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Ich war letzte Woche beim Weingarten Köln, um mir ein neues Hemd zu kaufen.
Im Gegensatz zu den großen Modehausketten arbeiten hier noch Menschen die sich um einen Kümmern. Einem das Passende raus suchen. Bei einem ordentlichen Hemd ist das sehr Hilfreich.

Neben der Kasse machte ein Älterer Herr plötzlich einen Riesen Aufstand, er hätte so was hier noch nie erlebt. Trum Trum Trum ……..

Die Kassiererin kümmerte sich rührend um ihn, entschuldigte sich, beschwichtigte, bis der stellvertretende Geschäftsleiter kam, dazu und versprach Besserung. Alles um ihn betüttelde ihn.

Dann viel folgender Satz.

Ich komme seit 14 Jahren hier hin und habe sowas noch nie erlebt. Das war mein letzter Besuch!

Ich weiß nicht, was er „erlebt“ hat, aber wenn dies der erste Fehler in 14 Jahren war und er der Meinung ist das er des wegen nicht mehr kommt, dann ist das so. Auf wiedersehen.

Irgendwo finde ich – gibt es grenzen. Fehler passieren. Gerade wo ich schon so lange Kunde bin, darf auch mal was schief laufen.

Der Kunde ist für mich so lange König, wenn er sich auch wie einer benimmt und nicht wie ein Bauer.

Ich zahlte und ging zum Ausgang und hörte den Mann immer noch laut Diskutieren.
Vielleicht bin ich zu wenig Kundenorientiert, aber ich mag so ein Verhalten nicht.

Klar darf man sich beschweren, aber man muss nicht den ganzen Laden teilhaben lassen. Ich muss auch mal Fehler akzeptieren, wenn sich auch danach darum gekümmert wird. Und um Ihn wurde sich gleich mehr als genug gekümmert.

Ich darf auch mal eine Entschuldigung annehmen.
Mir tun in einer solchen Situation immer die Mitarbeiter leid. Die dann da stehen und nur noch nicken dürfen, anstatt mal die Wahrheit zu antworten.

So wie der „Kundendienst„. Manchmal überlege ich mich auch einfach einzuklinken, um so einen Pfosten mal auszubremsen und zu fragen, wieso er sich gerade so benimmt.

Aber heute schreiben „Kunden“ die bösesten Kritiken, wenn sie einen Tag zu spät die Ware erhalten. Da hilft keine Diskussion mehr …..

Wir verkaufen auch Ersatzteile für Heizungen in unserem Onlineshop. Diese kann zwar der Privatmann erwerben, aber der Einbau muss durch einen Fachbetrieb geschehen.

Daher wissen die meisten Kunden was Sie brauchen. Weil Sie es von Ihrem Installateur gesagt bekommen.

Manchmal kommt es vor, das Kunden sich aber auch selber bei uns nach den Artikelnummern benötigter Ersatzteile erkundigen.

Dann verweisen wir der Regel an den Hersteller, da dieser mit 100% sagen kann ob und welches Bauteil z.B. zu seinem Gasbetriebenen Kessel passt. Wir sind dafür nicht geschult und im schlimmsten Fall kann dem Kunden das Ding um die Ohren fliegen.

Wir senden dann dem Kunden sämtliche Kontaktdaten des Hersteller zu. Die Kunden sind im Regelfall dankbar für die Information und kommen dann mit den richtigen Artikelnummern zurück.

Heute hat uns einer seine volle Dankbarkeit gleich per E-Mail mitgeteilt:

Hallo

 

Da Sie anscheinend kein Interesse haben etwas zu verkaufen, kaufe ich eben gleich beim Hersteller .

Ich habe noch keine dermaßen faule Firmenmitarbeiter erlebt!

Den Vorschlag zu machen, dass der Kunde ihre Arbeit machen soll, ist an Faulheit und Dreistigkeit absolut nicht zu übertreffen.

Ich frage mich, wie Sie mit solchen Mitarbeitern bestehen können.

Das fragen wir uns manchmal auch. Wahrscheinlich weil wir ohne solche Mitmenschen auch so gut auskommen …… *Kopfklatsch*