empfiehlt, gerne Kohlenhydrathaltiges Essen.
Unsere Kantine habe ich daher für mich neu entdeckt.

Hier mal die Essen der letzten drei Tage:

Entenkeule oder Brust an ApfelHibiskussauce, Gemüsebeilage nach Wahl und Klöße
Rinderleber mit Apfelstücken und Zwiebel, Sauce dazu Kartoffelstamp
Live aus dem Wok Rindfleischstreifen mit Wokgemüse und Sojasauce, Beilage nach Wahl

Lecker, Preislich ok, macht mich Satt und mal was anderes als nur Currywurst mit Pommes.

Abends esse ich nur noch einen Quark mit frischen Obst oder einen Salat.
Dazu hin und wieder Fisch oder Fleisch.

Ich muss mal schauen, dass ich dazu weniger aufwendige alternativen finde.
Weil immer nur Quark oder Salat deprimiert auf dauer!

Am Wochenende Frühstücke ich gegen 10~12 Uhr und Abends auch wieder nur Salat und co.

Keine Ahnung wie lange das klappt, aber eine Wahl habe ich wohl nicht.

Sobald diese Woche mein Husten verschwindet, werde ich versuchen auch wieder zwei mal die Woche zum Krav Maga zu kommen.

Mal schauen wo die Reise hin geht……

20 Dezember 2016

Gewicht Update 

Nun sind schon viele Wochen seit meiner Ernährungsumstellung her. 

Seit dem geht es mir immer noch gut. Es fehlt mir fast an nichts. 

Gewicht geht laaaannnnggsssaaammm runter. Aber es geht. Würde ich weniger naschen und mich mehr bewegen, ginge es schneller. Aber das kommt noch. 

Trotz meiner Süßigkeiten Attacke die letzen zwei Wochen, die ich zum Stress Abbau genutzt habe, ist mein Gewicht runter gegangen. 

Aber ich fühle mich fit und gut. 

Einzige Schwierigkeit ist immer noch das Auswärtsessen. 

Mal einen Kaffee unterwegs geht, aber Bäckereien haben logischerweise nun mal fast nur Weizen Produkte. 

Heute habe ich dann einen Bäcker gefunden, welcher auch leckere Salate macht. 

Aber ansonsten klappt es sehr gut und empfehlen kann ich es jedem mal einen Monat konsequent darauf zu verzichten. 

Ich habe keine Hunger Attacken mehr, schlafe besser und bin Tagsüber viel fitter. 

9 Dezember 2016

Reiswaffeln – Gut für meine Tochter und mich

Heute habe ich mir Reiswaffeln als Chips, Snack und Brot Ersatz organisiert.

Ich bin zwar noch nicht zu einem Bio Helikopter Vater mutiert, aber es mussten Hipp Bio Kinder Reiswaffeln sein.

Ich hätte nie gedacht, jetzt wo ich ein Kind habe, dass ich mir soviel Gedanken um das Essen mache.

Das fing bei dem Philips Avent Dampfgarer und Mixer an.
Hierdurch bin ich nicht auf die „Gläschen“ angewiesen.
Schmeckt besser, ist günstiger und am Ende viel gesünder.

Nun kommt die Zeit, wo sie unterwegs mal was „knabbert“.
Ich möchte ihr aber jetzt nicht schon Milchbrötchen oder „normale“ Brötchen geben.
Und nur Grünzeug ist auch nicht das tollste.

Da eignen sich die Reiswaffeln wirklich sehr gut als alternative.
So gewöhne ich sie auch nicht gleich an diese Überzuckerung.

Zurück zu den Reiswaffeln von Hipp.

Darauf gekommen war ich nur, weil ich nach einer Alternative zum Brot gesucht habe.
Wo ich mal ne Wurst oder Käse drauf essen kann, jetzt wo ich mich Glutenfrei ernähre.

Es wurden oft Reiswaffeln empfohlen.
Aber auch oft darauf hingewiesen, dass diese einen extrem hohen Arsen und Acrylamid Anteil haben.

Siehe Stiftung Ökotest: https://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=100050&bernr=04

Die einzigen, welche es wohl seit vielen Jahren schaffen die so zu produzieren, dass eben das Arsen und Acrylamid nicht entsteht, ist Hipp.

Ich glaube, dass ich bekannte vor ein paar Jahren noch für so eine Ökohaltung ausgelacht hätte. Was ich bei manchen Dingern oft heute noch tue.

Aber ich versuche auch für unserer Tochter was umzudenken.
Ich will nicht nur kein dickes Vorbild sein, sondern auch nicht dass meine Tochter so endet.

