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Und sonst so?

Ein verlängertes Pfingstwochenende ist rum. Eigentlich hatte ich mich auf etwas Erholung eingestimmt.
Zwar hatte ich mich darauf eingestellt zu Hause zu bleiben, weil das Wetter selbstverständlich als schlecht angekündigt wurde. Aber erst geht Freitag Nachmittag auf der Arbeit etwas schief, wofür wir nichts konnten (Schuld eines externen Dienstleisters), aber nun der Betrieb stillstand und ich dadurch an allen Tagen immer wieder zwischendrin arbeiten musste.

Dann landete meine Tochter im Kinderkrankenhaus, wo sie auch noch mit meiner Frau derzeit liegt.

Und ich mittendrin. Allein mit Sohnemann und der Mitverantwortung den Betrieb wieder ans Laufen zu bekommen. Das habe ich dann auch alles hinbekommen, aber so langsam bin ich erschöpft.

Kein Urlaub oder freien Tage ohne das was passiert. Immer wenn wir es versuchen, kommt etwas, das uns mehr Energie kostet als sonst.

Aber es gab auch schöne Seiten. Ich habe am Sonntag endlich wieder frische Kibbe bekommen (was auch schon wieder ein Jahr her war).


Auch konnte ich die exklusive Zeit mit meinem Sohn sehr genießen, der diese Zeit auch sehr genossen hat.
Einfach mal ohne Schwester, nur alleine zu Hause mit Papa.

Vor einem Jahr hätte ich es noch als „toll und Bemerkenswert“ gepostet, wie gut ich als Papa das alles geschafft habe. Alleine mit Kind und Haushalt. Aber dadurch, das dies mittlerweile bei uns Alltag ist, ist es fast keine Rede mehr Wert.

Auch wenn ich Hilfe angeboten bekommen habe, so nutze ich sie derzeit nicht und bin auch ein wenig stolz darauf, nicht bei dem kleinsten Ausfall meiner Frau gleich externe Hilfe anfordern zu müssen.

Vielleicht auch ein wenig ehrgeizig/stolz, das selbst machen zu wollen.
Und auch ein Stück Trotzigkeit. Jetzt, wo ich es lernen musste, will ich auch keine Hilfe mehr.

Kinder versorgen, Haushalt schmeißen und meiner Arbeit nachgehen, das ist fast „normal“ für mich geworden. Seit meine Frau wieder arbeiten geht, teilen wir uns das komplett. Und wenn dann mal einer ausfällt, dann schafft der andere das auch, ohne die Abgabe der Kinder.

Es war aber ein langer und harter Lernprozess für mich. Meine Frau brauchte da viel Geduld mit mir 😉 Vielleicht auch, weil wir manchmal einfach keine andere Wahl hatten.
Dennoch bin ich froh, wenn dann irgendwann mal wieder Normalität eintritt und wir auch etwas Zeit für uns haben.

Ich war seit rund 6 Wochen nicht am privat an meinem PC. Keinmal mehr gezockt oder Ähnliches. Nur Arbeit und Familie. Jede freie Minute bin ich bei meiner Frau und den Kindern. Sie im Alltag unterstützen, wo ich kann.

Dies ist auch der Pandemie verschuldet. Wo sollen wir auch hin, wenn wir einen Babysitter buchen würden?
Lockdown und Ausgangssperre machen es einem nicht einfach. Zwar nutze ich viel Zeit um mit den Kindern herauszugehen, aber die Unwetter der letzten Wochen machen es einem nicht leichter.

Und so fällt uns auch einfach irgendwann mal die Decke auf den Kopf.

Aber der „Stress“ ist weniger geworden. Ich bin entspannter. Auch, wenn ich mein eigenes privates Leben komplett zurückgestellt habe.

Um das zu schaffen, habe ich jetzt wirklich allem an Hilfe abgesagt. Und sei es nur der Nachbar, der ein Handyproblem hat. Ich helfe keinem mehr, verweise auf das Internet oder Dienstleister. Ich habe nicht mehr die Kraft und Zeit dafür.

Der verbliebene „Stress“ spiegelt sich leider auch komplett in meiner Ernährung wider. Dessen bin ich mir bewusst. Wo andere zu Alkohol und Drogen greifen, greife ich zu Schokolade. Das sehe ich, kann und will es derzeit nicht verhindern. Obwohl ich es muss.
Am Ball bleiben und weiter machen. Dazu fehlt es mir an Kraft und Willensstärke. Die lenke ich derzeit auf meine Familie.

