Schlagwort: Krav Maga

Der nächste morgen brach an auf unserer Israel Reise.
Um 7 Uhr checkten wir schon aus und es ging zu einem Trainingsort den ich so schnell nicht mehr vergessen werde!

Training am Strand von Israel!

Und im Meer!

 

Das Wasser hatte an dem Morgen eine Temperatur von rund 15 Grad.
Die Sonne schien und wir hatten viel zu tun.

Im Wasser zu „kämpfen“ ist so anstregend!
Der Sand hindert einem am gehen und am treten.
Der Gegner steckte auch fest und ließ sich einfach nicht weg stoßen oder abwähren.
Nach wenigen Minuten ist man sowas von ausgepowert, weil man viel mehr Kraft in dass ganze Verteidigen stecken muss.

Man fällt ins Wasser, wird vom Gegner untergetaucht.
Einfach Krass.

Aber es hat auch Spaß gemacht. Richtig viel!
Ich kann mich nicht daran erinnern soviel Spaß am Meer schon mal gehabt zu haben.

Es war ein toller Trip mit vielen coolen Trainingseinheiten.
Ich würde es sofort wieder machen, obwohl ich fast aus bedenken nicht angetreten wäre 🙂

Ich selber sehe mein Übergewicht auf den vielen Fotos.
Aber ich sehe noch was anderes.

Ich sehe 128 Kilo, die Ihren faulen Arsch von der Couch nach Israel bewegt haben um dort zu trainieren! Und da bin ich verdammt stolz drauf!

Aus einst Angst vor dem Leben wurde Lebensfreude!
Aus Faulheit Motivation!

Manchmal muss man einfach nur über seinen Schatten springen und vor die Türe gehen!
Dann erlebt man die Welt in mit anderen Augen!

Danke an Carsten, der diese Reise organisiert hat und mich zu diesem Trip motivierte!

Danach ging es wieder zurück zum Flughafen.
Aus fast 20 Grad wurden wenige Stunden später nur noch -2 Grad.

Diese Woche werde ich wieder zum Training gehen. Ich freue mich schon die Truppe wieder zusehen.

Privates

Es gibt Menschen in meinem Alltag, die meinen das Selbstverteidigung nichts bringt.
Wenn es ernst wird, hilft das alles nicht.

Auf meiner Israel Reise bin ich einmal mehr des besseren belehrt worden!

Nach dem langen Tag in Jerusalem und dem ausgiebigen Essen im Restaurant ging es zurück zum Bus.

Ich freute mich schon auf mein Bett. Vor unserem Bus standen die Raucher und quatschten. Der Bus war auf und der Fahrer war auch drin.

Ich ging rein und war vermeintlich der erste.
Hinten saßen zwei weitere Typen die ich aber nicht kannte.

Leicht irritiert schaute ich noch mal zum Busfahrer, ob ich überhaupt im richtigen Bus sitze.
Jo, das war ich. Aber wer waren die zwei Typen?

Vorsichtig ging ich hin und fragte ob sie im falschen Bus sitzen oder was sie hier wollen.
Kurz und knapp bekam ich die Antwort, sie seien aus Israel und bleiben jetzt hier sitzen.

Hmmm… Ok. Alleine war mir die Nummer zu heikel.
Also ging ich zur Bustüre und sprach unsere Gruppe an, das da zwei Typen in unserem Bus sitzen die nicht dazu gehören.

 

Sofort stürmten die ersten von der hinteren Türe in den Bus und die anderen von vorne.
Ich selbst kam gar nicht mehr an die Typen ran.

Also bin ich raus und holte die Instruktoren dazu.

Wie es ausgeht und wie es zu diesem Bild kommt:

 

erfahrt ihr auf dem Blog meines Vereins:

https://www.krav-maga-institut.de/blog/aus-spass-wird-ernst-oder-warum-krav-maga-funktioniert/

 

Privates

Gut geschlafen ging es gleich in der Früh zum nächsten Training.
Es regnete leicht und so wurde drinnen trainiert.

