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Gewerbe abgemeldet

Heute habe ich es endlich geschafft mein Gewerbe abzumelden.

Das war die richtige Entscheidung. Auch wenn es mir Spass gemacht hat. Aber die Freizeit mit meiner Tochter ist mir wichtiger. 

Und sonst so?

Unsere Tochter wächst und gedeiht.

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Mittlerweile hat sie ihren festen Schlafrhythmus und fängt an deutlich mehr zu brabbeln.

Pukken dürfen wir sie seit einer Woche nicht mehr, da sie sich angefangen hat zu drehen.

Die Entscheidung mich komplett aus der Selbstständigkeit zurück zu ziehen und auch dem 450 Euro Minijob nicht mehr nach zugehen – war nicht einfach – aber genau richtig. Ich fühle mich deutlich besser und merke das ich auch wieder viel besser schlafe.

Ich gehe derzeit 2 mal die Woche zum Sport. Mit der Ernährung versuche ich es auch wieder in den Griff zu bekommen, aber das will noch nicht so ganz.

Huch, ein Jahr selbstständig

Huch, da bin ich nun schon ein Jahr nebenberuflich Selbstständig 🙂

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Bereut habe ich es bis heute nicht.

Meine erste Steuererklärung habe ich auch hinter mir. Für das erste Jahr hatte ich mir einen Steuerberater genommen. Das habe ich nicht bereut, auch wenn es nicht so ganz günstig war. Aber es hat mir unheimlich viel geholfen und viele Fragen einfach gelöst.

Für die nächste Steuererklärung muss ich mir noch überlegen was ich mache.

Ich habe selber bis dato keine Werbung gemacht und werde es auch weiterhin nicht machen. Auch habe ich keine Webseite (außer meinem Privaten Blog).

Mundpropaganda ist mir da lieber und es läuft wie ich es mir wünsche.

Der erste „Kunde“ der seine Rechnung nicht bezahlt und auch nicht mehr erreichbar ist – ist jemand den ich mal über den Sicherheitsdienst kennen gelernt habe und zeigt mir warum ich keine „fremden“ Kunden haben möchte – bzw warum ich mit der „Empfehlung“ bis dato am besten gefahren bin.
Für 60 Euro werde ich keine Mahnverfahren starten, sondern es intern Gutschreiben und als Lehrgeld abhacken. Für mich war das nur „Zeit“. Man sieht sich im Leben immer zwei mal 🙂

Aber ansonsten habe ich immer alles bis jetzt pünktlich bezahlt bekommen und es ist dieses Jahr schon einiges rum gekommen.

Mal schauen was das kommende Jahr alles so bringt 😉

Nebenberufliches Kleinunternehmen gründen

Sich neben seinem Hauptjob mit einer eigenen Tätigkeit selbständig zu machen, geht einfacher als ich dachte.  Bzw. die Möglichkeit, auch als Privatperson eine Rechnung zu schreiben, ist gar nicht sooooo aufwendig. Wobei ich in meinem Fall keine Privatperson mehr bin.

Eines vorweg, das hier sind meine gesammelten Informationen.
Ich weise vorsorglich darauf hin, das ich keine Gewähr auf Korrektheit oder Vollständigkeit gebe.Korrekturen oder Ergänzungen nehme ich gerne via Kommentar oder E-Mail an.

Kurz zusammen gefasst:

In Köln für 20 Euro ein Gewerbe angemeldet, Post von IHK und Finanzamt abgewartet und schon kann ich „Privat“ und Nebenberuflich Rechnungen schreiben.Dann gebe ich einmal im Jahr mit meiner Einkommenssteuererklärung eine Gewinn- und Verlustrechnung ab und fertig.Das war es. Punkt.

Soweit die Erfahrung und Theorie bis jetzt.
Wie das sich in der Praxis wiederspiegelt, werde ich in den nächsten Monaten und Jahren sehen. Wen es interessiert, der kann ja meinen Blog verfolgen 😉
Habe mal eine Kategorie „Kleinunternehmen“ angelegt.

Und jetzt etwas detaillierter.

Arbeitgeber zu fragen / informieren.

Also, als erstes galt es nach dem Entschluss meinen Arbeitgeber zu fragen.
Das war in meinem Fall schnell erledigt, ist aber Pflicht.
Wenn dieser das nicht möchte, dann muss man das akzeptieren.

Gewerbe anmelden?