Ein wenig rede ich es mir schön damit, das es zum Sommer wieder besser wird. Weniger Lockdown, mehr Freiheit und Kraft für mich.

Mal sehen, wo ich in 6 Monaten bin. So, jetzt gehe ich schlafen – eine anstrengende Woche steht mir bevor.

Kurzer Besuch am Flughafen

Nach unserem Ausflug in Leidenhausen ging es noch kurz zum Flughafen Köln Bonn.

Die Besuchertrasse ist kostenlos und für die Kinder eine Möglichkeit den Flugbetrieb nah zu sehen.

Das es ruhiger ist, war mir klar. Aber so leer habe ich den Flughafen noch nie erlebt.

Leider bekamen wir keine Landung oder Start zu sehen. Aber auch das wird sich wohl (leider) in absehbarer Zeit ändern.

Papatag 2021

Heute ist Vatertag. Mit meiner Tochter der fünfte mit meinem Sohn der dritte.

Das letzte Jahr hat sich sehr viel getan. Ein aktiver Vater zu sein, fordert schon ganz viel Mut, Eingeständnis und Anwesenheit. Verzicht und Umdenken.

Es war ein langer und schwieriger weg, weg von der vielen nebenbei Arbeit und dem Hobby was ich beherrsche, zu meinen Kindern mit völlig anderen Bedürfnissen, die für mich komplett neu waren. Die mich überforderten.

Nun geht meine Frau seit einem Jahr auch wieder arbeiten und es wäre asozial die komplette Kinderbetreuung und Haushalt auf sie abzuwälzen.

Und die Kinder brauchen mehr als nur einen anwesenden Vater. Sie brauchen einen aktiven Vater.

Und ich bin stolz mich da mittlerweile hin entwickelt zu haben. Ich glaube ich bin das, was ich früher immer ausgelacht habe. Ein Öko Papa 🙂

Auch durch die Hilfe des Kölner Väter Vereins, mit dem ich mich jede Woche online treffe, Tipps und Ratschläge erhalte.

Aber, ich zelebriere das mittlerweile und gehe darin voll auf.

Während ich diese Zeilen auf meinem Handy schreibe, geniesse ich tatsächlich einfach mal eine Stunde Auszeit und sitze auf einem öffentlichen Platz und trinke eine Dose Cola.

Diese Auszeit hatte ich die letzten Wochen nicht. Das letzte Mal am Computer gespielt habe ich vor einem Monat. Natürlich fehlt mir das, genauso wie die Freizeit. Aber wir haben nun eben mal Kinder und wie ich vor einem Jahr schon sagte, muss ich das Beste daraus machen.

Morgen habe ich frei und einen Brückentag. Normalerweise könnte ich einfach die Ruhe zu Hause genießen und mich zurücklehnen.

Stattdessen werde ich beide Kinder aus dem Kindergarten raus lassen und mit Ihnen einen schönen Tagesausflug machen.

Alleine, weil meine Frau arbeiten muss. Auch das ist Routine, ich bin viel mit den Kindern alleine unterwegs. Einfach um meiner Frau auch mal eine Auszeit zu gönnen.

Und am Ende des Tages werden die Kinder ganz viel erzählen, was sie alles so erlebt haben. Diese fröhlichen und dankbaren Augen sind dann der Dank und der Verzicht Wert auf die eigene Zeit.

Auch haben wir uns so langsam damit abgefunden und arrangiert, dass wir nur uns selbst haben und so gut wie keine Unterstützung auswärts. Keine Paten oder Familie wo wir die Kinder mal für ein paar Stunden abgeben können. Für die Entwicklung finde ich es zwar schade, weil sie dann außerhalb von uns keine weitere Vertrauensperson haben, aber für die eigene Bindung mit den Kindern ist das auch nicht verkehrt.

Wenn dieser ganze Corona mist mal vorbei ist, hoffe ich dass es mit dem Patenprojekt weiter geht. Aber auch werden die Kinder mit steigendem Alter selbständiger, sind einfach mal bei Freunden zu Besuch oder Unternehmen etwas. Dadurch entwickeln sich auch für uns Zeitfenster in dem wir Zeit für uns haben.