Zu meiner Freude wieder mit Amnon Darsa.

Das Training war echt hervorragend. Besonders hat mir seine Einstellung gefallen.
Jemand der soviel Erfahrung hat und schon ewig trainiert – nicht versucht das Rad neu zu erfinden oder gar zu „verschönern“.

Diese ganzen tausenden Techniken und vor allem das „schöne“ aussehen dabei.
Oft hörte ich dabei das Wort „Bullshit“ bei ihm.

Krav Maga ist nicht schön und auch kein Zauberwerk.
Es werden einfach nur unsere Reflexe geschult.

In einer Stresssituation sollst du nicht überlegen welchen Handgriff du machst, sondern einfach machen. Wenn du dann den angeborenen Reflex durch Krav Maga festigst, dann funktioniert auch die Selbstverteidigung.


„Back to Basics“ nannte er es! Und die wurden immer und immer wieder trainiert!
Tolles Training, wenn auch sehr anstrengend!

Danach ging es nach Jerusalem.

Wow. Was für ein Erlebnis.
Wir hatten eine hervorragende Deutsche Reiseleitung, tolles Wetter und viel zu sehen.
Die ist mit uns zu erst auf den Öl Berg rauf.

Von dort hatte man eine hervorragende Aussicht auf den alten Teil von Jerusalem und die Gräber.

Vor dort ging es dann nach Jerusalem rein.
Es war Samstag Mittag. Bei den Juden durch den Sabbat ein Feiertag.
An diesem Tag dürfen die Juden unter anderem keine elektronischen Geräte bedienen.

Daher konnten wir nur von der Christlichen Seite aus her ein Fotos zur Klagemauer machen.

Aber es hatte den Vorteil, dass wir in Ruhe zur Klagemauer kamen.
Es war wenig los und so konnte ich davor auch selber einmal stehen.
Auch wenn ich kein gläubiger Mensch bin, so war es dennoch sehr beeindruckend.

So viele Glaubensrichtungen auf einem Fleck.
Das Judentum, das Christentum und der Islam.

Und wehe der Muslime geht von seinem Glaubensbereich in den Glaubensbreich des Juden.
Oder umgekehrt. Oder er schmeißt Steine von der Klagemauer …..

Aber außerhalb des „Glaubensbereiches“ sind sie wieder friedlich. Da läuft der Jude durch den Muslimischen Bereich und der Christ durch den Jüdischen.

Aber im Glaubensbereich gibt es immer wieder Konflikte und Provokationen. Hier und da sah man dann auch schwer bewaffnetes Militär der eigenen Glaubensrichtung.

Man zeigte uns unterwegs die verschiedenen Krankenwagen. Der mit Stern drauf für die Juden, den mit Halbmond drauf für die Muslimen und den Rest für die Christen.
Jeder hatte sein eigenes Distrikt.

Der Reiseführer erzählte uns, dass sogar eine Muslimische Familie den Schlüssel für die Grabeskirche hat und diese Abends abschließt, weil die verschiedenen Christlichen Glaubensgemeinschaften sonst wieder untereinander Krieg führen würden wem die Kirche gehört.

Alles schon sehr Absurd wo glaube hinführt. Aber auch sehr beeindruckend.
Nach der Klagemauer ging es ein Stück entlang der der Via Dolorosa.

Dem Leidensweg Jesus.
Bis wir dann an der Grabeskirche ankamen.

Hier ist Jesus gekreuzigt worden,

hier starb er, wurde beerdigt und ist auch wieder auferstanden.

Wenn man dort in Ruhe steht und alles auf sich einwirken lässt, die Menschen beobachtet und auch die Gebäude genauer betrachtet – ist dies schon alles sehr beeindruckend.

Nach dem sehr tollen und langen Tag ging es zurück ins Restaurant in Haifa.

Danach sollte es in Ruhe zum Bus gehen, aber kam anders als wir uns dachten.
Dazu später mehr!

 

 

Privates

Das war eine kurze Nacht.

