Schultüte

Zweieinhalb Wochen habe ich nicht mehr gebloggt. Kommt mir länger vor 🙂

Aber es ist auch nichts Nennenswertes passiert. Mein Job hat mich die letzten 2 Wochen sehr in Beschlag genommen, ein großes Update stand an und ich hatte viel damit um die Ohren.

Unsere Tochter geht in zwei Wochen in die Schule. Diese Woche stand Schultüten basteln an.

Darin ist meine Frau echt toll. Ich wäre auch gerne so kreativ.

Wahnsinn, sie geht schon in die Schule …… Wo ist die Zeit geblieben?

Plötzlich gingen die Türen zu.

Es war Samstag – 10 Uhr- als mein Handy klingelte.

Ich hatte 6 Stunden zuvor das Sommerfest um 3.30 Uhr mit meinem Kollegen beendet und war ins Bett gefallen.

Völlig entspannt lag ich im Land der Träume und nüchterte die 12 Stunden Feier langsam aus.

Das ging, weil meine Frau mit den Kindern seit einer Woche in Frankreich ihre Schwester besuchen war. Mit dabei war noch eine weitere Schwester aus Köln mit ihrer Tochter.

Alle zusammen sollten Samstag Nachmittag wieder zurück sein.

Ich benötigte eine Weile, bis mein Ohr im Land der Träume jemanden erreichte und das Gehirn verstand, dass wenn es klingelt, dies nur meine Frau sein kann. Weil anderen Stumm geschaltet sind.

Ich schaute auf Handy.

Meine Frau…….

Echt jetzt? Um mir mitzuteilen, dass sie jetzt im Zug sitzt?

Ich hob ab und sie gleich:

Schatz, ich bin im Zug und der ist einfach losgefahren. Die Kinder sind noch am Gleis!

Es ist faszinierend. Ich war noch was angesäuselt und völlig schlaftrunken. Unter normalen Umständen hätte ich es nicht mal auf die Toilette geschafft. Aber als die Information etwas verzögert von meinem Ohr im Kopf ankam und verarbeitet wurde, war ich schlagartig wach!

Sie erzählte mir, dass Sie mit Ihrer Schwester am Gleis standen (in Paris). Die Menschen strömten in den Zug.

Problem ist, dass gleich am Eingang die Kofferplätze sind. Und so räumt jeder seine Koffer ein und geht dann zu Platz.

Meine Schwägerin blieb mit den drei Kindern draußen und reichte Koffer und Kinderwagen rein. Meine Frau nahm sie an und verstaute sie.

Und nach dem letzten Koffer und Kinderwagen macht es

Piep …….. Piep …….. Piep …….

Die Türen gingen zu und der Zug fuhr los.

Man muss dazu wissen, dass man am Bahnhof Paris Nord nur am Gleis stehen kann, wenn man ein Ticket hat. Selbst Begleitpersonen kommen nicht auf das Gleis.

Daher hätten Schaffner und Zugführer dies sehen können. Auch wurde nicht vorher gepfiffen oder Ähnliches.

Meine Schwägerin winkte, rief – meine Frau versuchte die Türen zu öffnen – aber nichts half.

Der Zug fuhr los.

Alle drei Kinder fingen an zu weinen und meine Schwägerin wusste auch nicht, wie ihr geschah.

Meine Frau hat dann richtig reagiert und sich den Zugführer geschnappt und das geregelt.

Meine Schwägerin ist dann mit den Kindern in einem anderen Zug kostenlos bis nach Brüssel gefahren.
Der Thalys meine Frau hielt dort auch. Dort zusammen gefunden, fuhren sie dann mit dem nächsten Thalys nach Köln.

Dort angekommen vergingen zwischen Abfahrt, Schrecken und Ankunft rund 6 Stunden. Die Kinder waren durch. Und den Schreck sah man ihnen immer noch an.

Mein Sohn weicht uns seitdem nicht mehr bei Ausflügen von der Stelle. Er meinte auch zu mir aus dem Nichts an der Kinokasse am Sonntag:

Papa, wenn wir in den Urlaub wieder fahren, dann nicht mehr mit dem Zug.

Was lustig klingt, war voller Sorge ernst gemeint. Auch meine Tochter hat die Nacht bei uns im Bett geschlafen, weil sie das immer noch beschäftigt hat.

Für uns Erwachsene eine Abendgeschichte mit Happy End.

Für meine behüteten Kinder eine schreckliche Erfahrung.