Daher fangen wir früh an 🙂

2 Dezember 2016

Unser tägliches Brot gib uns heute nicht!

Puhh… Jetzt kommt verdammt viel Text. Aber das muss auch mal sein.

Was tun gegen mein Dick sein?

Wie schon in anderen Beiträgen erwähnt, esse ich „nur“ drei mal am Tag, trinke nur Wasser und macht hier und da mal Sport.

Ich gehe nicht mehr feiern, trinke keinen Alkohol.
Lebe auf Sparflamme und nehme trotzdem zu.

Tag für Tag.

Im Sommer war ich mit meiner besseren hälfte aus Hamburg zusammen im Urlaub.
Er erzählte mir von einem Buch namens:

„Weizenwampe“

20161115_194044

Ganz ehrlich muss ich gestehen, dass ich ihn nicht so ganz ernst nahm.

Am 29.10.2016 (das Datum ist für mich zur Erinnerung) – also vor rund 5 Wochen dann, viel mir das Gespräch über dieses Buch ein und ich kaufte es mir.

Ich versuche den Grundtenor und den Inhalt mal so kurz wie möglich zu fassen.

Hier stellt ein Arzt die Behauptung auf, dass der Weizen von heute Dick und Krank macht.
Er stürzt sich dabei auf die These, dass der Weizen wie wir ihn heute kennen nicht mal annähernd mehr der Weizen ist wie er einmal war.

Irgendwann hat der Mensch angefangen den Weizen zu kreuzen.
Sogenannte Hybridsorten.

Über die letzten 50~60 Jahre hat der Mensch es geschafft den Weizen durch Kreuzungen und Gentechnik ihn so zu verändern, dass er so ertragreich wie noch nie ist.

Es wurde sogar für die „Entdeckung“ einer Sorte, welche zwei mal im Jahr geerntet werden kann, ein Nobelpreis vergeben- da dieser den Hunger auf der Welt in manchen Ländern gestoppt hat.

Was dabei aber völlig auf der Strecke geblieben ist, ist die Prüfung ob der Mensch diesen veränderten Weizen überhaupt noch verträgt.

Nicht immer mehr Menschen werden Gluten unverträglich, sondern der Weizen bzw. auch das veränderte Gluten wird für uns einfach nur immer mehr unverträglicher.

Weizen und all seine Ableger (Vollkorn, Burgul, Dinkel, ect.) heben wohl richtig stark auch den Blutzucker an. Nachweislich mehr als bei einem Snikers und puren Zucker.
Auch Vollkorn. In dem Buch fand ich einen Vergleich sehr passend:

Vollkorn ist zwar weniger schädlich, aber schädlich.
Wie Light und Mild Zigaretten mit weniger Teer. Es bleiben Zigaretten.

Je höher der Blutzucker durch den Verzehr von Weizen nach dem Essen ansteigt, desto höher steigt auch der Insulinspiegel und desto mehr Fett wird eingelagert.

Daher Weizenwampe.
Das Problem ist aber, dass eben dieses Fett richtig schädlich für den Körper ist.

Das ist der Grund warum ein großes Eieromelette, das keinen Blutzuckeranstieg auslöst, sich nicht auf den Hüften niederschlägt, während zwei Scheiben Vollkornbrot den Blutzucker hochschnellen lassen und die Insulinausschüttung anregen und neues Fett erzeugen inbesondere bei Bauch und Eingeweiden.

Nun spitzt sich das Buch teilweise sehr zu bzw. es werden Dinge behauptet die ich nicht ganz nachvollziehen kann.

Mein Freund war hellauf begeistert und meinte er hätte viel mit dem Verzicht auf Weizen erreicht.

Nun könnte ich die nächsten 10 Jahre mit Studien versuchen zu klären ob es wirklich daran liegt, Wochen lang googeln oder ich probiere es selber aus.
Was habe ich noch zu verlieren?

Das habe ich dann auch getan!

Nun sind schon 5 Wochen rum, seit dem ich mich Weizenfrei ernähre.

Erst mal tut es mir für die leid, welche aus Gesundheitlichen Gründen kein Gluten zu sich nehmen dürfen.

Der Trend zu Glutenfreien Lebensmittel soll wohl nicht so toll sein, für jene die es wirklich nicht vertragen.

Umso ärgerlicher für die ernsthaft Kranken, wenn nun zahllose Mitläufer die Glutenfreiheit zu einer Mode verniedlichen. „Wir müssen befürchten, dass wir nicht mehr ernst genommen werden“, sagt Sofia Beisel von der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft. Wenn im Restaurant der hundertste Gast ein glutenfreies Essen bestellt, werde der Koch nicht mehr unbedingt mit der nötigen Sorgfalt hantieren.

