Alles

Den ersten Tag im Jahr habe ich mit ausschlafen verbracht.

Ich denke, der Nebeneffekte der Covid-19 Infektion, die Müdigkeit und Erschöpfungssyndrome, sind größtenteils schuld daran.

Vielleicht auch der volle Bauch.

Mit meiner Familie gab es Nachmittags standesgemäß Sauerkraut, Kassler und Püree.

Wie immer lecker und zu viel. Jetzt kann es endlich, bei soviel Glücksbringer Brauchtum, ein tolles Jahr werden.

Das Jahr hat lecker, ruhig, gemütlich und zufrieden geendet, wie begonnen.

Meine Schwester war mit Mann und Sohn zu Besuch.
Es gab lecker Raktlet.

Mit den Kindern bin ich schon Mittags raus und haben eine Menge Kinderfeuerwerk und Knallerbsen vom letzten Jahr verballert.

Um 0 Uhr ging es raus.
Ich hatte noch ein paar Erwachsenen Knaller aus dem letzten Jahr, die ich dann verbraucht habe,

Es gab zum Abschluss noch die Neujahrsbrezel und Zinngießen.
Dieses Jahr sogar eine Neujahrsbrezel mit Marzipan gefüllt.

Die Kugel vom Gießen brachte es auf den Punkt:

Ich muss weniger Essen!

Ja, das muss ich wohl.
Was ich Weihnachten geschafft habe, habe ich Silvester nachgeholt.

Ich hatte die Tage so heißen Hunger auf alles, das es an Silvester nicht mehr geholfen hat sich zurückzuhalten 🙂

Dafür war es ein schöner Abend 😉

Wir Menschen neigen dazu, viel zu jammern und uns zu beschweren.
Vielleicht ist es das, was uns auch so vorantreibt.
Aber ich bin fertig mit unzufrieden.
Ich möchte mich auch mal meines Lebens erfreuen.

Aus Corona was Gutes sehen werde ich nicht!
Aus der Not sind bestimmt tolle Ideen und Möglichkeiten entstanden,
aber das rechtfertigt nicht das entstandene Leid!

Aber darf man das den überhaupt?
Und das zu dieser Zeit?
Sich seines Lebens freuen.
Ich, für mich,  ja 😉

Ich habe genug vom Schlechten. Negativität ändert nichts am schlechten.
Es schädigt nur dem eigenen Wohlbefinden. Daher schaue ich weiter nach vorne.

In einem Gespräch mit meiner Schwester stellte ich fest, das mein Jahr 2020 ganz gut verlief.
Wenn auch auf und ab.

Ein kleiner Jahresrückblick aus 2020.

Januar
Mit einem Hautausschlag über Silvester fing das Jahr an.
Am ganzen Körper.

Ich ging gleich am Neujahrsmorgen zum Notarzt.

Klar hätte ich das negative sehen können.
Jahr fängt ja schlecht an. Bla bla bla….

Aber in der Notfallambulanz war nichts los, kam direkt dran.
Die Spritze half sofort und es kam auch nicht mehr wieder.

Es hätte hier deutlich schlimmer kommen können.

Wie jedes Jahr mit Sauerkraut und Kassler haben wir dann mit der Familie zusammengesessen.
Die bevorstehende Pandemie war noch ganz weit weg.

Dafür rückte der Umzug an.

Seit Langem hatte ich ein Problem mit der kalten Schulter.
Die letzten Physiotherapie-Termine standen an und es verschwand tatsächlich.
Das erfreute mich sehr.

Meine Frau plante die neue Küche, welche wir auch gleich bestellen.

Die alte Küche stellten wir bei Ebay Kleinanzeigen rein.
Ich könnte jammern, das wir die doch recht gut erhaltene Küche verkaufen mussten.

Eine 7 Meter Küche, 10 Jahre ohne Markengeräte mit Ceranfeld.

Aber es hätte schlimmer kommen können.
Es hätte sich niemand melden können. Wohin dann damit?
Es hätte jemand sie evtl. sofort haben wollen, was bis zum Umzug ohne Küche machen?

Aber es meldete sich jemand. Der genau so eine Küche wie unsere brauchte.
Er brauchte sie auch erst genau dann, als wir ausziehen mussten.

Er zahlte sie an und wir verkauften die Küche zu 1/4 des Neupreises unserer neuen Küche.
Wir waren richtig glücklich und kann einfach das gute daraus sehen.

Februar
Ein sehr stressiger Monat. Ich musste zwei Shops updaten.
Und das richtig groß. Aber es lief und das sogar sehr gut und erfolgreich!


Wir besuchten die neue Wohnung, auf welche wir uns schon zwei Jahre freuten.
Die Enttäuschung war groß. Sie war ganz anders als geplant.

Da war eine Ecke in der Küche.

Auch meine geplante Arbeitsplatzecke war viel kleiner.

Für uns ein Mega Dilema.
Aber wo sich eine Türe schließt, öffnet sich eine neue.

Dadurch tat sich wieder was Positives auf.

Es waren genau 14 Tage her, das wir den Vertrag für die Küche abgeschlossen hatten.
Kein Tag später. Und so könnten wir den Vertrag noch widerrufen.

Wir erhielten dadurch die Wohnung gegenüber.
Das war richtig gut. Klar war das gerade alles in dem Moment schlecht.
Aber im Nachhinein bin ich so froh, das dies genau so passiert ist.

Dadurch erhielten wir eine andere Wohnung.

Die war nicht nur etwas größer und hatte keine Ecken in den Zimmern.

Unser jetziger Balkon zeigt nun auf die ruhige Seite.

