10 März 2017

Update Gewicht

Im Moment gibt es nicht viel zu schreiben.
Außer dass ich nach 10 Jahren, seit dem ich mich mit meiner Ernährung und meinem Gewicht auseinander setze, immer noch jede Menge dazu lerne.
Oder anders gesagt, alles gelernte vergessen kann 😉

Wobei doch, es ist viel zu schreiben, aber ich fasse es mal in einem Beitrag zusammen, weil ich euch nicht langweilen damit will.

Heute morgen wog ich 119,6 Kilo.
Damit ist die 120 endlich unterschritten.
Nächstes Ziel: Die 110 unterschreiten 😉

Mir fehlt es derzeit an nichts. Es ist zwar immer noch schwierig kleine Portionen zu essen, bzw. spätestens nach dem zweiten Teller Schluss  zu machen, aber jetzt verstehe ich auch besser warum. Seit ich mir vorher ausrechne was ich Esse, seit dem klappt es auch besser mit dem Umdenken.

Aktivitäten Überschätzen und Lebensmittel unterschätzen:

Eine bitterliche Erkenntnis ist die Überschätzung.
31.000 Schritte bin ich am Rosenmontag gegangen.

Davon 21.000 im schnellen Schritt oder laufen.
Die Strecke war fast so lang wie der Köln Marathon!

Früher hätte ich mir danach locker ne Pizza, Pizza Brötchen und Nachtisch gegönnt.
Aber wie ich jetzt lernen durfte, waren es „nur“ 1000 kcal.

Das ist nicht viel. Also mit Fastfood verglichen.
1000 kcal richtig eingesetzt sind viel,
oder nicht richtig eingesetzt eine Dose Pringels!

Jetzt weiß ich auch warum ich nach solchen Arbeitstagen oder sportlichen Tagen nicht abgenommen habe. Weil ich mit Überernährung dagegen gehalten habe.

Es wird mir eher geholfen dick zu bleiben, anstatt abzunehmen! 

Jetzt wird es auch was länger.

Ein Kapitel im Buch „Fettlogik überwinden“ fand ich sehr bemerkenswert.
Die Industrie, welche entweder mich schlank oder dick machen will.
Aber in dem Zusammenhang fiel mir noch was auf. Weil es voll auf mich zu traf.

Wie ich vor einigen Wochen schrieb, hat mir mein Arzt mitgeteilt dass ich am morgen zu hohen Zucker hatte. Wahrscheinlich Insulinresistenz (was ich mittlerweile als Unsinn raus stellte – dazu unten mehr), ab sofort abends keine Kohlenhydrate mehr. Der Arzt hat mich vor die Wahl gestellt.

Abnehmen oder Diabetes bekommen.

Ach, abends keine Kohlenhydrate? Das ist ja einfach.

*bling* da war ich schlank ……..

Was für ein Quatsch. Als ob es nur an einem fehlenden Tipp liegen würde …

Ich bin ich fett. Das fett sein bin ich selber Schuld.
Und wäre es einfach Schlank zu sein, wäre ich es schon.

Das ist oft ein schleichender Prozess, der umgedreht genau so lange braucht.

Nun einem dickem zu sagen, werde schlank – macht soviel Sinn wie einem Raucher zu sagen hör auf zu rauchen.

Etwas mehr Unterstützung wäre hier schon hilfreich.
Und da beginnt für mich das absurde.

Ich habe die Wahl:

Schlank und lange gesund sein, sowie unserem Gesundheitssystem mehr einbringen.
Dadurch ein hochwertigeres und längeres Leben führen.

Oder Fett bleiben Diabetiker werden – mit all seinen folgen.
Erhöhtes Risiko für Diabetes, gesteigertes Herzinfarktrisiko, Geleknprobleme, frühzeitige Tod.

Aber als dicker sehe ich dieses Risiko so wenig wie ein Raucher seine Lunge!
Man lässt mich aber mit meiner „Entscheidung“ alleine!
Ohne Nennenswerte Unterstützung.
Nun spreche ich nur für mich bzw. mit meiner Erfahrung durch Arzt Besuche.