Auf dem Weg zum Frühstück sah ich nun die Stadt mal im hellen.
Ich war schon verwundert. Israel habe ich mir immer zerstört vorgestellt.
Alles zerbommt. Über all bewaffnetes Militär und Polizei.
Pustekuchen.

Egal in Tel Aviv, Haifa oder in Jerusalem. Es war friedlich, ruhig und sicher.
Nichts zerbommt!

Ok, die Häuser und Infrastruktur war nicht immer die schönste 🙂

Aber das habe ich in Istanbul und Bangkok und den Rest der West genau so gesehen.
Immer dieser krassen Kontraste zwischen zerrissener Lehmhütte und neuen Wohnparks.

Das Frühstück war echt sehr köstlich und vielseitig.

Von dort ging es in den „Hakishon Park“ in Haifa.

Dort fand unser erster Training statt. Mit Amnon Darsa.
Er ist einer der führendsten Krav Maga Lehrer der Welt.
Er begann seine Krav Maga Ausbildung mit dem 13ten Lebensjahr. Er war ab 1988 der Schützling von Eyal Yanilov, der engste und zuverlässigste Schüler von Imi Lichtenfeld.
Imi Lichtenfeld ist der Gründer des Krav Maga System.

Bei schönstem Wetter unter Palmen war es echt ein wundervolles Training.

Inklusive Szenario Training!

Wir haben echt lange Trainiert. Ich selber war völlig untrainierte und glaubte nicht, dass ich das nächste Training noch überlebe 🙂

Das Training lief bis zum Nachmittag. Im Anschuss ging es in die Historische Altstadt von Akkon.

Es war schon spät und nicht mehr von Touristen überfüllt. Dadurch konnten wir die Umgebung voll und ganz auf uns wirken lassen.

Am ende der Altstadt gelangten wir zu einem tollen Restaurant mit einem noch tollen Ausblick.

Hier genoss ich dann mein erstes Bier nach sehr langer Zeit.
Das war lecker 🙂

Das WC dort war dann nicht so toll. Nicht nur die Mangelnde Hygiene. Am Waschbecken stimmte was nicht 🙂

Danach ging es wieder zurück nach Haifa, zum Abendessen ins Restaurant.

Von dort ging es dann ins Hotel zum schlafen.
Der nächste Tag stand noch früher vor der Tür als der letzte.

 

 

Privates

Wow. Da bin ich wieder. Heile zurück in Deutschland.
Was war dass für ein geiler Trip!

Donnerstags sah das noch ganz anders für mich aus.
Ich habe mir schon sorgen gemacht ob das alles gut geht.
Aber ich bin auch über meinen Schatten gesprungen und bin die Reise angetreten.

Getroffen haben wir uns in Frankfurt am Flughafen.

Dort gab es dann auch unser Moto T-Shirt!

Der Check-In hatte es in sich.
Die drei Jüdischen Fluggesellschaften hatten ganz links außen Ihren festen Bereich.
Dort standen überall Polizisten mit Maschinen Pistolen rum.
Über uns an Balkonen standen weitere Polizisten mit Maschinenpistolen.

Das ist wohl erst auch nicht seit kurzem so und auch der Rest des Flughafens war nicht so bewacht!

Einfach zum Checkinschalter ging es auch nicht.
Davor standen Israelische Sicherheitsbeamte, die mir erst einmal ein paar Fragen auf English stellten.

Wer ich bin, mit wem ich reise, wer mein Gruppenleiter ist, wer unsere Gruppe ist, warum wir gemeinsam reisen, warum ich reise, wie lange ich bleiben will, weshalb ich ausgerechnet Israel dafür bereise, wer meinen Koffer gepackt hat, ob ich ihn unbeobachtet gelassen habe, ob ich etwas geschenkt bekommen habe von jemanden, was ich mit auf die Reise nehme, ob ich in Israel jemanden kenne, ob ich verwandte in Israel habe, ……..

Je nach Teilnehmer dauerte es 2~5 Minuten. Erst dann bekamen wir einen Sicherheitsfreigabeaufkleber in den Pass und auf den Koffer mit dem wir dann zum Check-In durften.