Sollten meine Kinder diesen Blogbeitrag in 10-15 Jahren einmal lesen:“Ich liebe euch, und stolz euer Papa zu sein.“

So, jetzt geht’s wieder zurück nach Hause. Kinder bespaßen 😉

Die kleinen Dinge

Heute habe ich mit den Kindern Popcorn gemacht.
So einfach und so „unbedeutend“.

Aber für die Kinder war das ein aufregendes Ereignis, weil noch nie gemacht.

Wie so Kleinigkeiten den Tag besonders werden lassen können.

Ein toller Papa werden. Vater Entwicklung und Bindung

Heute wird was länger und privater. Aber das Thema halte ich für mich hier fest.  
Und vielleicht auch, um andere damit zu erreichen, die es genau so betrifft.

Der Überforderung als moderner aktiver Vater und Elternteil. 
Und wie man daraus eine tolle Vaterschaft machen kann, bzw. wie ich meinen Weg gefunden habe. 

Heute ein liebevoller, aktiver und moderner Vater zu sein ist nicht einfach.
Man(n) steht vor modernen Problemen und alten Praktiken und vielen Vorurteilen. 
Etwas, was mich viel Kraft und Gesundheit gekostet hat.

Ich wollte nie wirklich Vater sein, Kinder bekommen. 
Aber ich nahm dieses Abenteuer auf mich auf und wollte mit aller Macht ein guter Papa zu sein. 
So sehr ich mich aber jeden Tag bemühte, je mehr scheiterte ich. 

Ich bin noch „erzogen“ worden, wenn auch sehr locker.
Bei meiner Mutter hatte ich viele Freiheiten, bin ohne Vater groß geworden.

Gehorsam war aber wichtig, sonst gab es Bestrafung.
Keine Schläge, soweit war meine Mutter auch schon, aber man kannte einfach keine andere Erziehung.

„Ein paar hinter die Ohren hat noch niemanden geschadet“ ist ein Satz, mit dem ich groß geworden bin. 
Regeln, Gehorsam, Belohnung und Bestrafung/Konsequenzen.  

Was anderes habe ich auch nie in meinem Umfeld gelernt und so habe ich es versucht an meine Kinder weiterzugeben. 
Allerdings ohne „Gewalt“. Das war für mich von Anfang an klar, selbst der „Klaps“ auf dem Po war tabu. 
Und so manifestierte sich bei mir auch die Meinung, eine Antiautoritäre Erziehung bring Arschlochkinder hervor, die nicht hören und nur Mist machen.
Ich lachte über die Stille Treppe. Was ich teils immer noch mache 😉

Aber irgendwie wollten da meine Kinder nicht mitmachen.
Sie „hörten“ nicht. Machten, was sie „wollten“. Von kleinen bis mittleren Mist. 
Jeden Tag ewige Diskussionen. Egal ob beim Zähneputzen, Aufräumen, gehorchen, Anziehen, umziehen, etc. 

Alles war ein riesiger Aufwand. Kostete viel Diskussionen und Nerven. 
Aus bitten wurden Befehle. Auf nicht gehörte Aufforderungen wurden Bestrafungen. 

Wurde nicht aufgeräumt, gab es keine Folge Peppa Wutz. 
Kein Zähneputzen, keine Geschichte. 

Es entwickelte sich dadurch über die letzten zwei Jahre bei mir eine völlige Überforderung.
Das Vater und Ehemann „da sein“ überforderte mich. Ich stand kurz davor das Handtuch zu schmeißen.
Jeder Streit, jeder Ausflug, einfach alles mit den Kindern überforderte mich.

Ich sagte links, sie gingen rechts. Alles brachte das Fass zum Überlaufen. 

Auch unsere Ehe litt sehr unter der Situation.
Mit den Kindern konnte ich mich nur noch brüllend unterhalten.

Ich arbeitete lieber 14 Stunden am Stück, als nach Hause zu kommen.
Aber ich wollte meine Frau nicht alleine mit allem lassen und war dennoch jeden Tag zu Hause.

Eine Spirale, die mich auch viel Gesundheit gekostet hat.
Ich bekam Bluthochdruck, musste Medikamente nehmen und erlitt nervliche Zusammenbrüche.