Quelle: https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-131696306.html

Aber dennoch werde ich es weiter durchziehen.
Natürlich habe ich abgenommen. Und das nicht wenig.

Startgewicht lag bei rund 133 Kilo. Trauriger Spitzenwert.
Obwohl ich mich im Gegenzug zu vor 10 Jahren heute deutlich fitter fühle.
Das mag auch sicherlich daran liegen, dass ich nicht mehr rauche und auch sonstige Substanzen wie Bier und co aus meinem leib lasse 😉

Derzeit wiege ich 128 Kilo.
Klar, da mache ich mir nichts vor. Egal was ich in der Vergangenheit ausprobiert habe.
Die ersten Wochen sind immer die Kilos gefallen wie Steine.

Aber dass erste Interessante für mich, ich habe diese verloren ohne Mengen Beschränkung und ohne Bewegung. Mein Alltag ist immer noch so wie vor vier Wochen.

Ich merke jeden Tag neu, wo überall Weizen drin ist.
Lässt man Weizen weg, so kann man gefühlt 80% des Junkfoods nicht essen.
Logisch nimmt man ab.

Aber etwas anderes lässt mich davon überzeugt sein – dass ich das richtige mache!
Etwas, was ich bei allen anderen „Diäten“ nicht hatte.

Ein wohles Gefühl.
Ich fühle mich fitter, wacher und habe bei weitem keine Schmerzen mehr in meinem Knie.
Ich bin viel Konzentrierter und Leistungsfähiger.

Wenn ich Pulver zu mir genommen habe, fehlte mir das Essen.
Habe ich Punkte gezählt, wurde ich nicht satt.
Und wenn ich auf Kohlenhydrate verzichtet habe, dann war ich mürrisch und fühlte mich unwohl.

Es gibt derzeit keine Beschränkung für mich in Menge, Uhrzeit oder Kohlenhydrate.
„Nur“ der Verzicht auf Weizen.

Komischerweise Esse ich dadurch schon deutlich weniger.
Habe nicht mehr diese Heißhunger Attacken wie sonst.

Ich komme viel länger ohne Essen aus.
Und wenn ich mal in den Tagen große Portionen gegessen habe, dann habe ich mich weder danach schlecht gefühlt, noch hat sich das auf der Waage niedergeschlagen.

Mein Freund und Kollege kennt das. Wenn ich in der Mittagspause mich in den Bürostuhl gelegt habe und kurz darauf das Schnarchen angefangen habe. Diese ständige Müdigkeit ist wie weg geblasen.

Jede Treppe habe ich in meinem rechten kaputten Knie gemerkt.
Immer dieser stechende Schmerz.
Der ist jetzt fast weg.

Durch mein Mi Band tracke ich jeden Abend meinen Schlaf.
Wo ich immer 0,5 bis 1,5 Stunden an Tiefschlaf und unregelmäßig 2 Stunden hatte, habe ich jetzt wieder Minimum 2,5 Stunden Tiefschlaf. Jeden Abend.

Anfang dachte ich noch an einen Placeboeffekt.
Aber nicht mehr nach 5 Wochen!
Keine Ahnung  warum das noch so ist – es ist so und ich fühle mich sehr wohl dabei.

Es ist nicht einfach auf Weizen zu verzichten.
Oft hilft mir die App von Codecheck.info – für Android und Apple.
Glutenfrei ausgewählt und alles gescannt was gekauft werden sollte.
Erschreckend wo überall Weizen drin ist.

Und so konnte ich morgens nicht mehr zum Bäcker meine zwei Brötchen mit Teilchen holen. Mittags nicht mit dem Kollegen Essen bestellen. Keine Snacks zwischen durch.

Dennoch fehlt es mir auch nicht, wie in der Vergangenheit. Selbst nach 5 Wochen nicht.
Laut dem Buch sei dies normal. Wer nur auf Weizen verzichtet, der hat keine Heißhunger Attacken mehr. Die Erfahrung mache ich derzeit auch.

Und ich esse nicht wenig. Aber eben alles ohne Weizen.

Auch keine Glutenfreie Alternativen. Weil es eben nicht nur um Gluten geht.
Sondern um „Amylopektin A“ – welches den Blutzucker höher schieße lässt als purer Zucker. Glutenfreie Ersatznahrung – also Glutenfreie Nudeln oder Kekse sind mit Reis, Mais, und Kartoffel Stärke versehen. Die lassen den Blutzuckerspiegel sogar noch was höher steigen als Weizen.

