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Knapp, aber passt 

Am Wochenende habe ich eine Jacke anprobiert, die mir schon was länger nicht mehr gepasst hat. 

Sie ging wieder zu, wenn auch was spack. Ich bin sehr glücklich damit, weil die letzten Tage sehr anstrengend waren. 

Damit meine ich nicht mal die ganzen versuchungen. Sondern einfach weniger und bewusster zu Essen. Ich komme mir vor wie vor 11 Jahren wo ich das Rauchen aufgehört haben. 

Diese Selbstgespräche: 

Scheiß was drauf, warum quälst du dich, genieß das Leben ,genieß das Essen , warum tust Du dir diesen Verzicht an,…..

So wie ich damals am liebsten zur Kippe gegriffen hätte,so würde ich jetzt am liebsten zu unmegen deftigen und süßen greifen.

Aber es ist auch nur eine Phase und da muss ich durch. Ein Essensjunkie auf Entzug…

Heute morgen auf der Waage:

Somit bin ich dem Ziel eine Schritt näher und es hilft der Motivation. 

Update Gewicht

Im Moment gibt es nicht viel zu schreiben.
Außer dass ich nach 10 Jahren, seit dem ich mich mit meiner Ernährung und meinem Gewicht auseinander setze, immer noch jede Menge dazu lerne.
Oder anders gesagt, alles gelernte vergessen kann 😉

Wobei doch, es ist viel zu schreiben, aber ich fasse es mal in einem Beitrag zusammen, weil ich euch nicht langweilen damit will.

Heute morgen wog ich 119,6 Kilo.
Damit ist die 120 endlich unterschritten.
Nächstes Ziel: Die 110 unterschreiten 😉

Mir fehlt es derzeit an nichts. Es ist zwar immer noch schwierig kleine Portionen zu essen, bzw. spätestens nach dem zweiten Teller Schluss  zu machen, aber jetzt verstehe ich auch besser warum. Seit ich mir vorher ausrechne was ich Esse, seit dem klappt es auch besser mit dem Umdenken.

Aktivitäten Überschätzen und Lebensmittel unterschätzen:

Eine bitterliche Erkenntnis ist die Überschätzung.
31.000 Schritte bin ich am Rosenmontag gegangen.

Davon 21.000 im schnellen Schritt oder laufen.
Die Strecke war fast so lang wie der Köln Marathon!

Früher hätte ich mir danach locker ne Pizza, Pizza Brötchen und Nachtisch gegönnt.
Aber wie ich jetzt lernen durfte, waren es „nur“ 1000 kcal.

Das ist nicht viel. Also mit Fastfood verglichen.
1000 kcal richtig eingesetzt sind viel,
oder nicht richtig eingesetzt eine Dose Pringels!

Jetzt weiß ich auch warum ich nach solchen Arbeitstagen oder sportlichen Tagen nicht abgenommen habe. Weil ich mit Überernährung dagegen gehalten habe.

Es wird mir eher geholfen dick zu bleiben, anstatt abzunehmen! 

Jetzt wird es auch was länger.

Ein Kapitel im Buch „Fettlogik überwinden“ fand ich sehr bemerkenswert.
Die Industrie, welche entweder mich schlank oder dick machen will.
Aber in dem Zusammenhang fiel mir noch was auf. Weil es voll auf mich zu traf.

Wie ich vor einigen Wochen schrieb, hat mir mein Arzt mitgeteilt dass ich am morgen zu hohen Zucker hatte. Wahrscheinlich Insulinresistenz (was ich mittlerweile als Unsinn raus stellte – dazu unten mehr), ab sofort abends keine Kohlenhydrate mehr. Der Arzt hat mich vor die Wahl gestellt.

Abnehmen oder Diabetes bekommen.

Ach, abends keine Kohlenhydrate? Das ist ja einfach.

*bling* da war ich schlank ……..

Was für ein Quatsch. Als ob es nur an einem fehlenden Tipp liegen würde …

Ich bin ich fett. Das fett sein bin ich selber Schuld.
Und wäre es einfach Schlank zu sein, wäre ich es schon.

