Schlagwort: Karneval

Jedes Jahr, nach dem ich den Sicherheitsdienst Marathon hinter mir habe, sage ich, dass es das letzte Mal war.

Und dann vergeht ein Jahr und ich vergesse es wieder und melde mich freiwillig 😉

Aber ich glaube, dieses Jahr war es wirklich das letzte mal.
Ich werde nicht jünger, obwohl ich es dieses Jahr deutlich besser weggesteckt habe als sonst.

Kontra:

Weiberfastnacht gab es am Altermarkt vier Einlässe, an vier verschiedenen Stellen.
Jeder Einlass ist mit 4 Personen besetzt und noch etliche weitere für die Notausgänge.

Die galt es für mich zu kontrollieren und abzulaufen. Schauen, ob alles okay ist, ob alle Positionen besetzt sind und Ansprechpartner bei Fragen sowie Problemen sein. Dieses mal musste ich viel laufen.

Für einen kleinen Menschen, mit knapp 130 Kilo Lebensgewicht, der untrainiert am Tag nicht mehr als 10.000 Schritte schafft, war das ein Marathon 😉 Normalerweise sitze ich 10 Stunden am Tag am PC. Dafür habe ich echt tapfer durchgehalten.

Zum Glück hatte ich mir im November diese Stiefel als Megaschnäppchen (47 Euro) gekauft.
Die haben mich echt gut getragen. Erschöpfte Füße, ja – aber keine Schmerzen.

Dann hatte ich noch diverse Partys und Sitzungen, bei denen ich die ganze Zeit auf den Beinen war.

Rosenmontag war ich mit einem Team an einer Tribüne und habe den Einlass gemacht. Aufgrund des schlechten Wetters haben sich viele Wagenengel einfach nicht blicken lassen und somit wurde ich gegen Mittag zum Zug abberufen, um dort als Wagenengel mitzugehen.

8 km im Schnellschritt. Aber nicht nur neben dem Zug.

Ich musste schauen, das alle an ihrem Wagenrädern sind und bleiben, keiner an die Pferde geht und aufpassen das sonst nichts passiert. Rauf und runter rennen. Ständiger Stress und Adrenalin Ausstoß.

Was war das noch schön, als ich noch keine „Verantwortung“ hatte und selbst einfach neben dem Rad gelaufen bin. Nun habe ich einen Zugabschnitt zu kontrollieren, das geht nicht nur auf die Knochen, sondern an die Substanz.

Das merkt man dann, wenn der Zug vorbei ist, man mit dem Fahrrad noch 30 Minuten nach Hause fährt und dann „ankommt“.

Es ist ja dann nicht so, das ich Dienstag dann ausschlafen kann und auf der Couch meine Wunden lecke.
Nach dem Rosenmontagszug bin ich nach Hause, habe geduscht, schlafen gelegt und bin um 4 Uhr aufgestanden und zur regulären Arbeit.

Dort habe ich dann im Akkord Pakete gepackt, der Karnevalsdienstag ist immer Großkampftag.

Während viele nach dem Zug sich erst mal ausruhen müssen, wurde ich gleich wieder sofort ins „normale“ Leben zurückgeworfen. Ohne große Pause.

Dann wieder nach Hause. Familie, Termine, Schlafen, Arbeiten, Familie, Termine, Schlafen, …….

Ich fahre eh schon auf fast 100 % und solche Tage dazwischen stecke ich eben nicht mehr so einfach weg.
Bis Donnerstag habe ich dann gebraucht um keinen Muskelkater mehr in den Beinen zu haben. Die Füße sind auch nicht mehr erschöpft, aber es war schon für mich Adipösen Menschen sehr anstrengend.

Und das glaube ich jetzt, bin ich nicht mehr bereit so mitzumachen. Ich werde in Zukunft weiterhin keinen Karneval feiern, aber die Zeit vielleicht eher mal zum Ausruhen nutzen. Lebenszeit genießen statt zu arbeiten.

Pro:

So blöd das klingt, ich „brauche“ das eigentlich nicht zu machen. Ich habe einen Hauptjob, bei dem ich genug zum Leben verdiene. Ich könnte durch meine IT Fähigkeiten als Nebentätigkeit mit weniger aufwand mehr verdienen.

Aber was mich immer wieder in diesen Job zurückzieht, ist die Art des Jobs. Man kommt unter Menschen. Viele Menschen, redet viel, lacht viel und man hat auch hier und da was Action.