Ohne den Wechsel hätte ich auf die Hauptstraße inkl. Bahnhaltestelle geschaut und diese auf mich 😉

Auch hätte ich dann Nachbarn unter mir gehabt.
Durch den Wechsel ist meine Wohnung nun über einem Gemeinschaftsraum.

Wir müssen auf keinen Acht geben, dass man das Trampeln am Abend von den Kindern hört.
Wir haben als einziges ein Fenster im Flur, aufgrund des Gemeinschaftsraumes.
Und ich bin dadurch Hauswart des Gemeinschaftsraumes geworden.

Dazu aber später mehr.

Nun könnten wir jammern, dass wir die Küche neu planen mussten.

Nein, es tat sich wieder was Positives auf.
Wir konnten so dem Rat meines Schwagers folgen, ein anderes Küchenstudio noch zu besuchen.

Dadurch haben wir nicht nur am Ende weniger bezahlt, wir haben sogar noch mehr Küche erhalten, Markengeräte und eine Top-Ausstattung.
Ohne den Wechsel wäre dies nicht mehr möglich gewesen.

Mitte Februar wurde der Garten platt gemacht, da wurde es langsam ernst.

Wir konnten noch den 2. Geburtstag unseres Sohnemannes feiern.

Ich arbeitete an Karneval und auch hier verlief alles ruhig und mir ist nichts passiert.

So langsam wurde das Wort „Corona“ Gesprächsthema.
Aber in Köln hat man an Karneval davon nichts mitbekommen.
Auch bin ich in der Zeit verschont geblieben.

März war da und auch Corona.
Aber nicht gleich zu Anfang. Es kam aber näher.
Wir schauten nach Möbel.
Entdeckten eine Couch, wollten die aber noch nicht kaufen, weil wir nicht wussten, ob sie reinpasst.

Die haben wir dann noch mal 50 Euro günstiger bekommen. Zwar erst im Dezember.
Aber das war nicht schlimm.

Wir bekamen einen Mega geilen Küchentisch mit Stühlen zum Schnäppchenpreis.

Es kam der letzte Flohmarkt Besuch vor dem ersten Lockdown.

Im Nachhinein komisch, wie sich die Welt in so kurzer Zeit verändert hat.
So viele Menschen auf einem Fleck.
Man konnte Corona noch gar nicht fassen.
Menschen mit Mund-Nasen-Maske wurden komisch angeschaut.

Die ersten Sonnenstrahlen kamen mit dem Lockdown und weil der Garten schon platt war,
verbrachten wir die letzten Tage im Vorgarten.

Unser Wohnblock wurde fertig und es wurde ernst mit Umzug.

Der Lockdown kam.

Da war ein Chaos, aber auch hier – wo türen sich verschlossen, öffneten sich neue.
Unsere Genossenschaft hat wenige Tage vor der Schlüsselübergabe und Umzug einen Covid-19 Fall.

Die armen mussten 150 Wohnungsübergaben mit einem Azubi und einem Hauswart abfertigen.
Aber es hätte schlimmer kommen können. Kein Umzug, keine Schlüssel, etc.

Plötzlich waren die Geschäfte zu!

Aber auch hier hätte uns alles viel schlimmer treffen können.

Zum Beispiel schloss der Ikea. Wir konnten unsere Möbel nicht kaufen.
Dadurch erhielten wir die Möglichkeit tolle Möbel über Ebay Kleinanzeigen zu erhalten.

Statt knapp 1500 Euro für 4 Meter Kleiderschrank haben wir nur 350 Euro für 4,5 Meter gebrauchten Kleiderschrank bezahlt!

Der Umzug war stressig.
Plötzlich alleine die alte Wohnung entrümpeln, entsorgen und umziehen.
Anstatt mit 20 Freunden alleine …..

Aber auch hier sehe ich zwei gute Dinge draus.
Ich habe gesehen, wer für einen da ist! Wer Freund ist!

Die Freundin meiner Frau, die durch den Lockdown zu Hause war und 4 Wochen jeden Tag bei uns war und auf die Kinder aufgepasst hat.

Mein Freund und Kollege, der mir half, als ich nicht mehr konnte.
Die schweren Dinger umzog und mich noch motivierte, wo ich nicht mehr wollte.

Auch die Küchenstudios hatten zu. Dennoch erhielten wir unsere Küche.

Zwar hatten wir keinen Kühlschrank, der fehlte durch den Lockdown.
Aber auch hier hatten wir freunde, die uns mit einem aushalfen.

Wir zocken aus und ein.

Ach ja, war eine schöne Zeit dort. Aber auch hier es jetzt sehr schön.

Nun mussten wir den Umzug „alleine“ jeden Tag Stück für Stück meistern.

Zu Fuß und mit dem Firmen Sprinter.
Im Nachhinein war das sogar top. Kein Chaos.

Die alte Küche wurde abgeholt und alles war gut.

Leider mussten auch die Sportstätten schließen.
Ich konnte das nicht mit anschauen und so half ich meinem Kung-Fu Studio ehrenamtlich aus der Patsche.
In den nächsten zwischen dem Umzug habe ich denen ein Online Mitglieder System auf die Beine gestellt.
Mit Video Online Lessons, Ticket System und allem was dazu gehört.

April stand vor der Türe.
Wir haben uns angefangen, in der neuen Wohnung jeden Tag ein Stück mehr einzuleben.
Es wurde wärmer und wir genossen einfach alles das, was wir nun hinter uns hatten.

