Wenn das Wetter es erlaubt, bin ich in der Regel auf dem Weg zur Arbeit und zurück zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Seit ich in die Innenstadt pendle, ist mir etwas aufgefallen, was mir parallel auch tierisch auf den Sack geht.

Für viele ist eine rote Ampel nur eine Empfehlung. Auch ich kann morgens früh mich darüber ärgern, dass ich irgendwo an einer Kreuzung stehe, wo nichts passiert und ich dennoch zwei bis drei Minuten bei Rot stehen bleibe.
Aber ich bleibe stehen, egal ob auf dem Fahrrad oder zu Fuß. Während ich dort stehe, gehen und fahren richtig viele Menschen an mir vorbei und über Rot.
Schon einige Male ist es mir passiert, dass Leute an mir über Rot vorbeigefahren sind, obwohl Polizei in der Nähe stand und dennoch nichts passiert ist. Mittlerweile verstehe ich, warum.
Bei der Menge an Rotfahrern hat die Polizei anscheinend auch schon aufgegeben. Wenn sie nicht direkt dies kontrollieren, lassen sie die meistens gewähren.
Aber richtig auf den Sack gehen mir die, die von hinten angeflogen kommen und mich anbrüllen, weil ich bei Rot stehenbleibe. Da kann ich auch nicht ruhig bleiben.
Ich meine, grundsätzlich ist es mir egal, was jeder Einzelne macht, solange er selber mit seinen Konsequenzen lebt. Aber hier nervt es mich extrem, weil andere mit reingezogen werden.
Ich als Motorrad- und Autofahrer muss so oft aufpassen, nicht irgendjemanden zu überfahren, weil er sich nicht an die Verkehrsregeln hält. Ich möchte sehr ungern jemanden unter meinen Reifen liegen haben, nur weil er nicht aufgepasst hat.