Schlagwort: Kalkhoff

Nachdem ich mein Rad aus der Inspektion hatte, fing der Motor ein paar Tage später an, ein lautes Schleifgeräusch zu machen.

Der Motor war über die letzten Monate grundsätzlich etwas lauter geworden, was ich aber als Verschleiß deutete. Aber so laut war mir neu.

Als würde eine Scheibe mitschleifen. Je fester ist in die Pedale trat, je lauter wurde es.
Am Ziel angekommen stellt sich das Rad ab und auf dem Rückweg war das Geräusch dann komplett wieder verschwunden.

Letzte Woche Mittwoch trat das Geräusch dann wieder ganz leicht auf.
Da ich keine Lust hatte mir meinen Motor kaputt zu fahren, bin ich damit zur Fahrradwerkstatt gefahren.
Ich bekam ein Leih-eBike zur Verfügung gestellt und man meinte zu mir das der Motor eingesendet wird.

Gestern erhielt ich dann die Meldung, dass der Motor ausgetauscht wurde und mein Rad abholen kann.

Nun kann man darüber streiten, ob es komisch ist, dass der Motor schon nach rund 1300 km / einem halben Jahr kaputt geht.

Aber ich bin froh, mich für das Bike entschieden zu haben, wie ich es jetzt habe.

Kaputt gehen kann immer etwas und mir ist es dabei wichtiger, das mir schnell geholfen wird.

Unter einer Woche wurde das ganze abgewickelt und ich habe einen neuen Motor bekommen.
Ohne wenn und aber.

Das Leih E-Bike hatte einen Bosch Motor. Gegenüber meinem Impuls Motor war das eine Krücke.
Auch bin ich froh, das ich mich für eine Kettenschaltung entschieden habe.

Es gibt für mich nichts schlimmeres als eine Rücktrittbremse.

Privates

Nun habe ich mein E-Bike seit Oktober bzw. über 620 Kilometer.

Ich bereue keinen Tag, ihn gegen meinen Roller eingetauscht zu haben. Vor allem gegen ein Ebike. Eines nach dem anderen.

Beginnen wir mit dem Kauf.

Ein „normales Fahrrad“ hatte ich zwar, aber ich kenne mich. Wusste – dass ich erst meinen Roller verkaufen muss, um darauf umzusatteln.
Auch kenne ich mich, dass ich beim ersten Gegenwind damit nicht mehr fahren werden.

Was ich vor allem gar nicht mag, dass man nie die richtige Kleidung tragen kann.

Ich habe es gehasst, bei minus Graden unter den Winterklamotten und unter den Regenklamotten bei schlechtem Wetter zu schwitzen.

Dieses ständige umziehen oder irgendwo verschwitzt anzukommen.

Mit dem Gedanken ein E-Bike zu kaufen, war ich schon Anfang des Jahres in Kontakt gekommen.
In einem Artikel stand, dass dies oft unterschätzt wird und gerade für Übergewichtige geeignet ist.

Aber der Preis schreckte mich immer wieder ab.
Und so bin ich erst deutlich später mal zum Fahrradgeschäft und bin dort einiges Probe gefahren. Und war sofort verliebt.

Hier habe ich Glück, einen guten Fahrradladen vor der Türe zu haben.
Häufig war ich da, habe mich viel beraten lassen und bin noch mehr Probe gefahren.

Durch mein Übergewicht musste ich mich für ein XXL E-Bike entscheiden.

Da bleibt dann nicht mehr viel Auswahl und die hat ihren Preis.
Aber dafür hält es auch einiges aus.

Gerade bei uns in Köln, wo Radwege zu einem Erlebnisausflug werden.

Ich hatte mich dann für ein Kalkhoff Endeavour entschieden, weil es mir optisch sehr gut gefiel.
Das Akku ist im Rahmen verbaut.

Dieses gibt es mit drei verschiedenen Motoren.
Bosch, Kalkhoff und Shimano.

Der hauseigene Kalkhoff Impuls Motor gefiel mir am besten. Dieser ist deutlich leiser und hat richtig Power.

Nun dachte ich immer, dass Bosch Modertoren die besten sind. Als ich den direkten Vergleich gefahren bin, war vor allem beim „Berg auf“ der Unterschied zu merken.

Bis Oktober musste ich warten, weil ich die neue Serie für 2019 haben wollte.

Jetzt, 600 Kilometer später muss ich sagen, alles richtig gemacht.

Egal ob Wind, Regen oder Kälte – es macht immer noch Spaß.
Und ich bewege mich deutlich mehr.

Ich habe schon unendliche Diskussionen bezüglich der Vorbehalte gehört.
„Selbstbetrug“ und kein richtiges Rad waren die häufigsten Gegenargumente.

