Seit dem letzten Besuch der Zahnfee vor drei Monaten weiß unsere Tochter, „wer“ die Zahnfee und Leopold ist.
Sie hatte der Zahnfee heimlich einen Brief geschrieben und ihn mit unter das Kopfkissen gelegt. Darin schrieb sie der Zahnfee:
Liebe Zahnfee, viele sagen, dass du meine Eltern bist. Wenn es dich in Wirklichkeit gibt, dann unterschreibe bitte hier.
Wir fanden dann, dass es an der Zeit war, sie aufzuklären. Das fiel uns sehr schwer. Vor allem mir. Sie hat das alles so von ganzem Herzen geliebt und gelebt. Und jetzt mussten wir das zerstören.
Es hat ihr echt weh getan. Es tat mir so leid, weil sie so sehr daran geglaubt hat. Auch an Leopold und dem Christkind. Aber bevor es andere tun, wollten und mussten wir ran.
Mittlerweile ist das verarbeitet und sie genießt die Vorteile daraus. Zum Beispiel, mit uns über das Geschenk des Christkindes oder der Zahnfee zu verhandeln.
Aber genau so sehr liebt sie es jetzt auch zu warten, bis unser Sohn eingeschlafen ist, um dann mit „Leopold“ zu sein und vorzubereiten.
Sie macht das echt gut und so halten wir das dieses und vielleicht nächstes Jahr noch für unseren Sohn aufrecht.
Gestern Abend haben die Kinder noch ein paar Plätzchen vor die Türe gestellt. Und ein Geschenk.
Heute Morgen war die Türe weg.
In seinem letzten Brief stand:
Lieber Ben und liebe Lea Christin,
vielen Dank für die Abschiedsplätzchen und das Wasserbrett für meinen Urlaub in der Sonne 😉
Gerne hätte ich euch noch, wie letztes Jahr, angemalt und Fotos von uns gemacht 😊
Aber da ihr krank seid, wollte ich mich nicht anstecken. Ich habe doch jetzt Urlaub 😉
Darum habe ich mich in den Computer von eurem Papa gezaubert. Dort habe ich die schönsten Fotos von meiner Zeit bei euch herausgesucht. Um sie euch als Erinnerung an unsere tolle Zeit dazulassen.
Ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr mit euch.
Auf Wiedersehen
Euer Leopold
Die Kinder halten sie in Ehren. Sie sind zwar traurig, dass er nun weg ist. Aber sie wissen, er kommt wieder – so lange sie nur an ihn glauben.
Erster Weihnachtstag wollten wir zur Schwester meiner Frau und den zweiten Tag zuhause uns erholen.
Am Morgen des ersten Weihnachtstages, so gegen 6:00 Uhr, war mein Magen der Meinung, das Abendessen wieder rückwärts ausgeben zu müssen.
Mir ging es richtig elendig. Ich hatte Kopfschmerzen und fühlte mich vollkommen schlapp. Ich habe dann noch bis mittags um 12:00 Uhr im Bett gelegen und geschlafen.
Meine Frau ist dann mit den Kindern allein zu ihrer Familie gefahren und ich habe mich im Wohnzimmer auf die Couch gelegt.
Bis um 19:00 Uhr habe ich versucht, was fernzusehen, bin aber immer wieder weggenickt. Dann habe ich mich wieder ins Bett gelegt und bis heute Morgen 9:00 Uhr durchgeschlafen.
14 Stunden hat mein Apnoe gerät angezeigt.
Ich denke nicht, dass ich mir mit irgendetwas den Magen verdorben habe.
Die letzten Tage und Wochen waren sehr stressig. Gerne würde ich mehr darüber schreiben, aber es betrifft mich nicht allein, sondern Menschen in meinem Umfeld.
Ich müsste dringend einen Gang zurückschalten, möchte es aber nicht, weil zu viel Verantwortung daran hängt. Die nächsten Tage werden noch mal richtig stressig und dann ist das schlimmste vorbei.
Leider ist es Zeit für Leopold so langsam auszuziehen.
Die Koffer und Karton sind gepackt. Unsere Kinder sind richtig traurig, vermissen ihn jetzt schon sehr. Aber sie freuen sich schon auf nächstes Jahr, wenn er zurückkommt.
Heute werde ich noch mal einen Couchtag machen und mir ein paar Filme anschauen.
Am Abend geht es zur Arbeit und nächste Woche geht es wieder zu WECO 😉
Die letzten Streiche und Stunden vom Wichtel sind angebrochen. Nach dem Heiligen Abend zieht er wieder bei uns aus. Was aber nicht bedeutet, dass es ruhiger geworden ist.
Im Gegenteil.
Auch ist ihm wohl gestern Abend Malheur passiert.
Mal schauen, was er uns zum Abschied noch schreibt und wie seine letzten Streiche aussehen.
Heute Morgen haben die Kinder vom Wichtel ein besonderes Geschenk bekommen.