Man lagert zwar dann nicht den gefährlichen und entzündlichen Fett ein, aber man bekommt am Ende wieder schneller Hunger.

Darum weiche ich auf Reis und Kartoffeln aus.
Döner oder Gyrosteller? Kein Problem, eben nur mit Reis.
Hamburger? Auch kein Problem. Sogar zwei Stück, nur ohne Brötchen.

Wenn dann doch mal Nudeln sein müssen, dann eben Glutenfreie – aber eben nicht zu oft.

Wie habe ich schon damals gelernt: Nudeln schmecken nicht. Nur die Soße.
Und das stimmt. So hatte ich letzte Woche zwei große Teller Gulasch.
Aber eben für mich mit Reis.

Curry oder Bratwurst unterwegs? Ja! Nur ohne Brot und Brötchen.

Nun den Weizen für allen übel auf der Welt verantwortlich zu machen, halte ich für sehr gewagt. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.

Aber mir tut es derzeit mehr als gut.
Ich kann mich deutlich besser Konzentrieren, ich schlafe besser, bin länger Fit, habe keine Schmerzen und keine Heißhunger Attacken.
Verzichten tue ich kaum.

Ob es einen Jojo Effekt hat? Keine Ahnung?
Mehr als meine 133 Kilo können es schon nicht mehr werden.
Darum ziehe ich das trotz aller Widrigkeiten weiter durch.
Das lasse ich mir auch nicht madig reden.
Auch bin ich zu Müde mit Mitmenschen darüber zu diskutieren.

Von allen „Diäten“ die ich bis jetzt gemacht habe – wurde ich für diese am meisten belächelt. Aber damit kann ich leben.

Letztendlich geht es mir gut damit und es kostet mich nichts 🙂
Ob es langfristig wirkt?

Darüber mache ich mir keine Gedanken.
Es wirkt derzeit und was die Zukunft bringt, dass werdet ihr hier im Blog lesen 😉

17 November 2016

Ich und mein Gewicht – Besuch im Adipositas Zentrum – Teil 2

Anfang des Jahres war ich bei einem Adipositas Zentrum hier in Köln.

Es wurde ein Arzt Termin vereinbart, wir sprachen über mich und mein Verhalten.
Am Ende empfahl er mir am Krankenhaus eigenen Rahmenprogramm Teilzunehmen.

6 Monate lang.
Das klang gut, ich meldete mich an und erhielt irgendwann eine E-Mail mit allen Daten.

Ich war etwas verwundert.
6 Monate – 6 Termine.

Erster Monat: 60 min. Einteilung Nährstoffe Ernährungspyramide und 90 min. Abnehmen und Bewegung – der Zusammenhang

Zweiter Monat: 90 min. 10 Regeln DGE – Kohlenhydrate, Funktion Ballaststoffe

Öhhhmmm…. Eine Stunde? Für einen Monat?
Wie mag man mir den in einer Stunde – für einen Monat lang – beibringen wie ich nicht zunehme – sondern abnehme?

Egal, nicht voreingenommen sein – sondern hinfahren.

Das tat ich dann auch.

Nach der ersten Stunde wusste ich dann was Sache war.

Ich versuche mal Gesprächsfetzen der Kursleiterin so wieder zu geben, wie ich sie in Erinnerung habe.

Wer ist heute alles hier und hat nicht vor nach 6 Monaten sich zu einer Magen OP anzumelden?

Ich glaub wir waren 12 Teilnehmer. Meine Wenigkeit und ein weiterer hob die Hand.

Das tut mir leid für Sie, aber heute wird es dann etwas langweilig für Sie. Wir müssen leider wichtige Dinge vorher besprechen – die Notwendig sind für solch einen Eingriff.

Super!
Und dem war dann auch so. Die Frau erzählte was die Krankenkasse alles benötigt. Zum Beispiel muss man neben diesem Kurs auch ein Ernährungstagebuch führen und später vorlegen.
Des weiteren benötigt man einen Nachweiß das man X mal Sport in der Woche getätigt hat und auch welche Art.

Zum guten Schluss benötigt man dann auch ein Psychologisches Gutachten.
Das – wie der Zufall es will – kann auch die Psychologin dieser Klinik machen, welche wir sowie so im dritten Monat kennen lernen.

Am Ende des Abends bekam ich dann einen völlig Pixeligen Ausdruck der Ernährungspyramide und den Hinweiß, dass wir nicht zufiel Ab oder Zunehmen sollten.

Ende des Kurses.

Dann hieß es ein Monat warten.