Ich war in einer Spirale aus der ich nicht mehr rauskam.
Auf Wochenenden, Urlaub und Feierabende konnte ich mich nicht mehr freuen.
Ich wollte nicht zu Hause sein, wollte aber auch nicht meine Frau damit alleine lassen.

Wir haben keine Paten oder Großeltern, wo wir sie regelmäßig parken können.
Da muss man als Vater seinen Mann stehen! Aber je ich mich einbrachte, je mehr sorgte es für eine schlechte Stimmung.
Wenn ich mit Freunden, Familie oder bekannten mich unterhielt, hörte ich oft nur: 

Jetzt stell dich nicht so an. Da muss man nun eben durch! So wie die Generationen vor dir auch!

Dass dieser Hinweis aber in keinster Weise das Problem löst, musste ich lernen.
Sich einzugestehen und auch da zuzustehen, dass eben nicht alles rosig ist – ist ein Lernprozess.

Auch, dass die ganzen anderen Familien auf die geschaut habe, die diese Probleme nicht haben, sie wohl doch haben. 
Sie nur anders verarbeiten. Die Väter ziehen sich zurück. Hinter Freunden, Sport, Alkohol, Handys, etc. 
Die Kinder werden viel vor dem Tablet oder TV geparkt oder man redet sich die Heile-Welt schön, überlässt vieles der Partnerin / dem Partner. 

Und heute weiß ich, dass es viele betrifft, die aber nicht gerne offen darüber sprechen. 
Sich zurück ziehen und es ihrem Partner überlassen. 

Andere Väter vor uns haben es ja auch geschafft!

Ja, Väter zu meiner Jugendzeit haben auch in der Kneipe den Abend verbracht.
Haben betrunken die Frau durch die Wohnung geprügelt und ihre Kinder oft nur am Wochenende gesehen. 

Aber wir Väter haben uns tatsächlich weiterentwickelt und mir ist die Bindung zu meinen Kindern wichtig.
Ich rede von echter Bindung. Eine, in der die Kinder sich auch von mir trösten lassen wollen. 
In der sie auch vertrauen zu mir haben. Mich gleichauf mit der Mama sehen. Und nicht nur als „Papa“. 
Eine, in der ich auch mehrere Tage ohne die Mama auskomme.

In der ich nicht nur anwesend bin, sondern aktiv dabei!

Zwar war ich auch mit meinen Kindern viel unterwegs, bin sogar alleine mit Ihnen in den Urlaub gefahren, aber es war einfach die Hölle. 

Oft „hörten“ sie nicht auf mich, machten „Blödsinn“ und „lernten einfach nicht dazu“. 
Egal was ich versuchte, am Ende und die Abende endeten nur noch mit viel schimpfen. 

Das war nicht schön, weder für mich noch für die Kinder. Aber ich wusste nicht warum. 

Letztes Jahr bin ich in einem Elterncafé in Ehrenfeld von einem Vater namens Jürgen angesprochen worden.
Es gäbe eine Vätergruppe in Köln. Väter die gemeinsam etwas mit Ihren Kindern unternehmen und sich austauschen.
Ob ich nicht auch daran Interesse hätte.

Er gab mir einen Flyer mit. Ich hatte mich in den Newsletter eingetragen und hier und da mal ein Väter-Café besucht.
Aber der Kontakt riss durch Corona ab, die Cafés wurden geschlossen.

Auch traute ich mich vor Ort nie offen über die Probleme zu sprechen. Über die Überforderung.
Ich dachte, ich wäre alleine damit, andere hätten dieses Problem nicht – schämte mich auch ein wenig.
Wusste nicht wie man dann mit mir umgeht. 

In der WhatsApp Gruppe war ich nicht, weil ich eine komische Sichtweise dazu hatte.
Ich konnte mich nicht mit Öko Papas und Helikoptervätern identifizieren.
Die hätten auch für meine Sicht kein Verständnis gehabt, in ihrer heilen Papa-Welt – so dachte ich zumindest.

Es war dieses Jahres im September, da stehe ich abends vor dem Gemeinschaftsraum unter meiner Wohnung und sehe den Vater Jürgen wieder, welcher mich seinerzeit im Café angesprochen hatte. Wie sich ausstellte, der Leiter der Kölner Väter e.V.

Ich sprach ihn an, wir kamen ins Gespräch und tauschten unsere Rufnummern aus.