Unsere Tochter

und meine Frau

hatten Geburtstag und Ostern war auch da.
Alles fand im Lockdown zu Hause statt.
Nicht toll, aber wir haben das beste daraus gemacht.

Eier Suchen in der Wohnung hat auch was. Diese war ja nun Groß genug dafür.

Der Esstisch kam auch endlich und passte super in unsere Wohnung.

Es kam die Masken Pflicht.

Mai war relativ unspektakulär.
Der Umzug war vorbei, wir lebten uns weiter ein.
Unser Ehebett kam endlich und wir mussten nicht mehr auf dem Boden schlafen.

Unser Tochter wurde Schnuller frei. Das war ein toller Moment.
Sie selber entschied sich, sich davon zu trennen.

Das war auch der Monat, in dem ich Bluthochdruck bekam.

Eigentlich was Schlechtes, aber es zwang mich zu etwas, was später sich als gutes entwickelte.
Die Abnahme und die Bindung zu meinen Kindern.

Ende Mai kam ich zu unserem Gartenprojekt.

Und meine alte Wohnung wurde abgerissen.

Juni stand im Zeichen meines Gartens.
Viel Arbeit, aber auch viel Spaß.
Hier habe ich nun auch viele meine tollen neuen Nachbarn kennengelernt.

Der Lockdown ist vorbei und Corona wieder entfernt.
Wir konnten den Geburtstag unserer Tochter im Gemeinschaftsraum nachfeiern.

Hätten wir nicht mehr gemusst, aber die Kinder brauchten das.
Soziale Kontakte und wieder ein gewohntes miteinander.

Juli war auch ein reiner Garten Monat.

Wir waren viel auf unserem Innenhof und der Alltag hatte uns wieder.

Man konnte wieder in Restaurants und Elternkaffee.
Wir genossen die Zeit sehr und haben wir unternommen.

In diesem Monat haben wir dann einen Stellplatz vor der Türe bekommen.
Das hat die Lebensqualität noch mal ordentlich angehoben.

Auf der Arbeit erhielten wir einen neuen Server und teile des Netzwerkes wurden erneuert.

Ich kann viel, aber nicht alles. Und so haben wir uns einen Fachpartner ins Boot geholt.
Dieser kann neben Servern und Netzwerk auch unsere Warenwirtschaft.
Ist sogar Premium Partner der WaWi Firma.

Am Ende war es dann so wie bei der EDV Firma vor 10 Jahren.
Neue Probleme entstanden und wir mussten sie lösen, weil sich keiner mehr meldet.

Manche Probleme konnte ich teil selbst erst im November lösen.
Andere bestehen immer noch.

Wir werden wohl dann auch in Zukunft wieder alles Neue selber machen.
Sind es echt leid keinen ordentlich EDV Partner zu finden.

Der Alltag war so präsent, dass nichts viel passierte und der nächste Monat schon da war.

August war da und wir haben mit Weight Watchers angefangen.
Das war die tollste Entscheidung. Zwar habe ich eingangs nicht daran geglaubt es so lange durchzuhalten und Erfolg zu haben.
Aber ich wollte irgendwas machen, um Gewicht zu verlieren.

Seit Wochen was es Sommerlich warm und ich erhielt über meinen Arbeitskollegen einen Kaffeevollautomaten den ich bis heute nicht mehr missen möchte.

Mittlerweile hatten wir uns richtig gut eingelebt.
Meine Frau hat meiner Tochter beigebracht Fahrrad zu fahren.

Wir hatten im Centerparks einen tollen Urlaub.

September war noch ein schöner warmer Monat
und meine Tochter hatte ihre ersten Kampfsporteinheiten.
Es war echt toll mit anzusehen wie sie darin aufging und es ihr ein
tolles Selbstvertrauen aufbaute.

Auf der Arbeit erhielten wir eine neue Telefonanlage. Voice over IP.
Sehr skeptisch zum Anfang entpuppte es sich zu einer tollen Lösung für die vielen Veränderungen.

Als dann das Home-Office kommen musste, weil Kollegen in Quarantäne gingen, war das die perfekte Lösung.

Ende September bin ich mit meinen beiden kleinen alleine in Urlaub gefahren.

Oktober verlief recht unspektakulär.
Viel Arbeit. Ein Umzug und viel Corona um einen.
Der Garten ging zu Ende.
Ein Erfolgreiches Garten Jahr.

Nach zwei Jahren habe ich mir ein neues Handy gegönnt und bin bis jetzt sehr zufrieden.

Lea Christin hatte ihr letzten Kung Fu Stunden vor dem Lockdown Light.
Es war deutlich kälter geworden, aber immer noch schönes Wetter.

Da war er dann auch schon.

November hieß auch wieder viel Alltag.
Ich habe den A1 Führerschein gemacht,
die Kinder am TV Kung-Fu und Ballett.

Die letzte Ernte war erfolgreich

Corona kam näher. Wurde präsenter.
St. Martin viel quasi aus. Aber man machte, was man konnte und durfte in den Kindergärten.

Durch die Regelmäßig stattfindenden Online Väter Cafés verbesserte sich das Verhältnis zu meinen Kindern.

Wir machten viel mehr zusammen und hatten sogar Spaß dabei.

Der Karneval in Köln am 11.11.2020 begann mit einem Alkohol verbot!

Weight Watchers funktioniert weiterhin super und die Kilo purzelten.

Dezember hat mit der Vorbereitung und
Umbau unserer oberen Etage angefangen.
Die Schränke kamen an und musste aufgebaut werden.

Ich habe mir einen 3D Drucker zugelegt

Wir haben noch den Schrankumbau zu 90% fertig stellen können

und Corona stand vor der Türe.