Über die Jahre hat sich ein festes Team gebildet mit dem man gerne zusammen Arbeitet. Man steht hinter jedem und hilft sich ohne mit der Wimper zu zucken.

Ich komme aus meinem Alltag mal raus, in eine komplett andere Welt. Keine reguläre Arbeit, keine Familie. Komplett ausgeblendet.

Man sieht Dinge, wo man sonst nicht hinkommt oder man viel zahlen müsste.

Und wer meinen Blog schon was länger liest, weiß das ich in der Vergangenheit Probleme mit der Öffentlichkeit hatte. Mit anderen Menschen. Weil ich zu oft überfallen und zusammengeschlagen worden bin.

Kurzfassung: Ich habe dann Selbstverteidigung angefangen zu lernen. Erst Kung-Fu, dann Krav Maga und wieder Kung-Fu. Währenddessen bin ich in den Sicherheitsdienst.

Das ist für mich jedes Jahr wie eine Impfkur. Vor die Türe, mitten ins Geschehen.
Mitten in dem Klientel, um das ich früher einen Bogen gemacht habe.
Mich meinen Ängsten stellen und behaupten.
Den Problemen und Konflikten die an solchen Tagen mit dem Klientel entstehen entgegenzustellen und das zu lösen. Notfalls auch mit Gewalt, anstatt es zu tolerieren.

Sich einfach durchzusetzen, mit allen Konsequenzen.

Ich merke dann immer selbst, dass ich die Wochen und Monate danach auch kampfbereiter und weniger besorgt bin. Es tut meiner Seele sehr gut.

Mal schauen wie ich das nächste Jahr es sehe 😉

Privates

Karneval war ich wieder im Sicherheitsdienst tätig. Weiberfastnacht war’s der längste Tag.

Erst die Eröffnung des Karnevals am Alter Markt und am Abend eine 2500 Gäste Veranstaltungen.

Soweit alles friedlich gewesen. Freitag der Einlass einer Lounge Bar.

Und Samstag eine Sitzung in Kerpen.

Auch hier lief alles friedlich. Heute, am Sonntag habe ich frei und genieße die Zeit mit meiner Familie.

Morgen muss ich noch eine Tribüne am Rosenmontagszug sichern und dann geht das reguläre Leben wieder los.

Privates

Seit Mittwoch Nacht ist in Köln der Karneval vorbei.
Irgendwie bin ich noch nicht dazu gekommen etwas zu verbloggen.

Unsere kleinen hatten Ihren Spaß am Karneval.
Vor allem Lea Christin, welche ihn das erste mal so richtig miterlebt hat.

Sie konnte sich gar nicht für ein Kostüm entscheiden.
So ging sie an Weiberfastnacht als Anna zu Kindergarten.

Am Freitag ging sie als Mini Mouse.

Ben ging als Mickey Mouse. 

Samstag haben wir dann den Zug in Ossendorf besucht und am Sonntag in Bickendorf. 

Da haben wir Lea Christin dann in Ihr Schaf Kostüm gesteckt, welches Sie letztes Jahr schon anhatte

Hielt schön warm. Das hat dann auch gereicht. 
Rosenmontag ist meiner Meinung nach nichts für Kinder.

Dienstags war meine Frau dann noch kurz auf dem Nippeser Zug. 
Aber auch nur für eine Stunde. 

Jetzt ist der ganze Spuck vorbei und meine Tochter für ein ganzen Jahr Süßigkeiten. 

Privates

Am 11.11 habe ich nach fast 2 Jahren Pause mal wieder im Sicherheitsdienst gearbeitet. Dieses Mal habe ich die Einlaskontrolle am Heumarkt für den vorderen Bühnenbereich geleitet.

Da meine Frau selbstverständlich nicht mehr mit kommt und auf die Kinder aufpasst, habe ich meine Büro Kollegin zur Verstärkung mit genommen.

Es war ein langer, aber auch sehr lustiger Tag mit viel Action. Aber ich merke, dass ich richtig außer Form bin und deutlich mehr tun muss als nur Rad fahren 😉

Privates

In Köln-Nippes ging am Dienstag wie jedes Jahr der Karnevalszug durch die Straßen.

Meine Schwägerin arbeitet dort in einem Friseurladen, der an diesem Tag geschlossen hatte, aber dafür eine Karnevalsfeier organisiert hat. Direkt am Zugweg.