Ich wurde in die Väter WhatsApp Gruppe aufgenommen.

An den Gesprächen nahm ich nicht teil, aber ich klinkte mich in die wöchentlich stattfindenden Online treffen ein.
Ein Väter Online Cafe, jeden Donnerstag Abend. 
Da bekam ich das erste mal mit, nicht alleine mit meiner Situation zu sein.

Dort waren auch andere Väter, mit gleichen Problemen. Und man hatte nicht nur Verständnis.
Man unterhielt sich über die Ursachen und man gab sich untereinander Tipps.
Es wurde respektvoll miteinander umgegangen. 

Der Initiator der Onlinetreffen (Jürgen) brachte auch immer einen Experten für ein Thema mit.
Egal ob Bindung zum Kind, Paartherapeut oder auch einfach nur einen Pädagogen.

Aber es waren keine Onlinevorträge, sondern jeder kam zu Wort und es wurde respektvoll miteinander gesprochen.
Tipps statt Vorwürfe.

Wie eine Art Treffen der „Anonymen Väter“ 🙂
Jede Woche. 

Seitdem habe ich in meiner eigenen Entwicklung als Vater, einen solchen positiven Sprung gemacht.
In den letzten 3~4 Monaten habe ich so viel dazu gelernt. 
Aus Hass und Überforderung gegenüber meinen Kindern und der Familie wurden Verständnis und Freude.
Dadurch nahm ich auch an den hier verbloggten Online Basteln und Backkursen statt.

Ich hätte mit der Hilfe, die ich dort angeboten und angenommen habe, die Quarantänezeit nicht überstanden.
Weder als Vater noch in der Ehe. 

Hätte ich diese Hilfe doch viel früher angenommen, so wäre vieles erspart geblieben. 
Und so hatten wir tatsächlich eine sehr angenehme Quarantäne.
12 Tage in der Wohnung eingesperrt und so gut wie keine Reiberei. 
Im Gegenteil, die Bindung zu uns ist noch mal immens gewachsen. 

Es war anstrengend und das muss ich noch mal haben, aber vor meiner Entwicklung wäre das nicht gut gegangen. 

Heute habe ich viel mehr Verständnis und verstehe, warum vieles so ist. 

Ein 2.5 Jahre altes Kind räumt nicht ungern auf. Es weiß gar nicht was „aufräumen“ ist. 
Es sieht darin keinen Sinn und Grund. Es will lieber Spielen.
Warum wegräumen, wenn doch später sowieso weiter gespielt wird. 
Da hilft es dem Kind verständlich zu machen, das wir dies jetzt wieder Reinräumen, weil der Staubsauger das sonst einsaugt. 
Oder Mama und Papa sich wehtun, wenn sie darauf treten. Wer ist schneller mit aufräumen, ich oder du? 
Und Zack ist aufgeräumt. Mit viel Freunde und Spaß. Ohne Stress. 

Viel Reden, Verständnis haben und verständlich machen. Erklären, warum jetzt etwas so ein muss. 
Nicht schimpfen, nicht druck machen. Erklären, Gefühle verbalisieren. 
Dinge akzeptieren. Sie machen es nicht mit Absicht, sie wissen es nur nicht anders. 
Nicht bestrafen, erklären und Konsequenzen aufzeigen. 

Mein Sohnemann wollte nicht die Zähne putzen. Nicht drohen, nicht bestrafen. Kein Druck aufbauen. 
Ich habe ihm einen Zahn von mir gezeigt und erklärt, dass der kaputtgegangen ist, weil Papa nicht richtig geputzt hat. 
Und schon putzt er mit uns die Zähne.

Egal ob abendliches umziehen oder tägliches Spiel. 
Vieles geht so viel einfach und schöner. 

Ich musste nur meine Sichtweise ändern.
Mich selber reflektieren und erkennen es an manchen stellen einfach falsch gemacht zu haben.
Über mein Ego und meinen Schatten springen. 
Hilfe und Ratschläge annehmen, egal wie meine Sichtweise dazu ist. 

Das schönste daraus durfte ich die Tage erleben.

Meine Tochter schrie meinen Sohn oft an.
Anstatt mit ihm beim Spielen zu reden, schrie sie ihn bei der kleinsten Unstimmigkeit an.
Und das wurde zu einem echten Problem. Sie haben oft mehr miteinander geschrien, anstatt miteinander zu spielen. 

