KVB Streik

Bedingt durch die Streiks fuhren in Köln Dienstag, Mittwoch und Donnerstag keine Bahnen.

Das erste Mal, dass die Fahrplanauskunft den ganzen Tag über zu 100 % stimmte. 😂

Die Leihanbieter hatten dafür Hochbetrieb. So sah es bei uns an der Endhaltestelle Köln Ossendorf aus.

Für mich machte das fast keinen Unterschied. Bei dem tollen Wetter bin ich eh nur zu Fuß unterwegs.

Fortbildung für Aufkleber

Als ich an einer Straßenbahn vorbeigegangen bin, habe ich mich erneut gefragt, ob das KVB-Personal eine spezielle Fortbildung für das Anbringen der „Tür defekt“-Schilder erhält oder ob dies einfach nur der Ausdruck der Genervtheit über den eigenen Job war.

Schlechte eezy App

So schlecht wie die KVB organisiert ist, sind auch deren Apps gebaut.

Meine Meinung: Da saß jemand – der das App-Projekt leitete – und sagte: „Die darf nicht besser funktionieren als unsere Verkehrsbetriebe!“

Anders kann ich es mir nicht mehr erklären. Auch wenn ich die Idee unserer Verkehrsberiebe gut finde, meine Fahrten nicht pauschal, sondern via Luftlinie abzurechnen, so ist dies für mich echt schlecht gelöst, wenn die App einen einfach ausloggt.

So passiert, diese Woche an einer Haltestelle. Ich wollte mich einbuchen und öffnete die App. Wie auch schon sehr oft bei der KVB App, ich bin ausgeloggt. Warum deren Apps das einfach machen ist mir ein Rätsel.

Das ist für viele schon ein Problem. Ich habe einen Passwortmanager, also klick und Login.

Aber ich kam nicht rein, bis ich den Hinweis sah, dass mein Kennwort abgelaufen ist und ich eine E-Mail anfordern soll, um ein neues Kennwort zu vergeben.

Hier und jetzt! An der Haltestelle! Während die Bahn einfährt.

Gestern konnte ich mich noch anmelden und erhielt weder in der App noch per E-Mail einen Hinweis, dass mein Passwort abläuft.

Hey, ***** euch! Wer kommt auf eine solche Idee? Soll ich jetzt nicht einsteigen und erst mal das mit meinem Passwort regeln? Im Regen, auf dem Weg zur Arbeit. Nächste Bahn in 20 Minuten?

Ich konnte das schnell lösen, weil ich auch seit 30 Jahren ein Nerd bin. Aber der einfache User nicht.

Was ein Laden ……

Deutschlandticket-Auswertung

Seit Anfang des Jahres habe ich kein Deutschlandticket mehr. Dafür kaufe ich mir Einzeltickets oder nutze andere Verkehrsmittel. So der Plan, um zu schauen, ob ich dadurch flexibler bin und weniger Kosten habe.

Ich bin im Januar und Februar nur Bahn gefahren, ich musste keinmal auf ’nen Roller, Fahrrad oder Leihauto umsteigen.

Im Januar waren es 40,07 €. Im Februar, bei besserem Wetter, nur noch 21,66 bis jetzt. Auf jeden Fall unter den aktuellen 63 €.

Also die für mich richtige Entscheidung. 😉

Monk: Aufkleber

Ich stehe in der Bahn und mir gegenüber ist eine defekte Türe.

Das sehe ich bei unseren öffentlichen Verkehrsmitteln oft. Je länger ich darauf schaue, desto mehr drängt es mich, den Aufkleber abzunehmen und „richtig“ wieder draufzukleben.

Wie kommt es dazu? Warum? Darf eine Kita das bei ihrem „Betriebsausflug“ draufkleben?

Auch bemerkenswert finde ich, dass manche Menschen diese Schilder nicht wahrnehmen und trotzdem vor der Türe stehen und sich dann darüber ärgern. Ich hatte auf jeden Fall keine Langeweile während der Fahrt. 😂

KVB Glückspiel

Unser öffentlicher Verkehrsbetrieb ist manchmal ein Glücksspiel.

