Ich bin echt angepisst. Stehe kurz vor dem durchdrehen.
Bis heute habe ich keinen Führerschein. Seit dem ich Fahrrad fahren kann, tue ich das.

Mein Rad ist immer Verkehrstüchtig. Ich fahre immer Vorsichtig und nach Vorschrift.
Nicht weil es Gesetz ist, sondern weil ich keine Lust habe unter ein Auto zu kommen.

Dadurch hatte ich noch nie Probleme. Meine Routen die ich durch Köln fahre, fahre ich fast nur auf Radwegen. Bis heute hatte ich keinen Unfall oder sonstige Probleme.

Dadurch habe ich auch keine Punkte, Knollen oder sonstige Strafzettel bis heute bezahlen müssen.
Ich bin eben ein Spießer, aber dafür noch nie ein Problem mit dem Gesetzt gehabt.

So hätte es auch gereicht wenn der Polizist, welcher mich anhielt, mich einfach belehrt hätte.
Aber eins nach dem andern.

Ich bin von der Subbelrather Strasse rechts in die Ottostrasse gefahren.
Gegen die Einbahnstrasse. Das war aber erlaubt und sogar mit einem eigenen Fahrradweg gegenzeichnet. 

Weiter bin ich dann bis zum Ende. Wollte gerade links in die Nußbaumerstr. fahren als mich die Polizei anhielt.
Die steht dort immer.
Dort befindet sich ein Jüdische Synagoge.
Und weil man ja anscheinend als dort befindlicher Mensch um sein Leben bangen muss, ist neben der dicken hohen Betonmauer, der kompletten Videoüberwachung rund um das Areal und den Schwarz gekleideten Sicherheitsleuten rund um das Gebäude (Kein Scherz) auch die Polizei dort rund um die Uhr Präsens.

Diese forderte mich per Megafon auf anzuhalten.

Polizist: Darf ich bitte Ihren Personalausweis haben.
Ich: Gerne, hier.
P: Sie wissen das Sie in gegen eine Einbahnstrasse gefahren sind und das hier nicht dürfen?
I: Nein, wusste ich leider nicht.
P: Haben Sie eine EC Karte dabei?
I: Nein
P: Ok.

Kurbelte das Fenster hoch und funkte.

Ich bin ruhig geblieben. Hätte ich meine EC Karte dabei gehabt hätte ich genau so mit nein geantwortet.
Eines habe ich gelernt. Man ist nur dazu verpflichtet sich auszuweißen. Weder Unterschreibe ich irgendwas, noch zahle ich etwas an Ort und Stelle.

Er kurbelte das Fenster runter, drücke mir einen Zahlschein in die Hand und meinte das ich 15 Euro innerhalb einer Woche bezahlen muss ansonsten bekomme ich Post nach Hause.

Ende des Gespräches.

Ich bin weiß Gott nicht Gewalttätig und habe bis heute immer die Polizei respektiert. Aber in diesen Moment hätte ich ihm am liebsten ………

Es war ein VERSEHEN! Dort darf man überall gegen die Einbahnstrasse fahren. Dann kann so was auch mal passieren!

Er wird meine Personalien angefragt haben per Funk. Ich habe nix in meiner Polizei Akte.
Ich habe auch keine Punkte und bin wegen nix negativ aufgefallen.

Eine Belehrung bzw. Verwarnung hätte es auch getan.

Ihn hat es nicht interessiert ob mein Fahrrad verkehrstüchtig war, ob ich getrunken habe oder sonst was …..

Ich lege mich jetzt schlafen und werde morgen (nach dem ich mich beruhigt habe) mal schauen ob ich irgendwas machen kann.
Ich meine, was passiert wenn ich es nicht in den ersten 7 Tagen bezahle?
Das was nach hause kommt, kostet mich das noch mehr Geld oder ist es eine „kostenlose“ Erinnerung gegen die ich erstmal Einspruch einreichen kann. 

Was ist wenn ich Einspruch erhebe (oder wie auch immer man das nennt), kostet mich das dann wieder Geld?
Bleibt mir echt nix anderes übrig als das stillschweigen zu bezahlen?

Ich habe keine Lust für 15 Euro meine Verkehrsrechtschutz Versicherung in Gebrauch zu nehmen. Aber es geht mir ums Prinzip!

Vielleicht hat einer von euch Ahnung. Ich leider nicht, weil ich mit meinen fast 30 Lebensjahren mir nie habe was zu schulden kommen lassen.

Arrrrggg….

 

 

10 Kommentare
  1. thomas
    thomas sagte:

    Wie muß ich das jetzt verstehen? Die ersten paar Meter darf man gegen die Einbahnstraße fahren und dann nicht mehr?