Cinedom, lang ist es her

Meine Tochter wollte unbedingt Mia & Me schauen. Und das einzige Kino – welches den Film noch nach unserem Urlaub gezeigt hat – war das Cinedom.

Ich denke, es müssten 8 Jahre sein, seit ich das letzte Mal drin war. In Köln das größte Kino. Mir immer zu groß. Die letzten Jahre hat man ordentlich investiert und umgebaut.

Der Film, na ja. Mädchen Film. Mein Sohn ist nach 5 Minuten eingeschlafen und ich dachte mein Hirn stirbt 😉 Aber da muss man als Papa durch 😉

Unverantwortlicher Social Media Rotz

Mit meinen 44 Lebensjahren lebe ich in einer anderen Welt, als die 2~3 Generationen vor mir. Ich habe vor meinem digitalen Entzug zwar auch daran teilgenommen, aber der Algorithmus hat mir ganz anderen Quatsch ausgespuckt.

In meinen IT-News habe ich heute diesen Artikel gelesen: https://www.heise.de/news/Blackout-Challenge-Eltern-verstorbener-Maedchen-verklagen-TikTok-7164013.html

Wenn zu meiner Zeit das „Fernsehen“ etwas Unverantwortliches gezeigt hat/hätte, dann wurde es dafür auch mitverantwortlich gemacht.

Aber solche Plattformen verbreiten unkontrollierten Mist, ohne Konsequenzen. Für mich wäre es einfach. Mit dieser App werden Suizid Anleitungen gezeigt? Der Anbieter sitzt in China? Die beiden großen Appstore Monopolisten dazu anweisen, die App zu sperren, aufgrund der Gefahr. Dann wird auch schnell bei den Plattformen gehandelt. Machbar ist das. Mann muss es nur wollen.

Ich hoffe, dass der Kelch an uns vorbeigeht. Ich finde es auch grenzwertig einem siebenjährigen Kind ein Smartphone mit solchen Apps unkontrolliert zu geben.

Aber sich davor verschließen geht auch nicht. Man muss sich eben damit auseinandersetzen. Die Kinder sicher daran führen.

Auch wir werden früh versuchen unseren Kindern zu vermitteln, dass es im Leben viel Schöneres gibt, als ein Social Media Star zu werden. Dass es völlig bedeutungslos ist.

Dafür muss man es allerdings auch vorleben und nicht selbst ständig davor hängen!

Räschtschraibung

Mit dem Ersteller dieses Hinweises, welcher im Aufzug vom Kaufland hing, hatte ich noch Mitleid.

Je nach Herkunft passiert so was und am liebsten hätte ich ihm den Zettel neu geschrieben.

Nicht – dass ich als Teilzeit Legastheniker das hätte besser machen können.

Aber folgender Fehler (welchen ich eine Stunde später im Parkhaus fand) wäre mir definitiv aufgefallen.

Peinlich Peinlich 😉

Sicherheit steht davor

Am Payback Automaten in unserem Rewe gibt es unter dem großen Display den Hinweis, seine Eingabe zu verdecken.

Wenn der Monitor aber höher und breiter ist, als ich grazile Gestalt, dann kann man nur den Kopf schütteln.

Ein Pinpad hätte auch gereicht….

Freizeitpark Slagharen

Wir hatten eigentlich vor, nur bis Sonntag im Center Parks zu bleiben. Da hatte ich ein Schnäppchen für einen Freizeit Parc in Holland gesehen. Ich konnte noch kurzfristig einen Tag dran hängen, sodass wir montags erst abgereist sind, um dann drei Tage in Slagharen zu verbringen.

Einem Freizeitpark für alle Altersklassen mit besonderer Übernachtung.

Einem Indianer Zelt Deluxe.

Ich bin nun nicht der Camper und es war für den Moment ein „Downgrade“, aber es waren am Ende echt drei tolle Tage dort. Wir hatten uns eigenes Klo, sonst wäre ich auch nicht dort eingecheckt 😉

Die Kinder lernten durch den Zeltplatz viele andere Kinder kennen, die teileweise zufälligerweise aus Köln kamen. Sie spielten bis spät in den Abend mit Ihnen und tagsüber ging es in den Freizeitpark.

Der hatte viel zu bieten. Viele Fahrgeschäfte, vor allem auch für Kinder in unserem Alter.

Ich denke, hier werden wir in den nächsten Jahren sicherlich noch mal hinfahren.

ZooParc Overloon

Nicht unweit vom Center Parcs Het Merdall entfernt ist der ZooParc Overloon.