Das musste ich in meinem Fall (1) (2).  Das ging aber einfacher als gedacht. Ich habe mir vorgestellt, das dies mit unheimlich viel Aufwand verbunden ist. Pustekuchen.

Kostet rund 20 Euro in Köln und ist in wenigen Minuten durch.
Ob es in anderen Städten mehr oder weniger kostet kann ich leider nicht sagen.

Das geht bei uns in Köln beim Gewerbeamt. Das hat aber nur von 8 bis 12 Uhr auf. Online kann man bei unseren Ämtern auch einen Termin vereinbaren, aber das ging beim Gewerbeamt irgendwie nicht. Ich rief an, aber niemand ging ran. Also schrieb ich eine E-Mail mit der Frage, ob ich einen Termin auch Nachmittags haben kann oder nur morgens die Möglichkeit besteht ein Gewerbe anzumelden.

Ich bekam als Antwort:

……Um Ihnen die Angelegenheit zu vereinfachen übersende ich Ihnen anbei einen Vordruck zur Anmeldung. Bitte senden Sie diesen ausgefüllt und unterschrieben auf dem Postweg an mich zurück und fügen eine Kopie Ihres Personalausweises/Passes bei. Sie können den Vordruck auch gerne eingescannt per E-Mail übersenden. Nach der Bearbeitung bekommen Sie eine Ausfertigung der Anmeldung als Bestätigung zugesandt…….

Das habe ich dann auch gleich gemacht und damit war das Thema erledigt.
Das Formular als solches war einfach gestrickt und nur eine Din-A4 Seite groß.
Wichtig war, die Angabe was ich machen will und das „die Tätigkeit im Nebenerwerb betrieben“ wird.

Thema Krankenversicherung

War noch schneller durch.
Bei meiner Krankenkasse habe ich einfach angerufen und mal nachgefragt. Die Antwort war kurz:

Solange ich eine Haupttätigkeit habe und diese mehr „Arbeit“ ist als meine Nebentätigkeit – so brauche ich keine weitere Krankenversicherung.

Thema Steuern

Etwas größeres Thema, aber genau so einfach. Nach der Anmeldung bekommt man Post vom Finanzamt mit der Steuernummer und einem Fragebogen. Den gilt es auszufüllen und zurück zuschicken. Fertig.

Diesen – meinte mein Steuerberater – füllen wir zusammen aus und schicken ihn zurück. Sobald er bei mir eingetroffen ist – ergänze ich diesen Bereich im Beitrag.

Ich muss nun einmal im Jahr (immer im darauf folgenden Jahr bis zum 31.05) meine Einkommenssteuererklärung machen. Das machen die meisten ja eh. Das einzige was nun dazu kommt – das ich eine Tabelle beilege – in der aufgelistet ist welche Ein und Ausgaben ich durch bzw. in meiner Nebentätigkeit hatte.
Oder anders gesagt, eine „Gewinn- und Verlustrechnung“.

Da steckt zwar auch Aufwand hinter, aber wenn man das immer schön beibehält – ist dies für mich genau soviel Aufwand, wie die Stundenzettel schreiben im Sicherheitsdienst.

Sollte ich dann mehr Einnahmen als Ausgaben erwirtschaftet haben, so werden diese dann nachversteuert.
Wie viel das genau ist, das kann ich noch nicht sagen. Das liegt am Steuersatz den man selber hat. Darum habe ich das Gewerbe dieses Jahr schon angemeldet. So kann ich nun den einen letzten Monat díesen Jahres Rechnungen schreiben und einfach mal schauen was ich absetzen kann. Dann habe ich nur einen Testmonat hinter mir.

Thema Rechnung schreiben

Nun darf ich „Privat“ endlich eine Rechnung schreiben. Wobei ich ja nun „Kleinunternehmer“ bin.Das einzige was ich dabei zu beachten habe, ist das ich KEINE Mehrwertsteuer auszeichnen darf. Also die Rechnung Brutto ausgeben muss. Ich muss also – da ich keinerlei Umsatzsteuer einnehme – auch keine Umsatzsteuer abführen.

Kleiner Nachteil, dadurch das ich keine Umsatzsteuer einnehme, kann ich keine Geltend machen. Auch nicht mein Auftraggeber – sofern eine Firma.
Aber damit kann ich und meine Privatkunden leben. Die wenigen Firmen auch. Bei mir dreht es sich ja nicht um so große Summen das es weh tun würde.