Quarantäne mit zwei Kleinkindern. Nicht schön, aber in einer schönen großen Wohnung.
Wichtiger, wir haben es gut überstanden und sind wieder gesund.

Und meine Frau nutze die Zeit, um ihn Windel frei zu bekommen.

Ich machte zum ersten mal Home Office

und als wir wieder aus der Quarantäne kamen stand Weihnachten vor Türe.

Dieses Jahr alleine mit Frau und Kindern.

Eine harte Arbeitswoche kam und dann war da schon Silvester.
Mit den Kindern früh geknallt

mit der Familie lecker gegessen.

Und das Jahr ist vorbei.

Was nehme ich mit?
Ein turbulentes Jahr, für mich aber mehr positiv als negativ.

Es hätte vieles viel mehr schieflaufen können uns so bin ich froh wie alles für mich gekommen ist.

Gute Vorsätze habe ich schon lange keine mehr.
Ich verusche einfach das ganze Jahr gut zu sein 😉

Ich wünsche euch lieben und treuen Lesern ein frohes neues Jahr 🙂

Da hatte es meine Frau dieses Jahr eilig.

Am dritten Weihnachtstag durften die Kinder den Baum abschmücken und es wurde Platz für die neue Couch gemacht.

Der Tannenbaum wurde auf dem Balkon gestellt.

Und die Couch kam an ihre neue Stelle.

Es kommt noch ein Bild an die Wand, sowie eventuell wird die Blume noch durch eine Lampe ersetzt.

Echt gemütlich unsere Café Lounge im Esszimmer Bereich.

Ich liebe die Silvester Knallerei.
Seit meiner Kindheit nehme ich daran teil und finde es sehr schade dieses Jahr keine kaufen zu dürfen.

Heute im Lidl gab es daher auch nur Kinderknaller und Tischfeuerwerk.

Ich diskutiere da auch nicht mehr mit Rauchern darüber, ob ich Geld verbrenne.
Mit Menschen die Ihre Tiere zu Hause einsperren über das Tierwohl
Und mit Autofahrern über die Umwelt.

Ich will knallen ….. Es ist ja auch nicht verboten.
Und ich habe noch Restbestände vom letzten Jahr, weil ich durch den Hautausschlag nicht so lange gefeiert habe.

Die werde ich dann zumindest um 0 Uhr verknallen.
Die bösen Geister vertreiben.

 

 

Montag ist Wiegetag. Auch nach Weihnachten.

Macht ein Plus von 1,1 Kilo zur Vorwoche.

Und ich bin sogar froh darüber.
Ich hatte die Woche davor 2 Kilo abgenommen, weil ich durch die Quarantäne nur sahs und lag.
1,3 Kilo weniger Muskelmasse

Jetzt bewege ich mich wieder mehr.
Dazu kommt das Weihnachtsessen an Heiligabend und das Raclet am ersten Weihnachtstag.

Da bin ich froh „nur“ 1,1 Kilo zugenommen zu haben.
Vielleicht auch, weil ich mich von dem ganzen süßen Kram ferngehalten habe.

Auch, weil ich im ansonsten im Plan geblieben bin, brav aufgeschrieben habe.
Jetzt wieder reinfinden und brav bis Silvester bleiben.

Da gibt es dann noch mal Raclet und Sauerkraut.
Danach wird dann wieder „normal“ weiter gemacht 😉

Wie schon mal geschrieben, halten wir es mit der Bescherung so wie ich es als Kind erlebt habe.

Das Englein legt die Geschenke unter den Tannenbaum und verabschiedet sich mit einem Glöckchen.

Es ist schön, heute als Erwachsener dies mit seinen eigenen Kindern so mit erleben zu dürfen.

Heute wird was länger und privater. Aber das Thema halte ich für mich hier fest.  
Und vielleicht auch, um andere damit zu erreichen, die es genau so betrifft.

Der Überforderung als moderner aktiver Vater und Elternteil. 
Und wie man daraus eine tolle Vaterschaft machen kann, bzw. wie ich meinen Weg gefunden habe. 

Heute ein liebevoller, aktiver und moderner Vater zu sein ist nicht einfach.
Man(n) steht vor modernen Problemen und alten Praktiken und vielen Vorurteilen. 
Etwas, was mich viel Kraft und Gesundheit gekostet hat.

Ich wollte nie wirklich Vater sein, Kinder bekommen. 
Aber ich nahm dieses Abenteuer auf mich auf und wollte mit aller Macht ein guter Papa zu sein. 
So sehr ich mich aber jeden Tag bemühte, je mehr scheiterte ich. 

Ich bin noch „erzogen“ worden, wenn auch sehr locker.
Bei meiner Mutter hatte ich viele Freiheiten, bin ohne Vater groß geworden.

Gehorsam war aber wichtig, sonst gab es Bestrafung.
Keine Schläge, soweit war meine Mutter auch schon, aber man kannte einfach keine andere Erziehung.

„Ein paar hinter die Ohren hat noch niemanden geschadet“ ist ein Satz, mit dem ich groß geworden bin. 
Regeln, Gehorsam, Belohnung und Bestrafung/Konsequenzen.  