Jede Woche Mittwoch muss ich nach Ehrenfeld. Die Hälfte der Strecke fahre ich mit der Bahn, weil ich es komplett zu Fuß nicht pünktlich schaffe.

Mit mir machen eine Menge Menschen um 16:00 Uhr im Industriegebiet Feierabend. Viele wie ich schaffen es, in 8 Minuten an der Haltestelle zu sein und die Bahn um 16:08 Uhr zu nehmen. Der zweite Schwung Menschen nimmt die um 16:18 Uhr.

Richtig schön ist es, wenn die um 16:08 Uhr ausfällt, dann ist die um 16:18 Uhr randvoll.

Und so war es am Mittwoch mal wieder. Warum auch immer, war die um 16:08 Uhr nicht vorhanden und die um 16:18 Uhr überfüllt.

Da fiel mir auf, dass schon in 3 Minuten die nächste kommen sollte.

Und hier beginnt das Glücksspiel. Kommt sie wirklich? Ist es ein Anzeigefehler oder parkt sie an unserer Endhaltestelle?

Soll ich in die überfüllte Bahn steigen oder drei Minuten warten und hoffen, dass die nächste kommt?

Wenn ich der Öfi Betrieb wäre, hätte ich die „3 Min“ gestrichen und sie als „16:32 Uhr“ Bahn eingesetzt, satt sie leer hinter der „sofort“ Bahn fahren zu lassen.

Ich habe darauf gepokert, dass die 3-Minuten-Bahn kommt, und hatte recht. So bin ich in einer leeren Bahn nach Ehrenfeld gefahren. Die Menschen, die danach kamen, mussten 23 Minuten auf eine wieder überfüllte Bahn warten. Welcome to KVB

Pünktliches Chaos

Ich weiß nicht, was ich schöner finde:

Dass gleich drei Straßenbahnen hintereinander kommen (wo wahrscheinlich vorher drei Straßenbahnen gefehlt haben) oder unsere schönen Straßenbahnhaltestellen.

Deutschlandticket gekündigt

Ich habe das Deutschlandticket zum 31.12. gekündigt. Nicht weil es nächstes Jahr teurer wird. Sondern, weil ich es einfach kaum nutze.

Die Arbeitsstrecke gehe ich mittlerweile jeden Tag zu Fuß. Gelegentlich nutze ich die KVB mal, aber dafür habe ich mich dann bei eezy.nrw angemeldet. Da wird nach Fahrt abgerechnet und das Maximum ist gedeckelt auf die Kosten eines Deutschlandtickets. In der Regel fahre ich auch nicht raus aus Köln.

Wenn ich mal nicht mehr gehen möchte, so wie die Tage in Ehrenfeld. Da hatte ich 20.000 Schritte voll und wollte nur noch nach Hause. Bahn fiel mal wieder aus. Die nächste zu voll. Da habe ich mir einen E-Scooter genommen. Hat mich 3,80 € gekostet.

Und so werde ich lieber die vielen Fahrräder und E-Scooter Dienstleister nutzen und wahrscheinlich am Ende nicht teurer sein als mit dem Deutschlandticket.

Apropo Fahrräder. In Köln bekommt man mit einem Deutschlandticket „gratis“ die Möglichkeit, auch die KVB Fahrräder zu nutzen. Dafür muss man nur die KVB App mit Nextbike App verbinden. Das habe ich mit vielen Telefonaten und E-Mails versucht. 2 Monate geht das jetzt schon. Warum, weiß keiner. Das ist halt der gleiche Service wie bei der KVB selbst. Aber ist mir jetzt auch egal. Ende des Jahres ist das Thema eh erledigt.

KVB = Zuverlässig unzuverlässig

Wenn es draußen trocken ist, gehe ich ja mittlerweile fast alles zu Fuß. Und so musste ich beim Vorbeigehen an einer Bahnhaltestelle schon etwas schmunzeln.