Dass es aber nur ein Spiegelbild meiner selbst war, das war mir nie bewusst.
Jetzt, wo ich ruhig und verständnisvoll mit meinen Kindern rede und wir viel besser miteinander klarkommen, da klappt es auch bei den beiden. 

Letzte Woche beobachtete ich eine solche Situation.
Anstatt aus dem Nichts ihn sofort anzuschreien, sprach sie ganz ruhig mit ihm.
Erklärte ihm warum er das jetzt nicht machen sollte und bat ihn darum damit aufzuhören. 

Da wurde mir meine Spiegelbildfunktion noch mal bewusst und es war einfach toll mit anzusehen, wie weit diese Veränderung Früchte getragen hat. 

Lieber Jürgen, wenn du diese Zeilen liest, dann möchte ich mich hierfür bei dir bedanken. 
Für deinen unermüdlichen Einsatz, jeden Tag aufs neue Väter anzusprechen und in die Gruppe zu bringen. 
Dafür, dass du dir jede Woche die Zeit nimmst und alle Väter zusammen trommelst für das Online Väter Treffen.
Du nicht Müde wirst, jede Woche auch noch Experten ran holst.
Du immer ein offenes Ohr für betroffene Väter hast, Hilfe anbietest oder organisierst. 
Du tolle Veranstaltungen organisierst und selbst zur Pandemie und Lockdownzeit nicht aufhörst.
Stets Leben in die WhatsApp Gruppe bringst. 

Ohne deinen Eifer, die tolle Gruppe und deine Hilfe wäre ich als Vater sang- und klanglos untergegangen. 
Danke 😉

Ich bin noch lange nicht „fertig“ und muss noch viel lernen. Es kommen auch mit steigendem Alter neue „Probleme“ auf mich zu.
Aber ich bin froh diese Hilfe zu haben und schaue nicht mehr mit so viel Sorge in die Zukunft, da es diese tolle Unterstützung gibt.

Ich bin mittlerweile richtig stolz, ein solch toller Papa zu sein 🙂

Waffeln backen mit den Kindern

Jeder zweiter Montag ist bei uns zum Papatag geworden. Meine Frau muss dann länger arbeiten und ich hole die Kinder ab.

Gestern habe ich spontan mit Ihnen Waffeln gebacken.

Mir wichtig, wie ich es von meiner Frau gelernt habe, die Kinder mitmachen lassen. Komplett involvieren.

Das macht richtig Spass. Den Kindern und dem Papa 😉

Winterlebkuchenzug

Sohnemann hat Sonntag abend Fieber bekommen und so blieb ich heute mit beiden Zuhause.

Der Kindergarten machte eh um 12 Uhr zu. Da lohnte sich kein hinbringen mehr.

Also war Papatime angesagt.

So haben wir dann am Vormittag einen Lebkuchen Winterzug zusammen gemacht, welchen es derzeit bei Aldi im Angebot gibt.

Mit Kindern das zusammen zu machen hat seinen Touch und er ist uns sehr gut gelungen.

Und sonst so?

Die Woche ist nicht viel passiert. Eigentlich gar nichts.

Mein bester Freund hatte Urlaub von Frau und Kind und so habe ich nach Feierabend mit ihm jeden Abend Call of Duty gespielt.

Eigentlich war ich nie ein Freund von dem Spiel. Aber für was Zeit intensiveres habe ich keine Zeit mehr, seit ich Kinder habe. Mal ne Runde ballern, da braucht es keine Stundenlange vorbeireitung 🙂

Die Kinder haben neue Schuhe bekommen.
Alter Schwede, dafür kann mein ein Geld lassen ….

Heute war ich wieder beim Vätertreff, welche diverse soziale Einrichtungen in Köln organisieren. Wir sind dann zusammen zum Spielplatz für zwei stunden gegangen.

Den Rest des Tages habe ich „gearbeitet“.
Einer Freundin mit Ihrer Webseite geholfen und meine Webseite mal überarbeitet.
Ich habe einen „Link Checker“ laufen lassen.
Sprich, jeder Link, der bei mir auf der Seite sich befindet, wurde auf Gültigkeit überprüft.

Nach 15 Jahren kommt da was zusammen. Rund 20.000 URLs hat das Modul geprüft und ca. 2000 tote Links gefunden. Da war ich was beschäftigt.