Was anderes habe ich auch nie in meinem Umfeld gelernt und so habe ich es versucht an meine Kinder weiterzugeben. 
Allerdings ohne „Gewalt“. Das war für mich von Anfang an klar, selbst der „Klaps“ auf dem Po war tabu. 
Und so manifestierte sich bei mir auch die Meinung, eine Antiautoritäre Erziehung bring Arschlochkinder hervor, die nicht hören und nur Mist machen.
Ich lachte über die Stille Treppe. Was ich teils immer noch mache 😉

Aber irgendwie wollten da meine Kinder nicht mitmachen.
Sie „hörten“ nicht. Machten, was sie „wollten“. Von kleinen bis mittleren Mist. 
Jeden Tag ewige Diskussionen. Egal ob beim Zähneputzen, Aufräumen, gehorchen, Anziehen, umziehen, etc. 

Alles war ein riesiger Aufwand. Kostete viel Diskussionen und Nerven. 
Aus bitten wurden Befehle. Auf nicht gehörte Aufforderungen wurden Bestrafungen. 

Wurde nicht aufgeräumt, gab es keine Folge Peppa Wutz. 
Kein Zähneputzen, keine Geschichte. 

Es entwickelte sich dadurch über die letzten zwei Jahre bei mir eine völlige Überforderung.
Das Vater und Ehemann „da sein“ überforderte mich. Ich stand kurz davor das Handtuch zu schmeißen.
Jeder Streit, jeder Ausflug, einfach alles mit den Kindern überforderte mich.

Ich sagte links, sie gingen rechts. Alles brachte das Fass zum Überlaufen. 

Auch unsere Ehe litt sehr unter der Situation.
Mit den Kindern konnte ich mich nur noch brüllend unterhalten.

Ich arbeitete lieber 14 Stunden am Stück, als nach Hause zu kommen.
Aber ich wollte meine Frau nicht alleine mit allem lassen und war dennoch jeden Tag zu Hause.

Eine Spirale, die mich auch viel Gesundheit gekostet hat.
Ich bekam Bluthochdruck, musste Medikamente nehmen und erlitt nervliche Zusammenbrüche.

Ich war in einer Spirale aus der ich nicht mehr rauskam.
Auf Wochenenden, Urlaub und Feierabende konnte ich mich nicht mehr freuen.
Ich wollte nicht zu Hause sein, wollte aber auch nicht meine Frau damit alleine lassen.

Wir haben keine Paten oder Großeltern, wo wir sie regelmäßig parken können.
Da muss man als Vater seinen Mann stehen! Aber je ich mich einbrachte, je mehr sorgte es für eine schlechte Stimmung.
Wenn ich mit Freunden, Familie oder bekannten mich unterhielt, hörte ich oft nur: 

Jetzt stell dich nicht so an. Da muss man nun eben durch! So wie die Generationen vor dir auch!

Dass dieser Hinweis aber in keinster Weise das Problem löst, musste ich lernen.
Sich einzugestehen und auch da zuzustehen, dass eben nicht alles rosig ist – ist ein Lernprozess.

Auch, dass die ganzen anderen Familien auf die geschaut habe, die diese Probleme nicht haben, sie wohl doch haben. 
Sie nur anders verarbeiten. Die Väter ziehen sich zurück. Hinter Freunden, Sport, Alkohol, Handys, etc. 
Die Kinder werden viel vor dem Tablet oder TV geparkt oder man redet sich die Heile-Welt schön, überlässt vieles der Partnerin / dem Partner. 

Und heute weiß ich, dass es viele betrifft, die aber nicht gerne offen darüber sprechen. 
Sich zurück ziehen und es ihrem Partner überlassen. 

Andere Väter vor uns haben es ja auch geschafft!

Ja, Väter zu meiner Jugendzeit haben auch in der Kneipe den Abend verbracht.
Haben betrunken die Frau durch die Wohnung geprügelt und ihre Kinder oft nur am Wochenende gesehen. 

Aber wir Väter haben uns tatsächlich weiterentwickelt und mir ist die Bindung zu meinen Kindern wichtig.
Ich rede von echter Bindung. Eine, in der die Kinder sich auch von mir trösten lassen wollen. 
In der sie auch vertrauen zu mir haben. Mich gleichauf mit der Mama sehen. Und nicht nur als „Papa“. 
Eine, in der ich auch mehrere Tage ohne die Mama auskomme.

In der ich nicht nur anwesend bin, sondern aktiv dabei!

Zwar war ich auch mit meinen Kindern viel unterwegs, bin sogar alleine mit Ihnen in den Urlaub gefahren, aber es war einfach die Hölle. 

Oft „hörten“ sie nicht auf mich, machten „Blödsinn“ und „lernten einfach nicht dazu“. 
Egal was ich versuchte, am Ende und die Abende endeten nur noch mit viel schimpfen. 

Das war nicht schön, weder für mich noch für die Kinder. Aber ich wusste nicht warum. 

Letztes Jahr bin ich in einem Elterncafé in Ehrenfeld von einem Vater namens Jürgen angesprochen worden.
Es gäbe eine Vätergruppe in Köln. Väter die gemeinsam etwas mit Ihren Kindern unternehmen und sich austauschen.
Ob ich nicht auch daran Interesse hätte.

Er gab mir einen Flyer mit. Ich hatte mich in den Newsletter eingetragen und hier und da mal ein Väter-Café besucht.
Aber der Kontakt riss durch Corona ab, die Cafés wurden geschlossen.

Auch traute ich mich vor Ort nie offen über die Probleme zu sprechen. Über die Überforderung.
Ich dachte, ich wäre alleine damit, andere hätten dieses Problem nicht – schämte mich auch ein wenig.
Wusste nicht wie man dann mit mir umgeht. 

In der WhatsApp Gruppe war ich nicht, weil ich eine komische Sichtweise dazu hatte.
Ich konnte mich nicht mit Öko Papas und Helikoptervätern identifizieren.
Die hätten auch für meine Sicht kein Verständnis gehabt, in ihrer heilen Papa-Welt – so dachte ich zumindest.