Das ist oft ein schleichender Prozess, der umgedreht genau so lange braucht.

Nun einem dickem zu sagen, werde schlank – macht soviel Sinn wie einem Raucher zu sagen hör auf zu rauchen.

Etwas mehr Unterstützung wäre hier schon hilfreich.
Und da beginnt für mich das absurde.

Ich habe die Wahl:

Schlank und lange gesund sein, sowie unserem Gesundheitssystem mehr einbringen.
Dadurch ein hochwertigeres und längeres Leben führen.

Oder Fett bleiben Diabetiker werden – mit all seinen folgen.
Erhöhtes Risiko für Diabetes, gesteigertes Herzinfarktrisiko, Geleknprobleme, frühzeitige Tod.

Aber als dicker sehe ich dieses Risiko so wenig wie ein Raucher seine Lunge!
Man lässt mich aber mit meiner „Entscheidung“ alleine!
Ohne Nennenswerte Unterstützung.
Nun spreche ich nur für mich bzw. mit meiner Erfahrung durch Arzt Besuche.

Ich bin selber für mein Gewicht verantwortlich. Also muss ich da auch selber raus.
Aber ohne Unterstützung ist das echt schwierig.

Aber, wenn ich Diabetiker dadurch werde, dann gehe ich zum Arzt, bekomme Schulungen damit umzugehen, bekomme Lesegeräte und Streifen gestellt und erhalte jede ärztlich Unterstützung zu dem Thema. Wenn ich wegen meiner Fettleibigkeit einen Herzinfarkt bekomme, gehe ich in die Reha und erhalte weiterhin jede Untersützung.

Mein Knie. Die schmerzen kommen vom verdrehten Bein sagte der Ortohpäde. Ab sofort erhalte ich regelmäßig Schuheinlagen und Strumpf schienen. Irgendwann auch eine Op mit Reha. Mir zu sagen dass ich zu Dick bin, die Schmerzen bei weniger Gewicht weg gehen und mir dahin Hilfe anzubieten war irgendwie nie möglich!

Es wird einfach hingenommen dass ich Fett bin. Und man lindert gerne alle damit verbundenen Unannehmlichkeiten, anstatt mir zu helfen wieder schlank zu werden.

Die Krankenkassen bezahlen – wenn überhaupt – nur einen Bruchteil für einen 2 Wochen Fitnesskurs im Jahr. Oder den Ernährungskurs bei der Adipositas Klinik. Den hätte ich nur bezahlt bekommen, wenn die mich weiter behandelt hätten mit einem Magenband ..

Aber mich statt zu einer Diabetiker Schulung – zu einer Ernährungsberatung zu schicken – ist  unvorstellbar. Anstatt mich in Reha zu schicken – mir vielleicht als Starthilfe das Gegenstück zur Ernährung zu geben – ist nicht bezahlbar.

Anstatt Testgeräte und Messstreifen zu bezahlen, mir lieber Mittel zur Abnahme zu finanzieren ist nicht gedacht.

Ihr versteht worauf ich hinaus will?

Es wird alles getan um mich am Leben zu erhalten, egal wie stark ich dagegen halte.
Will ich aber etwas ändern, dann sieht es düster aus.

Aber so ist das eben. Also mache ich für mich alleine weiter und beiße mich da durch.,

Zu hoher Zucker am morgen, gleich Diabetiker? 

Das habe ich mir selber mittlerweile dank eines Hinweises meines Freunds & Kollegen wiederlegt. Er meinte, es kann auch sein dass ich in der Nacht leicht unterzuckere und die Leber gegensteuert und daher der Wert so hoch ist.

Mir viel ein, dass wir zuhause noch ein Zucker Messgerät mit Zubehör aus der Schwangerschaft meiner Frau hatten.

Also habe ich damit immer wieder gemessen. Alle zwei Stunden.