Unsere Kölner Verkehrsbetriebe sind zuverlässig unzuverlässig. Bin ich froh darauf weiterhin nicht angewiesen zu sein.

KVB-Testosteronfahrer

Nun fahre ich seit einiger Zeit wieder vereinzelt Straßenbahn und Bus. Also nicht ich, sondern ich fahre mit. 😉 In der Regel stehe ich. Ich mag mich nicht zu den anderen auf die Sitzplätze quetschen.

Und wenn man in Köln in der Bahn oder im Bus steht, sollte man sich besser gut festhalten. Ich habe einen guten Stand. Aber gefühlt ist es mittlerweile so schlimm geworden, dass ich an manchen Tagen mich massiv festhalten muss, um nicht umzufallen.

Das bestätigte mir jetzt auch ein Freund, der regelmäßig mit der Bahn fährt und dies auch beobachtet hat. Er kannte dazu auch einen Begriff.

Testosteronfahrer

Junge Männer, die mit ihrem Hormonstau das Gas- und Bremspedal malträtieren.

Und so kommt es oft vor, dass die Bahnen viel zu schnell an Haltestellen hereinfahren und eine regelrechte Vollbremsung machen. Und das Haltestelle für Haltestelle. Gerade wenn vorher „unvermeidlich“ zwei Bahnen ausgefallen sind und man nicht mal mehr eine freie Stange zum Festhalten hat.

Und diese aggressive Fahrweise löst in mir – während ich durch die Bahn/den Bus geschleudert werde – eine regelrechte Wut auf den Fahrer aus. Weil dafür kann er etwas.

Apropos Fahrer. Neulich machte sich ein Typ „Bauchtasche und Baseballkappe der Marke Gucci, Röhrenjeans, fein ausrasierter Seitenscheitel und dicke Silberkette“ an unserer Endhaltestelle an einer Bahntüre zu schaffen. Ich wunderte mich schon, warum der Bahnfahrer aus seinem Führerstand nicht einschritt, bis ich bemerkte, dass es der Fahrer selbst war. Er reparierte gerade die Türe …

Da merke ich, dass ich alt bin. Ich bin in einer Zeit groß geworden, in der Bahnfahrer immer an der Kleidung zu erkennen waren. Gerade für Touristen und andere Hilfesuchende ist das sehr praktisch.

Aber gut, die KVB ist wahrscheinlich froh, dass überhaupt noch jemand diesen Job machen möchte. Dann dürfen es auch Rallyefahrer sein.

Entfällt Anzeige

Anfang der Woche ist mir aufgefallen, dass unsere Köln‑Verspätungsbetriebe an der Anzeigetafel nun auch anzeigen, wenn eine geplante Bahnfahrt ausfällt, statt diese kommentarlos zu streichen.

Ändert aber nichts am Umstand der Dauerverspätungen und Dauerausfälle. Ich bin zum Dank nicht darauf angewiesen und so einfach weiter zu Fuß zur Arbeit gegangen. Waren dann für mich mehr Schritte an dem Tag. 😉

Als dann aber die vermeintlich ausgefallene Bahn an mir vorbeifuhr, fragte ich mich schon, wie das sein kann. Die sind alle miteinander vernetzt und dennoch stimmen so oft die Anzeigen an der Tafel nicht.

Straßenbahnfahren – Erlebnis außerhalb der Komfortzone

Es war höchste Zeit: Endlich darf ich mich in die elitäre Runde jener einreihen, die jeden Tag den vollen Zauber der öffentlichen Verkehrsmittel kosten – kaum zu fassen, dass ich mir diesen Hochgenuss bisher entgehen ließ.

Etwa, als ich mit zwei Freunden zum Essen verabredet war und ausnahmsweise die Bahn statt meiner Füße bemühte – ein idealer Moment, um die legendäre Kombination aus ökologischer Vorbildfunktion und chronischer Unpünktlichkeit am eigenen Leib zu erfahren.