Es war dieses Jahres im September, da stehe ich abends vor dem Gemeinschaftsraum unter meiner Wohnung und sehe den Vater Jürgen wieder, welcher mich seinerzeit im Café angesprochen hatte. Wie sich ausstellte, der Leiter der Kölner Väter e.V.

Ich sprach ihn an, wir kamen ins Gespräch und tauschten unsere Rufnummern aus.

Ich wurde in die Väter WhatsApp Gruppe aufgenommen.

An den Gesprächen nahm ich nicht teil, aber ich klinkte mich in die wöchentlich stattfindenden Online treffen ein.
Ein Väter Online Cafe, jeden Donnerstag Abend. 
Da bekam ich das erste mal mit, nicht alleine mit meiner Situation zu sein.

Dort waren auch andere Väter, mit gleichen Problemen. Und man hatte nicht nur Verständnis.
Man unterhielt sich über die Ursachen und man gab sich untereinander Tipps.
Es wurde respektvoll miteinander umgegangen. 

Der Initiator der Onlinetreffen (Jürgen) brachte auch immer einen Experten für ein Thema mit.
Egal ob Bindung zum Kind, Paartherapeut oder auch einfach nur einen Pädagogen.

Aber es waren keine Onlinevorträge, sondern jeder kam zu Wort und es wurde respektvoll miteinander gesprochen.
Tipps statt Vorwürfe.

Wie eine Art Treffen der „Anonymen Väter“ 🙂
Jede Woche. 

Seitdem habe ich in meiner eigenen Entwicklung als Vater, einen solchen positiven Sprung gemacht.
In den letzten 3~4 Monaten habe ich so viel dazu gelernt. 
Aus Hass und Überforderung gegenüber meinen Kindern und der Familie wurden Verständnis und Freude.
Dadurch nahm ich auch an den hier verbloggten Online Basteln und Backkursen statt.

Ich hätte mit der Hilfe, die ich dort angeboten und angenommen habe, die Quarantänezeit nicht überstanden.
Weder als Vater noch in der Ehe. 

Hätte ich diese Hilfe doch viel früher angenommen, so wäre vieles erspart geblieben. 
Und so hatten wir tatsächlich eine sehr angenehme Quarantäne.
12 Tage in der Wohnung eingesperrt und so gut wie keine Reiberei. 
Im Gegenteil, die Bindung zu uns ist noch mal immens gewachsen. 

Es war anstrengend und das muss ich noch mal haben, aber vor meiner Entwicklung wäre das nicht gut gegangen. 

Heute habe ich viel mehr Verständnis und verstehe, warum vieles so ist. 

Ein 2.5 Jahre altes Kind räumt nicht ungern auf. Es weiß gar nicht was „aufräumen“ ist. 
Es sieht darin keinen Sinn und Grund. Es will lieber Spielen.
Warum wegräumen, wenn doch später sowieso weiter gespielt wird. 
Da hilft es dem Kind verständlich zu machen, das wir dies jetzt wieder Reinräumen, weil der Staubsauger das sonst einsaugt. 
Oder Mama und Papa sich wehtun, wenn sie darauf treten. Wer ist schneller mit aufräumen, ich oder du? 
Und Zack ist aufgeräumt. Mit viel Freunde und Spaß. Ohne Stress. 

Viel Reden, Verständnis haben und verständlich machen. Erklären, warum jetzt etwas so ein muss. 
Nicht schimpfen, nicht druck machen. Erklären, Gefühle verbalisieren. 
Dinge akzeptieren. Sie machen es nicht mit Absicht, sie wissen es nur nicht anders. 
Nicht bestrafen, erklären und Konsequenzen aufzeigen. 

Mein Sohnemann wollte nicht die Zähne putzen. Nicht drohen, nicht bestrafen. Kein Druck aufbauen. 
Ich habe ihm einen Zahn von mir gezeigt und erklärt, dass der kaputtgegangen ist, weil Papa nicht richtig geputzt hat. 
Und schon putzt er mit uns die Zähne.

Egal ob abendliches umziehen oder tägliches Spiel. 
Vieles geht so viel einfach und schöner. 

Ich musste nur meine Sichtweise ändern.
Mich selber reflektieren und erkennen es an manchen stellen einfach falsch gemacht zu haben.
Über mein Ego und meinen Schatten springen. 
Hilfe und Ratschläge annehmen, egal wie meine Sichtweise dazu ist. 

Das schönste daraus durfte ich die Tage erleben.

Meine Tochter schrie meinen Sohn oft an.
Anstatt mit ihm beim Spielen zu reden, schrie sie ihn bei der kleinsten Unstimmigkeit an.
Und das wurde zu einem echten Problem. Sie haben oft mehr miteinander geschrien, anstatt miteinander zu spielen. 

Dass es aber nur ein Spiegelbild meiner selbst war, das war mir nie bewusst.
Jetzt, wo ich ruhig und verständnisvoll mit meinen Kindern rede und wir viel besser miteinander klarkommen, da klappt es auch bei den beiden. 

Letzte Woche beobachtete ich eine solche Situation.
Anstatt aus dem Nichts ihn sofort anzuschreien, sprach sie ganz ruhig mit ihm.
Erklärte ihm warum er das jetzt nicht machen sollte und bat ihn darum damit aufzuhören. 

Da wurde mir meine Spiegelbildfunktion noch mal bewusst und es war einfach toll mit anzusehen, wie weit diese Veränderung Früchte getragen hat. 