Da hat er doch einfach die Toilette in Geschenkpapier eingepackt. Die Kinder hatten echt große Freude an dem Streich und konnten es kaum erwarten das einfach aufzureißen 😉
ich hoffe, mein Schneechaos hat gestern nicht zu viel Ärger auf der Treppe gebracht. Der Plätzchen-Duft in eurer Wohnung riecht sooo lecker, aber Plätzchen hatte ich keine gesehen, also habe ich mir auch welche gebacken. Die waren echt lecker.
Ich habe eine Bitte an euch. Könnt ihr mir eine Decke für die Elche besorgen, denn war es gestern zu kalt?
Am Wochenende würde ich gerne endlich mit euch zaubern. Für den Zauber benötige ich von euch schöne handgroße und runde Steine.
Da ich mitbekommen habe, dass ihr gerne reimt und dichtet, wäre ich euch dankbar, wenn ihr mir bei einem Zauberspruch helft.
Diese Wörter sollten in dem Zauberspruch sein:
Stein, Kristall, Klein und Groß
Ich freue mich schon darauf. Euer Leopold
Ganz schöne Sauerei da vor seiner Türe.
Dann sind wir gespannt, was da als Zauber auf uns zukommt.
Ich habe heute mit der Person gesprochen und es handelte sich um ein Missverständnis. Die Kinder waren im Gespräch und einer meinte, der Weihnachtsmann wäre von Coca-Cola erfunden worden. Daraufhin meinte die Person, dass es „diesen“ Weihnachtsmann nicht gibt.
Also hat der Wichtel heute Morgen folgendes zurückgeschrieben:
Hallo *****
vielen Dank für das große Blatt.
Ich habe mit dem Christkind gesprochen und gefragt, ob es den Weihnachtsmann gibt.
Ja, es gibt ihn und nein, es gibt ihn nicht. Jetzt bist du bestimmt ein wenig durcheinander?
Lass mich es dir erklären.
Bei uns hier gibt es den Weihnachtsmann nicht! Wir Wichtel bereiten das Weihnachtsfest mit dem Christkind vor.
Wir haben auch noch nie den Weihnachtsmann gesehen. Daher sind die meisten Wichtel der Meinung, es gibt den Weihnachtsmann nicht.
Allerdings habe ich Wichtel kennengelernt, die meinten, sie würden mit dem Weihnachtsmann das Fest vorbereiten. Die haben noch nie das Christkind gesehen. Sie denken, dass es das Christkind nicht gibt.
Auch ich habe den Weihnachtsmann noch nie gesehen, aber wenn du mich fragst, denke ich, dass es den Weihnachtsmann gibt. Nur eben nicht bei uns.
So wie jede Familie in ihrem Glauben ihr eigenes Fest feiert, so glaubt auch jeder für sich entweder an das Christkind, dem Weihnachtsmann, den Heiligen Drei Königen, den Engeln oder was auch immer wichtig für die Familie ist.
Das Wichtigste ist, dass wir alle friedlich ein schönes Weihnachtsfest haben und jeder an sein Weihnachtsfest glauben darf.
Unsere Tochter hat heute dem Wichtel einen Brief geschrieben, mit der Frage, ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt, da ihr ein Erwachsener, dem sie vertraut, gesagt hat, dass es den nicht gibt.
Die Person ist für uns erst Montag greifbar, um zu fragen, wie es dazu kam und was ungefähr das Gespräch war. Dann müssen wir weiter entscheiden, ob wir sie aufklären oder für dieses Jahr sie noch im Glauben lassen.
Sollte ersteres eintreffen, dann wird es das erste schwere Gespräch mit unserer Tochter, vor dem ich fast schon Angst habe.
Als Antwort heute früh gab es erst mal dieses vom Wichtel:
Hallo ihr beiden,
euer Waschbecken hat mir richtig Spaß gemacht. So sehr, dass ich vergessen hatte euch zu schreiben.
Vielen Dank für eure Wunschzettel. Diese werde ich umgehend weitergeben.
Lea Christin, du hast mir die Frage gestellt, ob es den Weihnachtsmann gibt.
Gerne werde ich dir die Frage in den nächsten Tagen beantworten, dafür brauche ich ein größeres Blatt.
Kannst du mir eines besorgen?
Was denkt ihr beiden denn? Gibt es den Weihnachtsmann und das Christkind?
Euer Leopold
Damit haben wir uns erst mal ein wenig Zeit geschaffen. Aber wenn, lege ich großen Wert darauf, dass wir sie aufklären! Denn dann machen wir reinen Tisch und das braucht einfühlsame Eltern mit viel Zeit.
Eine Mitschülerin hat ihn gefunden und der Lehrerin gegeben. Leopold schrieb unseren Kindern, dass er sich darüber freut, aber leider nicht viel Zeit hat. Er ist bis Freitag auf einen Wichtel treffen.
Heute Nacht kam er zurück. Er schrieb uns, dass er neue Zauber gelernt hat. Die Kinder sollten danach suchen. Sie fanden nichts und gingen sich die Zähne putzen.
Da war die Überraschung groß.
In beiden Badezimmern hat er die Wasserhähne verzaubert, der Schelm.
Mal schauen, was er morgen ausheckt.
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