16:20 Uhr – zur besten Pendler-Primetime. Da kann es bei einem Zehn-Minuten-Takt schon einmal… nun ja… intimer werden. Erst fiel die erste Bahn komplett aus, dann kam eine, die so vollgestopft war, dass selbst Sardinen Platzangst bekommen hätten. Nach dreißig Minuten erschien endlich eine, die mich – welch Ehre – tatsächlich mitnehmen wollte.

Für die Strecke zu Fuß hätte ich ungefähr vierzig Minuten eingeplant. Aber warum auch den direkten Weg wählen, wenn man stattdessen Nahverkehrs-Comedy gratis genießen kann?

Kurz nach mir stieg hinter mir ein Einkaufswagen mit ein, beladen mit allem, was der urbane Straßenrand so hergibt – und natürlich sein Eigentümer, der den Geruchshorizont der Straßenbahn auf ein neues Niveau hob. Dazu gab’s ein leises, permanent genervtes Murmeln, das den Charme des Abends perfekt abrundete.

Zur Linken nahm ich ein wütendes Sprachfeuerwerk in improvisiertem Deutsch wahr. Ob alkoholische Einlage oder spontanes Performance-Art-Projekt – wer braucht schon Theaterkarten, wenn man Straßenbahn fährt? Weiterhin zur Rechten das unablässige Brummen des mobilen Sammelwagens. Ganz wie in einer schlecht ausbalancierten Surroundanlage.

Direkt vor meiner Nase klebte eine Anzeige: Keine Sendezeit für Müll‘, gezeichnet von irgendwem namens Laura Wontorra. Ich wäre fast in Versuchung geraten, nachzusehen, wer sich hinter diesem Orakel verbirgt – hätte der Fahrer nicht gerade ein Brems-Beschleunigungs-Intervalltraining absolviert, das mir sämtliche Hände zum Festklammern abverlangte.

Darunter prangten die Buchstaben AWB – in Köln bekanntlich die Abfallwirtschaftsbetriebe.
Was will mir diese Botschaft also sagen?
Dass man im Fernsehen keinen Müll zeigen möchte?
Warum?
Oder soll ich mich etwa einfach nur daran erinnern, meinen eigenen Müll nicht auf die Straße zu werfen?
Wenn ja, warum schreibt man das dann nicht einfach hin?

Wer denkt sich so etwas aus? Vielleicht die immer noch unermüdlich pöbelnde Schreihals-Dame zu meiner Linken? Oder der Herr mit seiner mobilen Wohnung zu meiner Rechten?
Schade, das werde ich wohl nie erfahren.

Jetzt hieß es: durch das menschliche Tetris quetschen und den Ausgang finden.
Zur Auswahl: rechts die stinkende Tür, links der verbale Dauerbeschuss.
Ich entschied mich für links – man gönnt sich ja sonst nichts.

Für den Heimweg wählte ich dann die einzige wirklich verlässliche Verbindung: meine eigenen Beine. Vierzig Minuten später war ich zu Hause – ohne Taktung, ohne Durchsage, ohne Nahverkehrs-Varieté.

PS:
Ein Hauch ChatGPT hat hier beim Feinschliff geholfen – als Starthilfe für meine eingerosteten Sarkasmus-Reflexe. Keine Sorge: Mein eigener Biss muss sich jetzt nur wieder warmlaufen.

Zweisitzer

Jetzt, wo ich auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahre, bin ich mal in den Genuss gekommen, eine der neuen Straßenbahnen der KVB zu nutzen.

Warum macht man hier nicht drei Sitze hin?

Krickel Krakel

Das hier habe ich beim spazieren gehen auf ner Mülltonne kleben sehen.

Hmmmmm…. Ich finde Graffitikunst ja schön. Aber wenn das die Argumentation für das regelmäßige Krickel Krakel ist, ich weis nicht…..

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