Lieber Jürgen, wenn du diese Zeilen liest, dann möchte ich mich hierfür bei dir bedanken. 
Für deinen unermüdlichen Einsatz, jeden Tag aufs neue Väter anzusprechen und in die Gruppe zu bringen. 
Dafür, dass du dir jede Woche die Zeit nimmst und alle Väter zusammen trommelst für das Online Väter Treffen.
Du nicht Müde wirst, jede Woche auch noch Experten ran holst.
Du immer ein offenes Ohr für betroffene Väter hast, Hilfe anbietest oder organisierst. 
Du tolle Veranstaltungen organisierst und selbst zur Pandemie und Lockdownzeit nicht aufhörst.
Stets Leben in die WhatsApp Gruppe bringst. 

Ohne deinen Eifer, die tolle Gruppe und deine Hilfe wäre ich als Vater sang- und klanglos untergegangen. 
Danke 😉

Ich bin noch lange nicht „fertig“ und muss noch viel lernen. Es kommen auch mit steigendem Alter neue „Probleme“ auf mich zu.
Aber ich bin froh diese Hilfe zu haben und schaue nicht mehr mit so viel Sorge in die Zukunft, da es diese tolle Unterstützung gibt.

Ich bin mittlerweile richtig stolz, ein solch toller Papa zu sein 🙂

Dieses Jahr ist auch Weihnachten anders. Zum ersten mal seit sehr langer Zeit sind wir am Heiligen Abend ohne weitere Familie.

Dafür sind wir aber wieder alle gesund und wohlauf.

Aber wir möchten keinen anstecken und keiner sich bei uns.
So kurz nach der Infektion und Quarantäne ist das allen zu heikel.

Am Mittag bin ich mit den Kindern zu meinem Patenkind gefahren.
Mein Freund und seine Frau hatten keine Sorgen und so konnten die Kinder was zusammen spielen.
Dann ging es nach Hause.

Dort haben die Kinder eine Spur von der alten Wohnung zur neuen für das Christkind gelegt.

Am Abend kam das Christkind und brachte Geschenke mit.

Meine Frau hat meine Leibspeise gemacht, Lasagne 😉

Die Kinder haben noch bis spät abends gespielt und dann ging es mit vollen Bauch ins Bett.

Heute wollte ich mit den Kindern was spazieren gehen und zog meine Jacke an.
Mir ist das schon die letzten Wochen aufgefallen, sie war viel zu groß geworden.

Ich sah aus wie ein Sack Kartoffeln.

Also holte ich „vorsichtig“ meine „alte“ XL Jacke raus.
Zog sie an und freute mich mega.

Sie passt wieder. Etwas noch Spack, aber anziehbar.

Das tollste Weihnachtsgeschenk für mich 😉

Im Netz gibt es einen Online Möbel Händler, der sich Home24 nennt.

Wenn man dort etwas bestellt und wieder zurückschickt, dann landet es in einen der Outlet Stores. Als vergünstigte B-Ware.

Einen dieser Outlet-Stores haben wir hier in Köln und waren dort im Januar uns für die neue Wohnung Möbel anschauen.

Für die Wohn und Spielecke im Küchenbereich hatten wir eine Zweisitzer-Couch im Retro Stil gefunden, die uns gut gefiel.
Wir wussten aber nicht, ob sie reinpasst und wollten warten, bis wir umgezogen sind.

Der erste Lockdown kam und der Outlet-Store stellte sein Sortiment in einem Online-Katalog vor.

https://sortiment.home24-outlet.de/koeln

Aber, dass Zweisitzer-Sofa war vergriffen und seitdem nicht mehr dort eingegangen.

Seit März habe ich dann jeden Tag Online nachgeschaut, ob es verfügbar ist.

Vorgestern Abend wurde es dann dort eingestellt. Ich nahm gleich Kontakt auf.

Gestern haben wir es dann abgeholt, für die Hälfte des Neupreises.

Wenn der Tannenbaum in der nächsten Woche abgebaut wird, kommt dort die Couch da hin.
Jetzt ist sie erst mal provisorisch im Wohnzimmer geparkt.

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die genau zum Ende meiner Quarantäne eingestellt wurde 😉
Ein Weihnachtsgeschenk an uns 😉

Seit gestern darf ich endlich wieder vor die Türe.

Ich bin erstmal 30 Minuten zu Fuß zum Fahrradladen, um mein Fahrrad aus der Werkstatt zu holen. Das hatte ich einen Tag vor der Quarantäne abgegeben.

Das war höchste Zeit, weil es der letzte Öffnungstag war. Dann schließt der Fahrradladen aufgrund von umbauarbeiten bis Ende Januar.

Mit der kleinen Radtour ging es dann wieder nach Hause.

Zu Hause angekommen war ich total aufgeputscht. Da habe ich erst mal gemerkt wie sehr mir die Bewegung die letzte Woche gefehlt hat.

Auch fühlte ich mich nach dieser Bewegung deutlich besser als die letzten Tage.

Dann bin ich noch viel einkaufen gefahren für die nächste Woche. Interessantes Gefühl, zwar mit Abstand und Marke, aber zu wissen dass ich erstmal nicht mehr betroffen bin.

Montag ist Wiegetag. Macht ein Minus von 2 Kilo.

Schwierige Situation. Eigentlich bin ich stolz auf das Ergebnis.
Ich habe trotz aller Widrigkeiten mich zusammen gerissen.