Meine Tochter war heute wieder beim Kinder Kungfu und geht darin mittlerweile richtig auf.
Es war die richtige Entscheidung sie dort anzumelden. Das habe ich auch schon im Urlaub festgestellt.

Wie immer, unter spielenden Kindern, gibt es immer ein Arschloch Kind. Und das sucht sich immer vermeintlich schwächere. Meine Tochter hat sich zur Wehr gesetzt und da war ich stolz drauf.

Reparieren mit Papa

Die Halterung vom Staubsauger hat sich gelöst und musste neu angebracht werden.

Meine Sohnemann ist jetzt im Alter, wo er mit seinem Werkzeugkoffer mit reparieren möchte.

Seit unserem Urlaub weicht er auch kaum noch von meiner Seite.

Und so haben wir dann zusammen dass ganze wieder angebracht.

Allein mit den Kindern in Urlaub.

Da war ich von Montag an, bis Freitag mit meiner 4-jährigen Tochter und 2-jährigem Sohn allein im Urlaub in den Niederlanden. Ohne meine Frau, ohne Freunde oder andere Unterstützung. Komplett allein 🙂 Nicht für ein paar Stunden. Sondern Tage.

Eine Woche Niederlande. Im Roompot in Zeeland. Ganz am Rande der Niederlande und kein Risikogebiet.

Ich bin stolz auf mich, das gemeistert zu haben. Aber auch auf meine Frau, die es mir zugetraut hat 🙂

Auch hat meine Frau das Recht, mal Zeit ohne die Kinder zu verbringen und die Ruhe zu genießen.

Montags hat die Fahrt ewig gedauert, weil unterwegs ein Unfall die Autobahn zugemacht hat.

Aber Dank Spotify hatte ich genug Hörspiele an Board.

Es regnete die ganze Zeit und angekommen stellte ich fest, dass ich die schlechteste Bude im Park bekommen hatte. Meine Laune war dahin. Ich war genervt und in meinem Kopf stellte ich mich die Woche voller Regen in der kleinen Hütte vor. Kein Backofen, kein Toaster, kaum Platz. Und Regen Regen Regen …..

Aber meinen kleinen ist so was nicht wichtig. Egal ob Regen oder kleine Hütte.

Für sie war „Urlaub“ mit Papa. Den Hasen Koos besuchen, schwimmen, basteln und was erleben. Also riss ich mich zusammen und machte das beste draus.

Besonders auf den Hasen Koos hatte sich meine Tochter gefreut.

Bis Mittwochabend schien öfter die Sonne und so waren wir schwimmen, am Strand Muscheln sammeln, im Kids Mini Club, basteln und Kekse backen.

Es waren nicht viele Gäste da, wodurch wir quasi einen Privatstrand hatten.

Auch beim Hasen Koos hatten sie fast immer eine Privataudienz 🙂

Es waren größtenteils nur Rentner da und die mieden das ganze.

Für die Kinder waren es schön Tage, wir haben viel erlebt und wir hatten Zeit für uns.
Ich hätte zwar noch bis Sonntag Abend dort bleiben können, aber ich bin dennoch Donnerstag Nacht abgereist.

Zum einen regnete es immer mehr, zu Hause kann ich mit Ihnen deutlich mehr machen.

Zum anderen brauchte ich eine Pause vom Urlaub. So schön die Zeit auch mit Ihnen ist, so anstrengend ist sie für mich. Ich bin nun mal nicht der Überpapa und für mich ist dies leider größten Teiles Arbeit. Ich gehe eben nicht darin auf oder erfreue mich über die „Beschäftigung“.

Aber dafür können meine Lütten nichts und so hatten Sie einen wundervollen Urlaub mit ihrem Papa 🙂

Papa Wochenende

Wir waren zu einer Hochzeit seitens der Familie meiner Frau eingeladen. Gerne wären wir als Familie dahin, vor allem weil ich den Teil der Familie sehr gerne mag, aber die Hochzeit fand in Frankreich statt. Samstag morgens hin, feiern und Sonntag zurück, das wollten wir Lea Christin und Ben nicht antun. Zumal sie noch kränkelten.

So ist nur meine Frau dahin und ich bin mit den Kindern alleine zu Hause geblieben.

