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Kiffen erlaubt – das nächste Experiment….

Ich hätte nicht erwartet, dass ich das noch erleben darf! Kiffen wird in Deutschland legalisiert.

Ich selbst habe eine bewegte Zeit und Erfahrung mit dem Kiffen in jungen Jahren. Daher bin ich gespaltener Meinung zu dem Thema.

Grundsätzlich bin ich für Selbstbestimmtheit. Aber wenn die Allgemeinheit die Konsequenzen der Selbstbestimmtheit zu tragen hat, sollte sie auch mitbestimmen dürfen. Seit ich Kinder habe, trinke ich schon fast keinen Alkohol mehr. Kiffen kommt da überhaupt nicht für mich infrage. Aber das soll hier nicht das Thema sein.

Im Krankenhaus lag für die Eltern am Kaffeeautomaten immer die aktuelle Tageszeitung. Da las ich einen Artikel über die „Legalisierung“ von Cannabis.

Wie unfähig Menschen in der Politik sind, zeigt aktuell ganz bemerkenswert das Thema Legalisierung.

Man erlaubt den Besitz und Konsum von Cannabis, um den Schwarzmarkt einzudämmen und damit die Menschen „sauberes“ Gras bekommen. Aber es gibt derzeit keine legale Bezugsquelle. Die Vereine dürfen erst in drei Monaten starten. Auch dauert es noch, bis die erst jetzt erlaubten Eigen-anbauten wachsen. Die Einfuhr aus den Coffeeshops aus den Niederlanden ist weiterhin verboten.

Also woher mit dem Zeug?

Aber das ist nicht alles. In dem Artikel kam die Polizei und Justiz zu Wort. Da kamen Fragen auf, wo ich mir dachte: „Hätte man das nicht vorher in der Politik klären können?“

Es gibt sinnigerweise Abstandsregeln zu Spielplätzen, Kitas und Schulen. Aber keine Regelung, wie es kontrolliert und sanktioniert werden soll.

Die Polizei weiß aktuell nicht mal, ob und wie man den Schutzradius um Schulen zum Beispiel kontrollieren kann.

Quelle: https://bubatzkarte.de/#13/50.9526/6.9398 und OpenStreeMap

Ob man Personenkontrollen vor Schulen wie bei Waffenverbotszonen am HBF oder Partymeilen durchführen darf. Und was ist mit dem Nachbarn neben der Schule, der in seinem Garten einen Joint raucht oder Pflanzen anbaut?

Theoretisch bräuchte jeder Streifenwagen eine Feinwaage. Und was ist, wenn jemand mehr dabei hat als erlaubt? Muss/Darf dann die ganze Menge sichergestellt werden oder nur das, was zu viel ist?

Aktuell gibt es nur Kontrollgeräte für Verkehrsteilnehmer, ob jemand konsumiert hat. Nicht wie viel. Theoretisch muss dann jedes Mal danach eine Blutkontrolle stattfinden. Da fehlt es dann an der Verhältnismäßigkeit.

Es werden viele Menschen aus dem Ausland zu uns kommen. Vor allem zur EM. Wie ist die Unwissenheit der Gäste rechtlich zu bewerten? Muss/darf das Cannabis dann sichergestellt werden?

Man kann über die Pandemie Maßnahmen denken, was man will. Auch wenn vieles vielleicht nicht gut und richtig war. Aber es war eine Situation, die für uns alle neu war und ungefragt plötzlich da war. Und es keine Erfahrung damit gab.

Aber die Cannabisfreigabe ist etwas, was man vorher hätte richtig planen können. Aber auch hier gehen die Menschen in der Politik man einfach mit dem Kopf durch die Wand.

Wie, wenn meine Kinder experimentieren. Einfach machen und schauen, was passiert ……

Unglaublich ……

Published inPrivates

3 Comments

  1. Tobias Tobias

    Bezüglich der Kontrollen im Straßenverkehr und andere Dinge könnte die Polizei sich von den Kollegen in den Niederlanden beraten lassen.

  2. High Noon High Noon

    Das Problem ist, dass man es erlauben wollte aber dabei so viel wie möglich weiterhin verbieten wollte, um es den Gegnern einfacher zu machen. Und was ist die Folge? Ich darf mich vor jeden Kindergarten setzen und ne Pulle Wodka trinken. Ich darf dabei auch normalen Tabak rauchen. Beides Drogen, die jedes Jahr viele Todesfälle verursachen, Schuld an Gefährdung von Kindern (Passivrauch, alkoholkranke Eltern…) sind und (zumindest beim Alkohol) auch immer wieder im Straßenverkehr für Probleme sorgen. Beide Drogen unterliegen zwar Abgabeeinschränkungen an kindern, sind aber ansonsten frei verkäuflich und an jeder Ecke erhältlich.

    Warum also nicht ebenso freigeben und nur direkt auf dem Gelände von Kindergärten, Schulen oder anderen öffentlichen Einrichtungen verbieten? Warum nicht den Verkauf an den üblichen Verkaufsstellen mit Produkten, die einer gewissen Qualitätsüberwachung unterliegen (angelehnt an Lebensmittel- oder Arzneirecht), freigeben? Dann stehen im Supermarkt oder Kiosk eben die cannabishaltigen Zigaretten neben den normalen Glimmstengeln. Aber letztere werden ja (angeblich) auch nicht an Kinder verkauft, also sollte „gleiches Recht für alle“ ja kein Problem sein. Und Eigenanbau ja, allerdings eben nicht zur Abgabe an andere, so wie ich auch nicht einfach meinen eigenen Schnaps brennen und den ausschenken darf.

    Oder wem das zu frei ist: Legalisierung nur im privaten Umfeld, also Konsum grundsätzlich nicht in der Öffentlichkeit. Verkauf nur an Verkaufsstellen, die sämtliche THC-haltigen Produkte verschlossen und nur auf Kundenwunsch herausgeben und die einen Sachkundenachweis für diese Produkte nachweisen können. Dann natürlich mit beschränkter Abgabemenge. Das ganze ohne Eigenanbau.
    Wer will, bekommt sein Dope, es bleibt aber aus der Öffentlichkeit weitestgehend raus.

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