In der Quarantäne, bei der nervlichen Belastung mit den Kindern und Frustration nicht über sämtliche vorhandenen Süßigkeiten herzufallen, hat viel Disziplin gekostet.
Vor allem bei dem ganzen Plätzchenbacken meiner Frau 😉

Auf der anderen Seite war ich krank und sicherlich spielt dies hier eine große Rolle mit.

Aber ich wollte, das bis jetzt erarbeitete nicht kaputt machen, wollte wenigstens nicht zunehmen.
So schnell unter die 110 Kilo kommen ist schön, aber ich bin noch skeptisch 😉

Laut der Waage habe ich 1,3 Kilo Skelettmuskulatur abgenommen.
Ich glaube, hier liegt der Grund.
Das viele sitzen und liegen während der Erschöpfung hat die Muskulatur ordentlich schrumpfen lassen.

Sobald ich wieder raus darf, wird auch das Gewicht wieder nach oben gehen.
Aber das ist ok, dann weiß ich woher es kommt.

Interessanterweise habe ich jeden Tag mehr Schritte auf der Uhr als sonst im Alltag.
In der Wohnung hier schaffte ich bis jetzt jeden Tag über 10.000 Schritte 😉

Rechtzeitig vor der Quarantäne hatten wir schon fast meinen neuen PC Platz fertiggestellt.

Da ein Hitzeproblem in der Ecke bei dem PC für mich absehbar war, hatte ich mir eine Wasserkühlung geholt und brauchte auch infolgedessen ein neues Gehäuse.

Ich bin zwar ein Allrounder im Thema IT, aber was die komplette Umrüstung von Hardware angeht, habe ich schon immer einen Rückzieher gemacht.

Aber man muss nicht alles können, sondern nur Leute kennen, die einem helfen können 😉

Die Mehrzahl meiner Freunde habe ich online kennengelernt und verbringe auch dort die meiste Zeit mit ihnen.

Im echten Leben sieht man sich zwar dann nur wenig im Jahr, aber das ist auch nicht wichtig.
Ich habe schon viele Diskussionen in meinem Leben führen müssen, ob es wirkliche Freunde sind.

Für mich sind Freunde Menschen, die da sind, wenn man sie braucht.
Mit denen man viel Zeit verbringen kann ohne, dass es langweilig wird.
Mit dem man über alles reden kann und zusammen lacht.
Und ja, das sind meine online Freunde.

Das soll meine offline Freunde nicht mindern. Im Gegenteil.
Gerade jetzt während der Pandemie bin ich froh, dass einer meiner besten Freunde die Ecke rum wohnt.
Uns zusammen mit seiner Familie unterstützt. Egal ob Einkäufe oder Müll wegbringen.

Ich habe zwar nur eine Handvoll offline Freunde, aber auf die ich niemals verzichten möchte oder gegen mehr Freunde eintauschen würde.

Während vielen derzeit das „Social Distance“ ein Riesenproblem verursacht, weil ihnen die Zwischenmenschlichkeit fehlt, hatte ich damit keine Probleme zwei Wochen in der Wohnung zu bleiben.
Durch Video-Meetings und Sprachkonferenzen habe ich so viel Kontakt.
Da ich das auch schon immer vorher gemacht habe, bereitet mir die sozialen Kontakte Abstinenz keine Probleme.

Und so brauchte mein Freund auch nicht vorbeizukommen, um mir zu helfen.
Ich baute meinen Laptop mit Kamera auf und verband mich via Discord mit ihm.

Er zeigte mir an welchen Stellen ich was wo einstecken muss und er konnte mir via Kamera zu gucken.
Er suchte die Handbücher und technischen Blätter raus und zeigte mir via Fernwartung wo was ist. 

Daraus wurde ein geiler PC.

Und so hatte ich nach einigen Stunden wieder einen funktionierenden PC.

Perfekt für mein Home Office und Zockerplatz.

Danke lieber Medivian für deine nächtliche Unterstützung 😉

 

Die Virusinfektion scheinen wir mittlerweile ganz gut überstanden zu haben, aber die Erschöpfung Symptome sind immer noch immens.

Von jetzt auf gleich fühlte ich mich gestern Abend müde und habe dann fast 13 Stunden am Stück durchgeschlafen.

Auch habe ich immer noch Husten und Schnupfen, wenn auch nicht mehr so stark.

Um uns herum schlagen die Corona Nachrichten auch weiterhin ein. Eine befreundete Person, welche vorerkrankt ist und seit Monaten nur für Krankenhaus besuche die Türe verlässt, ist an Covid-19 erkrankt. Gestern habe ich erfahren dass ein Nachbar von uns infolge von einer Covid-19 Infektion an einer Lungenentzündung verstorben ist und beerdigt wurde.

Aus eigener Erfahrung heraus kann ich nun sagen dass man diesen Virus definitiv nicht in sich haben sollte. Ich bin grundsätzlich ein kerngesunder Mensch und bin statistisch gesehen nie krank.

Das letzte Mal so flach habe ich bei der Schweinegrippe gelegen und das ist schon rund zehn Jahre her.

Auch lasse ich mich jedes Jahr Grippe impfen.

Mal hier und dann Schnupfen oder leichtes Fieber, aber dieser Virus ist mehr als nur ein einfacher Grippevirus.

Ich brauche aber auch so bald wie möglich wieder meinen Alltag und die Routine zurück. Ich merke wie mich die ganzen Nachrichten runterziehen. Ich brauche die täglich Ablenkung von dem ganzen Thema. Es macht einen auch seelisch fertig. Vor allen Dingen in der Quarantäne.

In vier Tagen darf ich mit den Kindern endlich wieder vor die Türe. Dann werden wir erstmal einen ausgiebigen langen Waldspaziergang machen.