Den hatte ich über Google gefunden und wir sind an unserem letzten Tag dorthin.

Ein schöner und gut gepflegter Tierpark. Wenn man in der Nähe ist, ein Besuch wert.

Zwischen den Wegen hatten die Kinder immer einen Abenteuer-Parkour. Dadurch waren die langen Wegstrecken zwischen den Gehegen nicht so eintönig.

Die Gehege waren groß und weitläufig und in verschiedene Areale unterteilt. Echt schön.

Irgendwann kam man dann bei einem Jeep ab, auf dem vermeintlich ein oder zwei Löwen lagen.

Später von oben sah man das Gesamtbild.

Da möchte ich nicht runterfallen 😉

Hier noch ein paar Impressionen aus dem Park.

Die zwei fast wichtigsten Dinge im Urlaub

Es gibt zwei Dinge, die kommen auf jedem Urlaub mit. Zum einen mein Ventilator.

Den habe ich mal bei Aldi gekauft. Er ist flach, passt überallhin und wirbelt ordentlich durch die drehende Scheibe. Wir hatten auch dieses Jahr abends immer noch 35 Grad im Bungalow. Fenster auf und Mücken rein? Ne, dann lieber den Ventilator.

Aber für die Mücken habe ich dennoch was dabei.

Eine Mückenlampe. Leider nicht immer Erfolgreich, die meisten jagt meine Frau per Hand, aber hier und da in der Nacht sehr hilfreich.

Moskinto Pflaster – Cross Tapes – Gittertapes

In den Kommentaren bei MyDealz zu einem Angebot für einen Stichheiler las ich von Moskinto. Einem Pflaster bei Moskitostich.

Ich bestellte es, da der Stichheiler bei den Kindern Schrecken auslöste 🙂

Eigentlich sind es nur Pflaster ohne etwas dran oder drin. Aber sie wirkten bei unseren Kindern und mir wirklich gut. Und wir hatten leider zahlreiche Stiche.

Laut Stern:

Das Besondere an den Cross Tapes ist, dass sie nicht dehnbar sind – dadurch wird die erste Hautschicht bei jeder Bewegung leicht angehoben, was zu minimalen Reizen führt, die den Selbstheilungsprozess im Körper aktivieren. Sprich, der Juckreiz und die Schwellung lassen nach. Und das ganz ohne den Einsatz von pharmazeutischen Wirkstoffen.

https://www.stern.de/gesundheit/haut/mueckenstiche-behandeln–diese-produkte-helfen-8822960.html

Tun nicht weh und haben echt gut funktiniert.

Sommerurlaub 2022 Center Parcs Het Meerdal – mit kostenlosem Upgrade

Anfang des Jahres haben wir unseren Sommerurlaub planen müssen. Nun standen wir vor dem Problem, dass unsere Tochter dieses Jahr in die Schule geht. Somit konnten wir zum letzten Mal vor den Sommerferien fahren. Das ersparte uns schon rund 700 Euro.

Wir standen aber vor dem Problem, dass wahrscheinlich genau dann die Abschiedsfeier in der Kita stattfindet. Dazu die ungewisse Coronasituation, der Ukrainekrieg und die Spritpreise.

Fliegen in einen All-inclusive-Urlaub war für uns keine Option. Nicht bei 3000 Euro für 7 Tage.

Und so entschieden wir uns wieder für einen Urlaub in der Nähe, mit dem Auto erreichbar und bezahlbar. Am Ende wurde es das Het Meerdal in den Niederlanden, wo wir 2020 schon einmal waren.

In rund 70 Minuten von Köln aus erreichbar. Und es entpuppte sich tatsächlich als beste Urlaubsplanung.

Der Urlaub begann, samstags zuvor hatte ich vormittags Väter Cafe und bis in den Abend danach ein Grilltreffen mit Vätern aus dem Verein. Am nächsten Tag haben wir von morgens mit abends bei der Geburtstagsfeier unserer Nichte geholfen. Aber zum Kofferpacken sind wir bis dahin nicht gekommen.

Montagmorgen regnete es in Köln und irgendwie war ich nicht so in Urlaubsstimmung. Wir mussten noch Kofferpacken und dahin fahren. Zeit zum Herunterkommen hatte ich bis dahin nicht. Die Tage davor zollten ihren Tribut.

Egal, wir hatten es nicht eilig. Montag dann in Ruhe gepackt und ab in die Niederlande. Ich erhielt vorher eine E-Mail, dass der Park saniert wird und sie sich in den Abschlussarbeiten befanden. Für eventuelle Unannehmlichkeiten entschuldige man sich.