Resultat war, dass der Zuckerwert nach dem Essen runter gegangen ist.
Bis ich schlafen gegangen bin lag er bei rund 70~80 und am morgen danach bei 90~100.

Also keine Probleme. Vielleicht werde ich noch mal mit dem Arzt sprechen, vielleicht auch nicht. Mal schauen. Das Thema ist aber erstmal für mich beendet.

Eine Interessante Reise die ich derzeit mache, wenn auch noch ganz am Anfang.
Aber es funktioniert sich darauf einzulassen.

Update Gewicht

Als ich heute morgen auf der Waage stand, war ich mehr als erfreut.

121 Kilo.
Das wären seit meinem letzten Blogpost – vor 1,5 Wochen – wieder 2 Kilo weniger.

An der Hose merke ich es so langsam.
Nicht die 2 Kilo, sondern die mittlerweile gefallenen 10 Kilo.

Ich bin ehrlich, ich weiß im Moment noch nicht warum es gut klappt.
Damit meine ich nicht das abnehmen, sondern es durchzuhalten deutlich weniger zu essen.

Vielleicht gibt mir das Buch, welches ich noch lese (Fettlogik überwinden) die Motivation.
Vielleicht liegt es an der Angst vor den folgen des Übergewichtes (Diabetes) oder das ich schon durch das Weizenfreie Leben vorher deutlich weniger gegessen habe.

Vielleicht auch, weil ich so langsam verstehe wo das Problem liegt/lag.
Das egal was ich Esse – esse ich mehr als mein Körper verbraucht – nehme ich zu.
Esse ich weniger – nehme ich ab.

Ohne Hokus Pokus. Aber wahrscheinlich von allem etwas.

Mein Grundbilanz liegt derzeit bei rund ~2000 kcal pro Tag.
Mal mehr, mal weniger. Ziel sind immer noch 1500, aber da habe ich es nicht eilig.

Damit komme ich gut über den Tag und verzichte auf wenig.
Es ist nicht immer leicht, aber es funktioniert.

Zum Kalorien zählen nutze ich die App von FDDB.
Hat was von Weight Watchers, nur eben Kalorien Zählen.
Extremes Aufschreiben wie früher bei WW mache ich nicht.

Eher nutze ich dies nur um mir einen Überblick zu verschaffen wie viel ich noch Essen kann und wie viel Kalorien manches Essen hat.
Um zu Wissen was ich heute schon gegessen habe.

Die Datenbank von FDDB ist wirklich sehr gut gefüllt mit vielen Produkten und Essen.

Mal schauen wo die Reise weiter hin geht 😉

Erster kleiner Erfolg 

Die Woche war hart was Versuchungen angeht.

Bei dem schönen Wetter am Mittwoch  haben wir zum Beispiel auf der Arbeit Toast mit Käse und Sucuc gemacht. 5-6 Stück habe ich immer in der Vergangenheit gegessen.

Dieses mal habe ich vorher ausgerechnet was ein Toast hat.

2x 75kcal Sucuc
1x 68kcal Scheibletten Käse
2x 91kcal Vollkornweizen Sandwich Toast
= 400kcal.

Also blieb ich bei zwei Toast.
Lerneffekt für mich, auch das reicht!

Am Donnerstag habe ich mir eine Maggi Dose mit Penne gemacht.
Hier habe ich mir aber nur die Hälfte warm gemacht.
Die andere hat mein Kollege gegessen.

Gestern hatten wir Abends Besuch. Es gab unsere Lowcarb Pizza. 

So langsam klappt das.
Ich schaffe es nicht jeden Tag auf 1500 kcal, aber bis jetzt keinen über 3000!

Ich liege immer so um 2000 bis 2500.

Aber etwas anderes lerne ich derzeit und es freut mich auch.
Nach runter muss es nicht wieder rauf gehen und ich muss nicht komplett verzichten.

Auf der Grafik sieht man, das ich vom 23.01 ( 128,8 kg) bis zum 29.01 (124,7 kg) ganze 4 Kilo abgenommen habe. Da kam ich aus Israel wieder und hatte die Grippe.
Da aß ich 4 Tage nur Hühnersuppe, die meine Frau frisch gemacht hatte.