Ich bin selber für mein Gewicht verantwortlich. Also muss ich da auch selber raus.
Aber ohne Unterstützung ist das echt schwierig.

Aber, wenn ich Diabetiker dadurch werde, dann gehe ich zum Arzt, bekomme Schulungen damit umzugehen, bekomme Lesegeräte und Streifen gestellt und erhalte jede ärztlich Unterstützung zu dem Thema. Wenn ich wegen meiner Fettleibigkeit einen Herzinfarkt bekomme, gehe ich in die Reha und erhalte weiterhin jede Untersützung.

Mein Knie. Die schmerzen kommen vom verdrehten Bein sagte der Ortohpäde. Ab sofort erhalte ich regelmäßig Schuheinlagen und Strumpf schienen. Irgendwann auch eine Op mit Reha. Mir zu sagen dass ich zu Dick bin, die Schmerzen bei weniger Gewicht weg gehen und mir dahin Hilfe anzubieten war irgendwie nie möglich!

Es wird einfach hingenommen dass ich Fett bin. Und man lindert gerne alle damit verbundenen Unannehmlichkeiten, anstatt mir zu helfen wieder schlank zu werden.

Die Krankenkassen bezahlen – wenn überhaupt – nur einen Bruchteil für einen 2 Wochen Fitnesskurs im Jahr. Oder den Ernährungskurs bei der Adipositas Klinik. Den hätte ich nur bezahlt bekommen, wenn die mich weiter behandelt hätten mit einem Magenband ..

Aber mich statt zu einer Diabetiker Schulung – zu einer Ernährungsberatung zu schicken – ist  unvorstellbar. Anstatt mich in Reha zu schicken – mir vielleicht als Starthilfe das Gegenstück zur Ernährung zu geben – ist nicht bezahlbar.

Anstatt Testgeräte und Messstreifen zu bezahlen, mir lieber Mittel zur Abnahme zu finanzieren ist nicht gedacht.

Ihr versteht worauf ich hinaus will?

Es wird alles getan um mich am Leben zu erhalten, egal wie stark ich dagegen halte.
Will ich aber etwas ändern, dann sieht es düster aus.

Aber so ist das eben. Also mache ich für mich alleine weiter und beiße mich da durch.,

Zu hoher Zucker am morgen, gleich Diabetiker? 

Das habe ich mir selber mittlerweile dank eines Hinweises meines Freunds & Kollegen wiederlegt. Er meinte, es kann auch sein dass ich in der Nacht leicht unterzuckere und die Leber gegensteuert und daher der Wert so hoch ist.

Mir viel ein, dass wir zuhause noch ein Zucker Messgerät mit Zubehör aus der Schwangerschaft meiner Frau hatten.

Also habe ich damit immer wieder gemessen. Alle zwei Stunden.

Resultat war, dass der Zuckerwert nach dem Essen runter gegangen ist.
Bis ich schlafen gegangen bin lag er bei rund 70~80 und am morgen danach bei 90~100.

Also keine Probleme. Vielleicht werde ich noch mal mit dem Arzt sprechen, vielleicht auch nicht. Mal schauen. Das Thema ist aber erstmal für mich beendet.

Eine Interessante Reise die ich derzeit mache, wenn auch noch ganz am Anfang.
Aber es funktioniert sich darauf einzulassen.


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Verfasst März 10, 2017 von Heiko in category "Privates

4 COMMENTS :

  1. By bla on

    Die Strecke war fast so lang wie der Köln Marathon!

    Ein Marathon beträgt 42,195 Kilometer. Du bist vermutlich ca. 19 km gegangen: 31.000 Schritte mal 60 cm durchschnittliche Schrittlänge. Der Durchschnitt ist mit 60 cm schon hoch angesetzt, weil du auch zahlreiche kleine Schritte gemacht haben dürftest.

    Antworten

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