Wir haben viel unternommen.
Frühstück im Elterncafe, Spaziergänge, Erlebnisbauernhof und viel zusammen gespielt.

Tja, und so wächst man in die Rolle jeden Tag ein Stück mehr rein 😉
Es war echt schön alleine mit den beiden Zeit zu verbringen, aber genauso froh war ich auch als meine Frau Sonntagabend wieder zuhause war 😉

Café Lukha und Herr Landsmann – Eltern Café in Köln

Ich hatte diese Woche Urlaub und mal wieder die Zeit genutzt mich in ein Elterncafe zu begeben.

Meine Frau hatte einen Termin. Nach dem ich Lea Christin in die Kita gebracht hatte, wollte ich mit Ben was Indoor spielen gehen.

Mein Stammcafé, das Fräulein Frieda, ist mir mit Ben einfach zu klein. Im Gegensatz zu Lea Christin braucht er viel mehr Fläche, in der er sich austoben kann.

Ganz zu Anfang war ich auch schon mal mit Lea Christin in einem Elterncafe in Köln Ehrenfeld, was mir nicht zugesagt hatte.

Dort hat mittlerweile die Besitzerin gewechselt und ich war positiv überrascht.

Es nennt sich nun „Café Lukha und Herr Landmann“.

Viel Spielzeug, gemütliche Sitzbereiche und leckeres Frühstück.

Hier werde ich sicherlich öfter rein schauen, zu mal sie auch bis 19 Uhr geöffnet haben.

Mamas freier Tag

Einen Tag nach dem Wandern, am Sonntag letzte Woche, hatte meiner Frau Ihren freien Tag verdient.

Und so bin ich mit einem Freund – dessen Frau auch so einen freien Tag verdient hatte – ins Hoplop Puhlheim gefahren.

Um 10 Uhr macht das Ding auf, ich war um 10.15 Uhr da.
Und da stand ich schon bis nach draußen in der Schlange.
Den vorletzten Parkplatz hatte ich ergattert.

Wahnsinn! Einmal drin, kam es uns aber dann nicht mehr so voll vor.
Das lag auch daran, dass sie irgendwann keinen mehr rein lassen, was ich super finde.

Und die Kinder hatten ihren Spaß.

Leider war meine Tochter noch was von der restlichen Erkältung angeschlagen.
Daher waren wir nur bis zum Mittag dort, sind dann noch gemeinsam was Essen gegangen

und dann am Nachmittag nach Hause.
War sehr schön und werden wir sicherlich bald wiederholen.

 

Papas freier Tag

Es war mal Zeit, nach dem vielen Stress die letzten Wochen, auch für mich als Papa mal auszeit zu nehmen.
Und so hatte ich mich vor einer Woche – an einem Samstag – mit einem Freund, zum Wandern verabredet.

Wir sind dann Samstag früh auf zum Siebengebirge.

Zum Drachenfels (von einem gut gelegen Parkplatz) ging es bei schönen Wetter rauf.
Wir hatten echt Glück. Um das Gebirge hat es gestürmt und geregnet. Nur bei uns nicht.

Kein Stadtlärm, fast keine Menschen. Dafür viel Wald, Vögel Gezwitscher und frische Luft.

Hier ein paar Stunden ging es durch den Wald rauf zum Drachenfels.

Auf dem Drachenfels hatten wir eine wundervolle Aussicht.
Man konnte sogar bis nach Köln sehen.


War sehr schön und schreit nach Wiederholung. 

Hier ein paar Bilder.

Kleine kurze süsse Aachen Tour

Heute war ich endlich noch Mal in Aachen. Meine Süßigkeiten Tour vollziehen.

Erst bei Lindt,

dann bei Bahlsen und zum Schluss bei Lambertz.

Zusammen mit meiner Tochter war ich alleine unterwegs. Meine Frau und Sohn haben es sich gemütlich Zuhause gemacht.

Nächstes Jahr werde ich auch wieder die letzte Woche in meinem Urlaub dafür nutzen. So leer habe ich es in noch keinen der drei Geschäfte gesehen.

Es war deutlich entspannter als all die Jahre davor.

Diese Woche hatte sie soviel Zucker bekommen wie das ganze Jahr über nicht.

Da bin ich froh wenn die Tage vorbei sind, wo sie an jeder Kasse was süßes bekommt 😉