Danach dachte ich, jetzt geht es wieder den Berg rauf. Aber nö. Durch die Kohlenhydrate freien Abende hielt ich mein Gewicht. Ganz langsam ging es weiter runter.

Das lag wohl daran, dass ich Tagsüber meinen Kalorienbedarf deckte.
Diese Woche habe ich dann mit dem 1500 kcal Ziel angefangen und immer so bei 2000~2500 kcal gelegen.

Am Montag wog ich 124,6 kg. Heute morgen 123 kg. Toll! -1,6 Kilo
Es zeigt erste Erfolge.

Die Woche war echt knall hart!

Obwohl ich am Mittwoch nicht auf meinen Käsetoast verzichtet habe, an Valentinstag mit meiner Frau im Fischrestaurant war, Freitag und Samstag unsere Pizza gegessen habe – so habe ich dennoch abgenommen. Weil ich alles reduziert habe, was ging.
Aus Nudeln wurde Reis, aus Pizza Teig ein Eierteig, aus 6 Toasts wurden 2.

Weil ich einfach nicht über meine Bilanz von 3669 kcal am Tag gekommen bin.
Das darf nun gerne weiter so gehen 😉

Nur 1500 Kalorien am Tag?

Was die Abnahme angeht, habe ich aufgehört das Buch „Schlank im Schlaf“ zu lesen.
Genau so wie „Weizenwampe“ ist es mir zu trocken.

Wobei ich beim Ansatz des Weizen freien leben bleibe. Wo es geht, versuche ich den Weizen zu vermeiden. Nicht nur weil es mir gut tut, es hilft mir auch anzunehmen.

Aber die Bücher haben viel zu viele Details, die es unerträglich machen für mich zu lesen.

Dafür hat mich mein Kollege und Freund auf diesen Blogpost aufmerksam gemacht:

http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2017/01/27/abnehmen-perfektionismus-verhindert-den-erfolg/

Diese beschreibt genau das, was ich gerade durchmache!

Also habe ich mir das Buch „Fettlogik überwinden“ gekauft und auch den dazugehörigen Blog abonniert.

Ich finde den Ansatz, soweit wie ich bisher gelesen habe, sehr interessant. Einfach alles Wissen über die Wupper zu werfen und mit einfachen Mitteln seinen eigenen Weg zu gehen.

Weniger Kalorien zu sich nehmen als man verbraucht! “ Ende.

Nicht mehr und nicht weniger.

Laut meiner Krankenkasse habe ich einen folgenden Durchschnitt:

Ja, ich weiß – das haben einige von euch mir schon etliche male geschrieben.
Dafür bin ich auch sehr dankbar. Auch dafür, dass sich manche von euch echt Zeit nehmen längere Kommentare zu schreiben, als ich Blog Posts 😉
Das finde ich toll und bemerkenswert!

Aber ich bin manchmal sehr Stur und muss auf gewisse Dinge selber kommen 😉
Bei all dem, was ich die letzten 10 Jahre „gelernt“ habe ist es echt schwierig das komplett zu vergessen.

Ich habe nun angefangen es mit 1500 Kalorien pro Tag zu probieren.
Das ist schon hart. Aber auch schaffbar.

Vor allem tut es mir im Moment mal ganz gut den Kopf frei zu bekommen. Jeder erzählt was anderes, jeder Ratgeber meint was anderes und am Ende traue ich mich nicht mal mehr am Salatblatt zu lutschen.

Einfach mal wieder leben ohne reue. Aber Gesund und bedacht.

Das Buch lässt sich gut und verständlich lesen und ich bin noch mitten drin.
Aber bis dahin komme ich ganz gut klar. Mein Gewicht geht langsam runter.


Ich hungere nicht und komme auch gut über den Abend.

Mal schauen wo die Reise nun hin geht 🙂 Aufgeben ist keine Option!