Zwei Nichten von mit meiner Schwägerin haben dann dort mit meiner Tochter zusammen Karneval gefeiert.

Für sie war das eine Riesengaudi. Kamelle, Konfetti und viel Musik.

Es es war ganz gut, dass sie von uns so wenig wie möglich mitbekam.

Als ich sie vor Ort abholte, merkte ich auch gleich wie wenig Partylaune ich hatte.

Danach holte ich noch meine Schwiegermutter ab und fuhr mit beiden wieder zusammen zurück zu meiner Frau.

Privates

Dieses Jahr ist der Karnevalszug wieder direkt durch unsere Straße gefahren.
Ein tolles Highlight für unsere Tochter, an dem wir aber leider nicht teilnehmen konnten. Wir mussten ja zu vermeintlichen Einleitung ins Krankenhaus.

Aber meine Nichte und Schwiegermutter übernahmen die kleine und stellten sich mit ihr an den Zugweg direkt vor der Haustüre.

Für sie ganz neu und etwas unerwartet erhielt sie süßes und einige Plüschtiere.

Am Dienstag, sofern alles gut geht, werde ich mit ihr zum Karnevalszug in Nippes gehen. D
Der ist was größer und länger. Mal schauen ob sie gefallen daran findet.

 

Privates

Unter dem Studio unserer Fotografin befand sich ein Second Hand Geschäft für Kinder.

Und somit haben wir dann auch ein schönes und günstiges Karnevalskostüm gefunden 😉

Privates

Eigentlich wollte ich nicht mehr mitgehen. Auch keinen Zugführer mehr machen, aus Gründen die ich hier leider nicht Breit treten möchte und kann. 

Aber meinem Security Chef zu liebe tat ich es wieder. 

Neuer Schritterekord :

31340 Schritte als ich zuhause an kam. Mir dampfen immer noch die Füße. 

Dieses Jahr hatte ich nen anderen Job am Zug. 

Ich wurde zu einem der Reiterkorps abgestellt. Das war notwendig, weil Tierschützer Übergriffe auf die Pferde verübten. 

Sie warfen Knaller auf die Pferde am Zug. Idioten. Sie gefährden in dem Moment das Leben des Tiers und der Mensch dort. Aber so sind diese Holbratzen eben. 

Bei mir passierte zum Glück nichts, bis auf einen besoffen den ich weg holzen musste, weil er meinte mit Kölschglas ein Pferd umarmen zu wollen. 

Anfangs hatte ich keine Meinung dazu. 

Aber im Laufe der 4 Stunden Zugweg bin auch ich der Meinung das Pferde im Zug nichts mehr zu suchen haben. 

Man merkte ihnen den Streß und die Angst an. Je enger und dunkler es wurde, je mehr sträubten sie sich weiter zu gehen. 

Zwischenzeitlich musste ich ein Pferd über eine der Notausgänge raus führen, weil es nicht mehr wollte. 

Einige Gruppen vor uns ist sogar ein Pferd kollabiert

Ich war froh als der Abend rum war und ich unter der Dusche stand. 

Jetzt habe ich erstmal genung vom Karneval dieses Jahr 😉 

Privates

Dieses Jahr durfte auch die jährliche Großveranstaltung am Samstag nicht fehlen. Zusammen mit einer lieben Person und verdammt vielen Kollegen ging es den ganzen Abend zur Sache. 

3500 Gäste. Schon nach 2 Stunden flog der erste raus. Krass wie die leute sich schon vorher betrinken nur um ein paar Euro zu sparen. 

Ich selbst hatte wenig zu tun. Ich lief Streife und immer wenn ich an einem der Ein / Ausgänge an kam, war schon alles vorbei. 

Ein langer Abend mit viel zu lachen und vielem Kopfschütteln. 

Privates

Heute letzter Tag. 

Dann habe ich meine Stunden und Schnauze voll 😉 

Privates

Donnerstag Abend ging es zu einer Großveranstaltung in der Flora.
Rund 2100 Gäste in einer Non Stop Karnevalssitzung wo nur Musik läuft und eine Band nach der anderen auftritt.

Der Abend verlief relativ ruhig.

Am Abend hatte ich einen Gast plötzlich blutend vor mir stehen.
Der Gast war weit über dem normalen Alkohol Pegel und konnte fast nicht mehr stehen.
Seine Hand war offen, wohl in ein Glas gefallen und blutete wie sau.