    Was ich noch viel interessanter finde: Du hast keinen Führerschein aber eine Verkehrsrechtschutz? Ein bißchen überversichert, kann das sein? 😉

    Aber jetzt mal Butter bei die Fische:

    Wenn an dieser Stelle das fahren gegen die Einbahnstraße tatsächlich nicht erlaubt war, dann liegt es im Ermessen der Polizisten, dich zu Belehren oder ein Ordnungsgeld zu verhängen, da wirst Du nix gegen machen können.
    Anders ist es, wenn Du da gegen die Einbahnstraße fahren darfst – dann würde ich mich auf jeden Fall mal bei der zuständigen Polizeidienststelle beschweren!

    Antworten
  2. zero_-_-cool
    zero_-_-cool sagte:

    Wenn du bisher größtenteils Gesetzestreu warst, dann bleibt dir nur das Bezahlen des Knöllchens übrig.

    Alle anderen Methoden würden deinem Verantwortungsbewusstsein widersprechen.

    Wenn du das Risiko nicht scheust etwas mehr zu bezahlen, lass das Ding einfach liegen und reize das „Zahlungsziel“ so weit wie möglich aus. D. h. kurz bevor ein Gerichtsvollzieher die 15,- EUR eintreiben will, zahlst du halt mal. Wenn du aber Glück hast, wollen sie die Kohle gar nicht haben.

    Antworten
  3. noch ein Markus
    noch ein Markus sagte:

    wenn da das Fahrer entgegen der Einbahnstrasse nicht erlaubt war hast du wohl nicht viel andere Möglichkeiten.
    was ich persönlich allerdings ziemlich bescheuert gemacht finde, ist, dass man teilweise entgegengesetzt in eine Einbahnstrasse fahren darf.

    Antworten
  4. pizzablog
    pizzablog sagte:

    Wenn die Straße zu eng für zwei Autos nebeneinander ist, aber durchaus so breit, dass rechts und links bequem ein Fahrrad passt, dann finde ich das sehr ok, dass Fahrradfahrer entgegengesetzt reinfahren können.

    Vor allem in der Gegend in Ehrenfeld, wo es fast nur Einbahnstraßen gibt.

    Ansonsten ist Gesetz nun mal Gesetz. Der Polizist hätte sich natürlich auch entgegenkommender verhalten können, muss er aber nicht. Wenn alle das täten, was sie für sinnvoll halten, hätten wir Chaos und noch mehr Verkehrstote. Regelungen müssen einfach sein. Da hilft kein Zähneknirschen.

    Antworten
  5. Marlene
    Marlene sagte:

    Ich finde es eigentlich ganz gut das auch einmal Farradfahrer Knöllchen ausgeschrieben bekommen, denn wenn ich im dunkeln mit dem Auto in einer Einbahnstraße fahre, wo gerade mal mein Auto reinpasst und dazu kommt mir ein Farradfahrer entgegen der dann auch noch meint, ich müßte Platz machen… „Arggggh“

    Aber nun zu deinem Problem,wenn du dein Knöllchen mit montatlich 1Cent bezahlen solltest, dann bist du Zahlungsbereit und dir kann keiner was. 🙂

    Aber trotzdem Verkehrsregeln sind nunmal Verkehrsregeln.

    Antworten
  6. Andre
    Andre sagte:

    Wachdienst vor der Synagoge gilt bei der Kölner Polizei als „Strafarbeit“ – so wie andere öde „Wachjobs“ extrem unbeliebt weil stinklangweilig. Weis ich aus erster Hand.
    Da sind die Jungs und Mädels in Uniform froh über jede Abwechslung und Du warst der Gelackmeierte.

    Im Übrigen hättest Du auch nach der Aufforderung über das Aussensprechgerät des Wagens seelenruhig weiterfahren können. Die dürfen nämlich nicht ohne zwingenden Grund den Wachdienst verlassen und die Verfolgung eines falsch fahrenden Radfahrers gehört nicht dazu. Mangels Coolnes – selbst Schuld 😉

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  7. Zarola
    Zarola sagte:

    Hm, moment, hat der dich verwarnt, weil du schon gegen die Einbahnstr. gefahren bist oder wolltest Du erst (kannst ja auch abgestiegen sein wollen, direkt am Eck… ;-))
    Ist das da klar ausgeschildert, dass du als Radfahrer das in der Ottostr. darfst, aber in der Nussbaumer nicht?
    Evtl. kleinen Einspruch einlegen nach dem Motto: „So war das nicht“ und warten was passiert.

    Ich kenn das Gefühl. Da geh ich einmal(!) bei Rot über den Fussgängerüberweg, weil ich den Bus schon stehen sah und … mir kommt natürlich ein Herr Ordnungshüter entgegen und verwarnt mich mündlich. Naja, ich vermute „ehrlich, das mach ich sonst nie“ hört der andauernd.

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