15 März 2007

Email

Die Tage hatte ich eine Diskussion mit meinem Chef über Fortschritt und moderne Technik.

Um genau zu sein ging es darum dass ich einem Großhändler eine E-Mail geschickt habe.
Als ich nach 3 Tagen immer noch keine Antwort erhielt rief ich dort an um mich zu erkundigen wann ich was bekomme.

Da teilte mir der Sachbearbeiter mit das die Emails in der Zentrale landen.
Dort muss man dann bescheit geben. Die werden dann für den Mitarbeiter ausgedruckt.

Für mich ist das irgendwie unverständlich. Ein Mitarbeiter eines Großhändler, der den ganze Tag am Telefon/PC sitzt ist nicht per E-Mail direkt erreichbar. Für alle Mitarbeiter (ca. 15) gibt es nur eine E-Mail Adresse.

Mein Chef meinte nur das sei normal, wir sind im Handwerk.

Auch wenn viele unserer Kollegen Internetseiten und Email Adressen auf Ihren Anzeigen stehen haben heißt das noch lange nicht das man die darüber auch erreicht.
Das ist nicht wie bei uns, wo jeder seine eigene Email Adresse, einen Computer und Internetzugang hat.
Das man die E-Mails in Echtzeit empfängt und der Kunde auch noch am selben Tag Antwort bekommt sieht man eher selten im Handwerk.

Völlig perplex war ich dann Anfang der Woche, als ich ein Bild zu einem anderen Großhändler senden wollte und der mir mitteilte das er gar nicht per E-Mail erreichbar ist. Man hat zwar eine Webseite, aber wenn man was zuschicken möchte, dann bitte per Post oder Fax.

Ok, das hat zwar früher auch immer funktioniert, aber wenn das Medium schon einmal da ist sollte man es auch nutzen ….



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Verfasst März 15, 2007 von Heiko in category "Privates

6 COMMENTS :

  1. By Olli G. on

    Ich kenn das nur zu gut, dann hat man schon seine eigene Website, seine eigene DOmain und macht dann Werbung für die Telekom, für GMX oder Web, um nur ein paar zu nennen…

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  2. By *kinT on

    Ach deswegen antwortt mir nie jemand auf Anfragen per Mail… *g* Gut zu wissen. Bei dir lernt man ja immer wieder was dazu.

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  3. By Sascha / gesichtet.de.vu on

    Das ist leider wirklich kein Einzelfall. Dürfte aber zum Großteil ein „Generationenproblem“ sein, dass sich mit der Zeit von selbst lösen wird. Wenn man halt sieht, wer in den handwerklichen Betrieben das Sagen hat und wie alt die entsprechende Person oft ist, dann verwundert es nicht, dass da eine gewisse Abneigung zu „Teufelszeug“ wie dem Internet besteht.

    Natürlich gibt es (zum Glück) auch genügend Gegenbeispiele, aber ein Einzelfall ist das mit dem schlechten Service per E-Mail leider dennoch nicht. Eigentlich traurig, wenn man bedenkt, dass sogar auf den als „verstaubt“ geltenden Amtsstuben jeder Mitarbeiter eine E-Mail-Adresse hat und damit umzugehen weis.

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  4. By Daniel on

    Bei mir in der Ausbildungsfirma werden auf Kundenmails innerhalb von einer Stunde beantwortet. Bei uns ist die E-Mail kommunikation groß geschrieben. Jeder Sachbearbeiter hat auch eine eigene E-Mail Adresse, wo er dann direkt für die Kunden per Mail erreichbar ist. Und mal ehrlich unter uns: Es ist gar kein Problem auf eine Anfrage per Mail unter einer Stunde zu antworten.

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  5. By Heiko (Autor) on

    @ Daniel
    Na ja, also bei uns werden die immer so schnell wie möglich bearbeitet. Aber das Hauptgeschäft läuft über Telefon. Da muss man nicht jede E-Mail sofort bearbeiten. Aber es reicht das sie noch am selben Tag gelesen und wenn möglich auch sofort bearbeitet wird.

    Aber sag mal Daniel, du hast da ein unheimlich häßliches Design in deinem Blog 😀

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  6. By ms on

    Es soll auch Großhändler geben, die ihren Mitarbeiter einen Internet-Zugang und damit einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu Informationen verweigern.

    Man muss den Internet-Zugang ja nicht für die weite Welt freischalten, aber zumindest die Internet-Adressen seiner Lieferanten!

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