Über die Nebengänge und ohne mich selbst voll zu bluten habe ich es dann geschafft ihn zum Sanitäter zu tragen. Mit dem Krankenwagen ging es dann für ihn weiter in die Klinik.

Was ich in den letzten Jahren oft bemerkt habe ist, je reicher die Gäste je mehr sind sie alleine wenn ihnen was passiert. Auf „normalen“ Veranstaltungen mit „normalen“ Gästen ist meistens immer bei so einer Verletzung ein weitere/r Freund/in dabei. Die sich sorgen macht und sich mit um den denjenigen kümmert.

Bei Veranstaltungen wo nur „gut betuchte“ Kunden sind, große geschlossene Gesellschaften wo nur die oberen Karten bekommen, da passiert genau dass gleiche. Nur sobald jemanden etwas um Suff passiert, egal ob gekotzt wird oder sich verletzt wird, dann sind die Freunde immer weg.

So auch bei dem Kandidaten. Seine zwei Kumpels waren weit weg. Die sah ich erst später wieder als er schon längst im Krankenhaus war und ich den nächsten von denen raus begleiten durfte, weil er nicht mehr stehen konnte…….

Als ich zurück kam, sah ich wie ein Kollege gerade jemand leicht aggressives aus dem Menge zog und fixierte. Ich half ihm dann den Gast raus zu bringen. Wieder zurück mussten die nächsten zwei gehen, welche nicht in der Lage waren zu verstehen dass man auf der Bühne nichts zu suchen hat. Auch die ließen sich friedlich abführen und so blieb der Rest des Abend ruhig.

Ach was habe ich es vermisst. Mit Menschen stunden zu diskutieren. Ich stand am Mitarbeiter Ein/Ausgang am Ende des Saals. Dort ging es in den Kassen und Künstlerbereich.

Wer in der Halle an dieser Stelle auf Klo wollte, musste durch die Menschenmasse zurück.
Da dies aber teils sehr schwer war, versuchten es den ganzen Abend und fast immer die gleichen an meiner Stelle durch zu kommen.

Mich kann man nicht aus der Fassung bringen. Egal wie lange man mit mir diskutiert.
Und was durfte ich mir anhören was ich alles bin und wie klein ich bin und wer alles vor mir steht. Und vor allem wie gefährdet mein Job gerade ist 😉

Es half alles nichts, keiner durfte durch. Keine Ahnung warum ich auf sowas stehe, für kleines Geld Stundenlang mit besoffenen zu diskutieren, aber es macht Spaß.

Später zuhause bin ich dann ins Bett gefallen und habe auch den Tag darauf auf der Couch verbracht. Ui, da habe ich gemerkt wie lange ich sowas nicht mehr gemacht habe.

Ich hatte einen Muskelkater vom feinsten 😉

 

Privates

Eigentlich hatte ich meinen Mini Job an den Nagel gehangen.
So wie die Selbstständigkeit.

Aber mein Security Chef fragte, ob ich nicht noch mal Lust hätte.

Meine Frau selber ist über die Karnevalstage in München mit unsere kleinen, also sagte ich zu. Ein wenig habe ich diese Abwechselung auch vermisst 😉

Und so war ich am Donnerstag schon sehr früh am Altermarkt.

Wie immer ist dieser bis 13 Uhr abgesperrt und man kommt nur mit Karten rein.
Das mache ich nun schon im vierten Jahr mit.

Dennoch verbringt man den ganzen Tag damit den Leuten zu erklären dass sie letztes Jahr nicht kostenlos mit rein gekommen sind und das auch nicht dieses Jahr das erste mal ist, dass man hier Eintritt zahlen muss. Viele verwechseln auch das Event an Weiberfastnacht mit dem 11.11, wo der Eintritt am Heumarkt neben an kostenlos ist.

Na ja. Es war ruhig und friedlich. Es war trocken und stürmig. Da Unwetter angekündigt waren, blieben viele Jecken zu hause und wir hatten wenig zu tun. Ich sah bald mehr Polizei und Ordnungsamt als Jecken.

Privates

Es geht wieder los, die Karnevalssaison in Köln fängt heute an. Eigentlich schon seit dem 11.11.16, aber der große Straßenkarneval heute.

Meine Frau ist zu ihrer Familie nach München gefahren, also bin ich dieses Jahr noch mal draußen im Sicherheitsdienst arbeiten.

Dieses Jahr soll es nicht so trocken sein, mal schauen wie es es wird. 

Privates