Ein X für ein U vormachen

Heute morgen wollte ich mein Mittagessen in den Firmenkühlschrank stellen. Da stieg mir ein Geruch in die Nase. Die offene Salamipackung des Kollegen.

Ich kann es mittlerweile nicht mehr sein lassen, mir immer gleich den Inhalt durchzulesen. Ich war überrascht!

Putensalami

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Pute suggeriert uns, das die leicht sein könnte!

Rumgedreht und nachgeschaut.

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Inhalt: Truthahnfleisch und SCHWEINEFLEISCH! Für mich nicht so schlimm. Aber ich habe eine Muslimische Freundin (Nicht meine Frau – die ist Christin), die mich mal darauf aufmerksam machte, das nicht alles wo Pute drauf steht auch nur Pute drin ist.
Auch wenn es hier gleich daneben darauf hingewiesen wird, so ist dies bei anderen Putenlebensmittel keine Selbstverständlichkeit!

Dann ist der Salami noch Glukosesirup beigesetz worden. Sieht man auch bei den Nährwerten. 0,5g Zucker. Nicht viel, aber dennoch zugesetzt!

Dann ist da noch Antioxidationsmittel (eine chemische Verbindung, die eine unerwünschte Oxidation anderer Substanzen gezielt verhindert) drin. 

Des weiteren noch Ascorbinsäure, Natriumisoascorbat und Konservierungsstoff. Zum guten Schluss wurde das ganze noch mit Buchenholzrauch geräuchert.

Ich werde immer komischer, was Lebensmittel angeht. Liegt es daran, das ich hinterfrage was drin ist oder bin ich nur unwissend?

Na ja, das “Guten Appetit” zum Schluss wirkt für mich nur noch ironisch ;D

4 Gedanken zu „Ein X für ein U vormachen“

  1. In Wurst ist immer ein bisschen Zucker als Geschmacksverstärker drin. Geh mal zum Metzger deines Vertrauens und frag mal nach, welcher Zucker in der Wurst eingesetzt wird. Du wirst erstmal ganz schief angeschaut, wenn Du dich traust, so etwas zu fragen. Für die meisten Wurstsorten kann er nicht sagen, was drin ist, weil er sie gar nicht selber herstellt.

  2. Nur so der Vollständigkeit halber:
    Da steht: Antioxidationsmittel: Ascorbinsäure.
    Also nicht „extra noch“.

    „Ascorbinsäure“ ist übrigens Vitamin C

  3. Also dann gebe ich mal meinen Kochsenf zu diesem interessanten Thema. Ich hab damals in meiner Lehre mal ein 2 Wöchiges Praktika in einer Metzgerei gemacht als ich Urlaub hatte. Ich weiß ned wies in einer Weltmetropole wie in Köln ist. Aber bei uns machen die Metzger fast jede wurst selber.

    Wurst vom Metzger ist meistens die bessere Wahl. Zum Thema Schweinefleisch.

    In 99% der Fälle ist in jeder Wurst Schweinefleisch, weil dieses fetter ist und somit Bindung entsteht. Geht mittlerweile auch ohne.

    Glucose brauch ich selber oft für meine Zuckerwerke.

    Sie gehört zu den Kohlenhydraten und wird durch Spaltung von Zucker gewonnen. Wird dann zu Traubenzucker.

    Wird in der industrie dem Zucker vorgezogen weil er nicht auskrisalisiert und dadurch das Produkt länger haltbar wird.

    Ich finds gut das du so genau auf deine Lebensmittel schaust.

  4. Ich lese mir auch immer gerne die Zutaten etc. durch und manchmal wird einem da schon ganz anders. Ich kann Dich in jedem Fall verstehen. Wenn ich Putensalami möchte, dann möchte ich eben nur Pute und nicht auch Schwein.
    Den Glukosesirup braucht es übrigens auch zum haltbar machen. Zucker ist ein wundervolles Konservierungsmittel. Vor ein paar Jahren stand auf solchen Wurst-Packungen immer Laktose. Dann nahmen die Laktoseintoleranzleranzler überhand (ich bin selbst einer) und die meisten verwendeten statt Laktose dann Fruktose (ist ja auch in den Diabetiker Produkten drin). Bei diesem Produkt ist man scheinbar zu Zucker gewechselt.

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