Es MUSS folgendes mit auf die Rechnung:

Das übliche:
Mein vollständiger Name und Anschrift
Vollständige Anschrift des Rechnungsempfänger
Ausstellungsdatum der Rechnung
Zeitpunkt der Leistung
Steuer und/oder Umsatzsteueridentifikations-Nr.
Fortlaufende Einmalige Rechnungsnummer
Genaue Leistungsbeschreibung

Besonderheiten:
Es darf kein separater Umsatzsteuerausweis erfolgen!
Es muss auf die Rechnung der Hinweiß „Umsatzsteuerfrei aufgrund der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG.

Anmerkung von Sascha:

Rechnungen müssen nicht immer eine Steuernummer enthalten. Bei Rechnungen über Kleinbeträge (bis 150 Euro) kann sie gem. §33 UStDV entfallen.

Brauche ich AGBs?
Ja und ein. Grundsätzlich gilt das BGB und ggf. auch das HGB. Ich betreibe keinen Onlineshop, also brauche ich weder Widerrufsbelehrung noch AGBs und co. Es wäre nur Ratsam welche zu machen, da AGBs dafür da sind um ggf. Klarheit bei Verträgen zu verschaffen oder vom BGB/HGB abweichende Bedingungen (sofern erlaubt und statthaft) festzusetzen.

IHK und Berufsgenossenschaft Pflichtmitglied?
Ja. Laut meinen Informationen ist eine Mitgliedschaft Pflicht und kostet je nach Bundesland um die 40 Euro pro Jahr.

Das Schreiben kommt automatisch mit der Gewerbeanmeldung. Das habe ich allerdings noch nicht erhalten. Darum werde ich das später nach Erhalt hier ergänzen!

Laut Sascha kann man sich aber davon befreien lassen, wenn die Einnahmen im Jahr nicht 5200 Euro überschreiten.
Sobald das Schreiben da ist werde ich da mal schlau machen und das hier ergänzen.

Gleiches gilt für die Berufsgenossenschaft, die sich irgendwann bei dir melden wird. Auch die will natürlich Beiträge für eine Mitgliedschaft. Aber auch da gibt es in der Regel Freigrenzen, die meist in den Satzungen der Genossenschaft stehen.

Wie viel darf ich einnehmen?

Theoretisch egal. Durch das Kleingewerbe sollte der Umsatz im ersten Jahr die 17.500 Euro und im zweiten Jahr die 50.000 Euro nicht übersteigen. Wenn man darüber kommt, dann muss man dies melden und dann treten andere Regeln inkraft. Aber das würde hier den Rahmen sprengen.

Vielen Dank für die Anmerkung von Macros

Die anderen Regeln (man ist umsatzsteuerlich nicht mehr Kleinunternehmer und wird deshalb umsatzsteuerpflichtig) treten in Kraft, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

1. Der Umsatz im Vorjahr hat 17.500 Euro überschritten.

 

 

Das hat nichts mit dem ersten, zweiten oder dritten Jahr der Selbständigkeit zu tun. Wenn man die 17.500 im achten Jahr überschreitet, ist man halt im neunten Jahr kein Kleinunternehmer mehr

ODER

2. der Umsatz des laufenden Jahres übersteigt voraussichtlich 50.000 Euro.

 

 

In dem Jahr, in dem deine Prognose am Anfang des Jahres ergibt, dass du voraussichtlich mehr als 50.000 Euro Umsatz machst, bist du sofort umsatzsteuerpflichtig.

 

 

Das hat eigentlich nur dann Bedeutung, wenn du direkt groß einsteigst und im ersten Jahr mit mehr als 50.000 Euro Umsatz rechnest oder wenn aus irgendeinem Grund ein Riesen-Umsatzsprung bevorsteht.

 

 

Im Normalfall wirst du, bevor du an den 50.000 kratzt, schon lange wegen Möglichkeit 1 umsatzsteuerpflichtig sein, weil du mehr als 17.500 Euro im Vorjahr an Umsatz gemacht hast.

Darf ich als Kleinunternehmer ein Logo und „Fantasie“ Name verwenden?

Ja, aber:

http://www.existenzgruender.de/expertenforum/recht/antwort.php?frage=11432&archiv=146&rubrik=9

Sonstiges?