Bei dem Thema frage ich immer gerne, wo den der beginnt und wo er aufhört?
Bewegen möchte ich mich, aber komfortabel vorankommen.
Weil mein Zweirad einen Motor hat, ist es jetzt „Selbstbetrug“? Und beim Roller hört der Betrug auf?
Ist ein Fahrrad nicht schon Selbstbetrug? Ich könnte ja auch laufen!

Bis ich 2011 meinen Führerschein gemacht habe, bin ich alles mit dem Fahrrad gefahren!
Trotzdem wog ich zwischenzeitlich über 130 Kilo! Die kurzen Strecken machen nicht schlank!

Das Gewicht hatte ich erst mit Sport und Ernährungsumstellung verloren.

Jetzt gibt es für mich die beste Lösung.
Wenn ich zuhause bin, habe ich immer die Wahl zwischen Auto und E-Bike.
Nehme zu 99 % das E-Bike.
Hätte ich einen normalen Drahtesel, so wäre die Quote umgedreht.

Ich fahre damit Einkaufen, besuche Freund und klappere meine Termine ab.

Und so beende ich dieses Kapitel mit: Wer vorbehalte hat, sollte es ausprobieren!

Allerdings habe gibt es auch Kritik.
So verstehe ich nicht, warum man in ein solches Bike nicht eine Wegfahrsperre einbaut.

Bei meinem Bike kann man nicht das Display abstecken. Es ist fest verbaut.

Das Bedienpanel kann ich auch nicht „abschließen“. Somit kann jeder mein Bike bedienen. Man kann es einschalten, im Menü alles „Werkseinstellung“ setzen und einfach mal die Radgröße verändern oder sonstiges trollen. Verhindern kann ich das nur, in dem ich, dass viel zu große und viel zu schwere Akku jedes Mal raus hole und mit schleppe. Warum nicht einfach eine abschließbare Möglichkeit, Pin eingabe oder sonstige Lösungen.

Ein E-Bike ist teuer und so wäre ich für eine feste GPS Lösung. Jetzt habe ich eines selber nachgerüstet.
Aber ich finde, so was sollte mit dazu gehören.

Als Gimmick fände auch ein USB Anschluss nett, um bei Radtouren sein Handy mit laden zu können.

Aber alles im allen bin ich sehr zufrieden. Die Entscheidung war die richtige und ich freue mich auch wieder auf längere Sonnentage. So ab März werde ich dann wieder ausgiebige Radtouren fahren.

Privates

Am Freitag war ich mit meiner Frau im Sportladen, um für sie und mich einen Fahrradhelm zu kaufen, da erhielt ich eine SMS das mein E-Bike da ist.

Es sollte erst nächste Woche geliefert werden, umso größer war die Freude.
Entschieden hatte ich mich für ein Kalkhoff Endeavour 5.i xxl.

  

Wer wie ich übergewichtig ist, der braucht ein XXL E-Bike. Da gibt es dann nicht mehr soviel Auswahl.
Die wenige Auswahl bin ich dann Probe gefahren. In das Fahrrad habe ich mich dann gleich verliebt.
Leider hatte mein Fahrraddealer nur Version für schlanke Personen.

Wer mit meinem Körpergewicht aber alltäglich Bordstein rauf und runter, sowie Kölner Radwege fährt – der ist mit einem Rad was verstärkte Reifen und Stangen hat – besser bedient.

Ich entschied nach der Probe gegen einen Bosch Motor.
Den ich probe gefahren bin, war zwar gut, aber der Kalkhoff eigene Impulsantrieb war um längen stärker und deutlich leiser.

Darum hatte ich auch längere Lieferzeit in Kauf genommen.

Es fühlt sich gut und hochwertig an. Muss es sich bei der Preisklasse auch 😉
Wobei es über meine Arbeit kommt, als Dienstfahrrad und mich daher bei Weitem nicht das kostet, was der Handel Privat will.

Meine erste Radtour habe ich auch hinter mir, aber dazu später mehr.
Es war für mich die richtige Entscheidung, den Roller gegen ein E-Bike zu tauschen.

Allerdings ist das E-Bike nicht gerade leicht. Rund 35 Kilo bringt es auf die Waage.
Da ist das „in den Keller bringen“ eine Herausforderung.

Aber ich lasse es nicht draußen über Nacht stehen.
Es ist zwar versichert über die Leasinggesellschaft, aber in Köln ist dennoch so was schnell weg.
Auch wenn ich ein Alarmschloss von Abus dabei habe, aber man muss es nicht provozieren;)
Zumal ich es dort auch einfacher laden kann.

Geladen werden kann es direkt am Fahrrad oder man nimmt das Akku raus und lädt es in der Wohnung.

Wenn es draußen ruhig ist, dann hört man den Motor.
Dieses Summen. Je stärker der Modus, je lauter das Geräusch.
Aber das ist ok, es ist wirklich leise.

Ich bin glücklich mit meiner Entscheidung und das Warten hat sich echt gelohnt.

Privates