Ich habe echt schon viele Ernährungskurse besucht, aber das war der dreisteste  für mich.

Auch der zweite Kurs zielte genau auf das ab.

Ok, es waren Teilnehmer vor Ort die dass doppelte Wogen von mir.
Und die wollten genau nur die Magen OP. Das kann ich verstehen und bin voll bei denen.

Aber ich war mit 130 Kilo genau an der Grenze, was ich Minimum haben musste für so einen Eingriff – welchen ich nicht wollte / will.

Einen Ernährungskurs wollte ich.

So langsam wurde mir klar was hier läuft.

Wenn jemand eine Magenband OP von der Krankenkasse bezahlt haben möchte, dann muss er einiges Nachweisen.

Einen Ernährungskurs über 6 Monate, Bewegungskurse, Psychologische Gutachten und einiges mehr.

Welch Zufall dass genau dieses Krankenhaus alles zusammen anbot.

Da konnte es dann auch nicht passieren, dass man in den nächsten Monaten evtl. Erfolg hatte und richtig abnimmt. Wodurch dann die OP Überflüssig wird und das Krankenhaus den „OP Auftrag“ nicht erhält.

Den dritten Kurs habe ich mir erspart.
Für mich war das Thema durch.

Eine Op kam und kommt für mich nicht in Frage.
Das habe ich schon in der Vergangenheit ohne geschafft und ich werde das auch wieder schaffen!

Fortsetzung folgt ……..

 

17 November 2016

Ich und mein Gewicht – ein wiederholter Anfang – Teil 1

Ich und mein Gewicht.

Etwas, was mich schon seit mittlerweile 10 Jahren beschäftigt.
Ja, vor 10 Jahren bin ich das erste mal zu den „Weight Watchers“ gegangen.
Da wog ich soviel wie heute wieder. Über 130 Kilo.

screenshot_1

Seit dem habe ich fast alles durch.

3x Weight Watchers, 3x Fitness Studio, 2x Almased, 1x Dreiecke zählen bei der Apothekenrundschau, 2x Leichter Leben in Deutschland, und vieles verschiedene mehr.

Alles hier im Blog nach zu lesen.

Den größten Erfolg hatte ich mit „LLID“.
Auf 95 Kilo bin ich damals gekommen.
Aber das auch nur durch 3x die Woche Kungfu und 2x die Woche Fitness Studio.

Das war weder auf dauer machbar für mich, noch lebenswert.

Almased war auch gut, aber ich esse einfach gerne.
Der Geschmack, das genießen und die Gemütlichkeit.
Das konnte der Shake nicht ersetzen.

Nun höre ich oft den Rat:

Keine Kohlenhydrate, nicht soviel Süßes, keine Cola, bewege dich mehr, Abends nichts mehr essen, ect.

Ich unterhalte mich mittlerweile nicht mehr gerne über das Thema, weil ich oft das Gefühl habe, dass die Leute einen eh nicht für ernst nehmen.

Mal im Ernst, bei mir gibt es ein Problem – aber ich liege bestimmt nicht jeden Abend vor dem TV mit Chips und Cola.

Das geht mir voll auf den Sack. Natürlich poste ich mal ein Foto von einem Burger.
Aber den Esse ich doch nicht jeden Tag.

Mein letzter Burger ist locker ein 3/4 Jahr her.
Die letzte Tiefkühlpizza als meine Frau vor 2 Monaten weg war.
Davor bestimmt schon einer Jahr.

Mein Frau kocht jeden Abend frisch für uns!

Seit einem halben Jahr trinke ich nur noch Wasser.
Zuckerhaltige Getränke ich schon seit 4 Jahren nicht mehr.
Cola light ist auch komplett weg.

Seit 3 Jahren esse ich diszipliniert nur noch meine drei Mahlzeiten am Tag.
Ich gehe hin und wieder zum Sport.

Und trotzdem nehme ich unaufhaltsam zu.

132 Kilo war mein zuletzt gewogenes Gewicht.

Das frustriert!

Anfang des Jahres war ich ja in dieser Adipositas Klinik. Dazu werde ich später noch was schreiben, aber das war für mich der größte Müll.

Und je älter ich werde, je schwieriger wird es für mich.
Aber so bleiben und es akzeptieren ist für mich völlig inakzeptabel.

Jeden Schritt auf der Treppe merke ich in den Knochen.
Ich will kein dicker Papa sein.

Wenn unsere kleine mal läuft, soll das nicht zu einem Problem für mich werden.
Ich will auch keine schlechtes Vorbild sein!

Geändert habe ich nun etwas, dazu später mehr.

Fortsetzung folgt ………