Dort das Gepäck aufgegeben ging es weiter zur Passkontrolle.
Die wird fast nicht mehr durch Menschen durchgeführt.

Einfach Pass auf den Scanner legen. Dann öffnet sich eine Türe.
Dann steht man in einem Gang, vor einem fährt eine Transparente Scheibe auf und ab und macht Fotos die man auf der Scheibe sieht.

Erkennt der Scanner einen, so geht die Scheibe weg und die Türe dahinter auf.
Coole Sache! Hier gibt es mehr Informationen dazu:

https://www.travelbook.de/service/EasyPass-ist-seit-Mitte-April-im-Einsatz-Wie-effektiv-ist-die-automatische-Passkontrolle-am-Airport-298032.html

Von dort ging es in den nächsten Sicherheitsbereich.
Im Gegensatz zum Urlaubscheck wurde hier richtig langsam und sorgfältig mein Rucksack durchleuchtet.

Ich selber musste durch einen Körperscanner. Auch hier standen überall – mit Maschinenpistolen bewaffnete – Polizisten.
Weiter zum Warte Bereich.

Auch hier war der Bereich komplett beschützt durch die Polizei.
Der Bereich selbst war auch komplett von anderen Wartebereichen osoliert.

Es ging ins Flugzeug.

 

Und auch dort sah man draußen um unser Flugzeug bewaffnete Polizisten stehen.
Als es die Maschine auf das Rollfeld rollte, wurden wir von Polizei Panzern begleitet.

Spätestens dort hatten meine Baldriantabletten nicht mehr geholfen.
Herrgott, wo bin ich hier rein geraten?
Wo fliege ich bloß hin, dass man uns so massiv beschützen muss?

An Board gab es Pasta Bolognese, Hummus, Salat und Brot.

Kleiner Tipp, der Hummus sollte auf Brot gegessen werden und nicht als Nachtisch löffeln.
Bahhhh… war das ein komischer Geschmack, als der Löffel voll Hummus in meinem Mund landete 🙂

In der Nacht sind wir dann sicher in Israel gelandet.
Im Land der komischen Zeichen 😉

Auch hier im Check-in wurden wir befragt. Nur den Beamten konnte ich nicht verstehen.
Das Englisch war echt schlecht. Nach dem ich zum dritten mal nachgefragt habe wie die Frage war, bekam ich nur ein wütendes „You don´t understand me – GO“ entgegen und er klatschte den Ausweiß auf den Tisch. Ich durfte weiter 🙂

Andere von uns, die keinen Deutschen sondern einen Ausländischen Nachnamen hatten, wurden sogar noch mal separat befragt.

Nach der Gepäckausgabe ging es gleich zum Reisebus.

Gegen kurz vor 4 Uhr waren wir dann endlich im Hotel in Haifa angekommen.

Es ging gleich ins Bett.

Privates

Gute Nacht Haifa. 

War ein geiler Tag mit dir. 

Privates

Die letzten Wochen, wie ich schon schrieb, hatten mich etwas aus der Bahn geworfen.
Eigentlich hatte ich mal wieder mit einer kleinen Lebensveränderung angefangen.
Seit 4 Wochen gehe ich wieder zum Sport.

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Es ist mehr als anstrengend, aber ich merke auch wie es meinem Körper gutes tut.
Ich trage seit November einen Schrittzähler und habe festgestellt das ich nicht mehr als Durschschnittlich 5000 Schritte am Tag gehe.

Gestern war ich dann nach der kurzen Pause wieder da. Muskelkater aufs übelste.

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Ich hatte echt null Bock, aber wenn ich es jetzt wieder schleifen lasse geht alles von vorne los.

Zu meinem Glück hat der Trainer in Köln Ehrenfeld jetzt auch einen Selbstverteidigungslokation aufgemacht.
Es macht aber auch wieder unheimlich Spaß.

Selbstverteidigung verlernt man zwar nicht, aber ich merke schon das eine Auffrischung verdammt gut tut.

Privates