Ich persönlich werde mir fürs erste professionelle Hilfe vom Steuerberater nehmen. Das Geld spare ich mir an der Stelle nicht. Gerade am Anfang, wo man vieles falsch machen kann.

Diesen Beitrag werde ich für mich immer wieder Updaten und versuchen aktuell zu halten. Wenn ihr also noch etwas wissen wollt, dann ergänze ich das gerne.

Letzte Änderung: 27.11.2014

 

Sich Selbständig machen?

Ich bin IT´ler von Herz bis Fuß. Mein Hobby habe ich dann irgendwann zu meinen Hauptberuf gemacht.

So lange ich keine Familie gründe, so lange habe ich viel Freizeit.
Da alles um mich herum „bekindert“ ist, weiß ich teilweise nicht was ich mit meinem Feierabend anfangen soll.

Darum habe ich vor zwei Jahren mir einen Nebenjob (Minijob) zugelegt.

Oft habe ich aber auch Anfragen zur „professionellen“ EDV Unterstützung bekommen. Auch das erstellen von Webseiten war häufig ein Thema. Das habe ich aber immer Kategorisch abgelehnt.

„Unter der Hand“ mache ich grundsätzlich nichts und ich bin der Meinung – das ich für das erstellen von Rechnung mich „richtig“ selbstständig machen muss. Also mit Gewerbe, Steuerberater, Privatversicherung, ect….

Das wiederum wäre mir zuviel Aufwand gewesen! Darum habe ich bis dato meinen Job im Sicherheitsdienst geliebt.

Zwar bekommt man dort in der Stunde nur den Mindestlohn von 8,50 Euro – aber man arbeitet legal und ist voll versichert. Man muss sich sonst um nichts kümmern.

Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht Faul. Aber der „Aufwand“ und der „Ertrag“ hätten sich meiner Meinung nach für mich nicht gerechnet.

Ich habe einen 8 Stunden Hauptjob. Wenn ich Langeweile in meiner Freizeit habe, dann melde ich mich „zum Dienst“. Dann gehe ich dahin, arbeite und bekomme mein Geld. Warum soll ich also mich mit viel Aufwand und Risiko richtig Selbständig machen und dann am Ende das gleiche raus bekommen.

Nun habe ich in Erfahrung gebracht, das man als „Privatperson“ eine Rechnung schreiben darf. Freiberuflich oder als ein Kleingewerbe.

Da reicht es laut dem Internet dann aus – einmal im Jahr die Einnahmen und Ausgaben in der Einkommensteuererklärung aufzulisten und gut ist.

Da gibt es zwar dann eine Grenze von 17.500 Euro im Jahr – aber die würde ich nicht überschreiten. Das wären im Monat 1458,33 Euro.
Jetzt darf ich auch nicht mehr als 450 Euro verdienen.

Das wäre für mich perfekt. Dann würde ich den Sicherheitsdienst Minijob an den Nagel hängen und mein Hobby zum Nebenberuf machen.

Nur Grundvoraussetzung für mich ist, das ich eben nicht so einen riesen Aufwand habe, weil ich letztendlich neben meinem Hauptjob auch noch ein Privatleben habe.

Weder im Internet, noch bei der Lohnsteuerhilfe bin ich mit meinen Fragen weiter gekommen.

Daher werde ich mich jetzt mal an das Finanzamt wenden, die werden es ja wissen müssen.

Meine Fragen sind:

Wenn ich EDV Dienstleistungen im kleinen Rahmen – also innerhalb dieser 17.500 Euro Grenze im Jahr  – in Rechnung stellen möchte – was muss ich effektiv dafür tun?

1. Muss ich ein Kleingewerbe dafür anmelden oder kann ich diesen „Beruf“ auch ohne ein Kleingewerbe ausüben?

2. Reicht es wirklich aus, einmal im Jahr die Einnahmen und Ausgaben mit der Einkommenssteuererklärung abzugeben oder muss ich einen Steuerberater beauftragen und das ganze einmal im Monat machen?

3. Muss ich eine private Krankenversicherung abschließen?

4. Gibt es einen Unterschied, ob ich ausschließlich nur für einen Auftraggeber arbeite erstelle oder für mehre?

5. Muss ich sonstige monatliche abgaben tätigen? Thema Sozialversicherung und Steuer.

Wenn das geklärt ist für mich, also wenn ich wirklich mit kleinem Aufwand das ganze betreiben kann – dann werde ich das Thema richtig angehen.