Wir kamen eine Stunde vor dem Check-in an und hatten Zeit uns etwas umzuschauen. Ja, man hatte den Park mit seinen Spielplätzen und Aktivitäten echt schön erneuert.

16 Uhr ging meine Frau zu unserem Haus, ich holte unser Auto und fuhr auch dahin. Ich folgte der Beschilderung zur Zone 2,

wollte gerade abbiegen, da kam mir eine Dame entgegen und meinte ich könne da nicht lang fahren, da gäbe es keine Straße mehr.

Hmmmm… Aber wenn es da ausgeschildert ist, dann wird es wohl auch da lang gehen. Ich fuhr weiter und stand plötzlich an einer Kreuzung, an der es nicht weiterging. Vor mir fuhren Planierraupen, die gerade den Weg teerten.

Im Rückspiegel sah ich einen Center Parcs Mitarbeiter und fragte, ob er mir weiterhelfen könne, ich müsse zur 200er-Ferienwohnung. Er meinte, das ginge nicht. Da wird die ganze Woche die Strecke neu gemacht und das bedeutet Gestank und Lärm. Ich müsse mich vertun. Ich zeigte ihm meine Reservierung.

Er: „Einen Moment, ich kläre das.“

Dann holte er sein Telefon raus und telefonierte.

Er kam zurück und sagte:“Entschuldigung, hier liegt ein Fehler vor. Wir haben Sie umgebucht in eine andere Wohnung. VIP Haus, Upgrade für Sie kostenlos. Hier ist ihre Hausnummer. Viel Spaß beim Bubble und Saunen. Sie müssen nur zur Rezeption und Ihre Bänder ändern.

Ich bedankte mich und fuhr zur Rezeption. Dort bekam ich die NFC Armbänder geändert, einen Coupon für kostenloses VIP Internet und den Hinweis, dass wir die nächsten 7 Tage als VIP Gast auch einen kostenlosen Brötchenservice haben.

Ich kam aus dem Grinsen nicht mehr raus. Ich freute mich sehr. Meine Urlaubslaune war von jetzt auf gleich da 😉 Vor allem als ich dann das Haus sah.

Mit Whirlpool, Sauna, fertig gemachten Betten, Terrasse mit Grill und einer guten Ausstattung.

Nachdem die Kinder im Bett waren, habe ich beides erst mal gleich ausprobiert. Geil 😉

Wir hatten bis auf zwei Abende durchweg schönes Wetter. Teils sogar viel zu warm 🙂

Meine Tochter hatte durch die Nähe zu Köln, die Möglichkeit an der Abschiedsfeier teilzunehmen und ich dadurch mit meinem Sohn einen exklusiven Tag.

Es gab viel zu sehen und zu erleben. Zum Beispiel auch die Tiere direkt an unserem Haus.

Wir waren fast jeden Tag in dem tollen Schwimmbad, auf den neuen Spielplätzen und den tollen Sandstrand.

Hier ein paar Impressionen, wild gewürfelt.

Eine schöne Woche mit viel erlebten und tollen Wetter. Vor allem merke ich, dass die Kleinen viel selbstständiger geworden sind und der Urlaub dadurch auch deutlich schöner und einfacher ist.

Pepa Wutz Kuchen

Meine Frau hat unserer Nichte zum Geburtstag zwei Pepa Wutz Kuchen gemacht.

Auf dem Zweiten hat sich denn auch unsere Nichte als Figur gefertigt.

Kam gut an und war Lecker 😉

Symbole

Wir waren auf einem Geburtstag. Meiner Tochter (6) schüttete ich etwas zu trinken ein, währenddessen sie die Symbole auf dem Becher las und mir die Frage stellte:

Papa, den Becher nicht auf den Boden werfen, sondern ins Meer?

Hmmmmm……..

Bitte nicht stören

Als ich im Oktober letzten Jahres eine digitale Entgiftung angefangen habe, da nannte ich es noch Entsozialmedialisierung.

8 Monate später ist es mehr geworden. Ich habe Webseiten, die ich aus der Routine heraus geöffnet habe, mir aber nicht guttaten, einfach auf die Sperrliste gesetzt. Sei es unser lokales Clickbait Blatt express.de oder auch Bild.de. Auch Google Discover und co.

Dass insbesondere Bild nicht gut für mich ist, merkte ich erst, als ich eine Weile aus deren Strudel war. Gestern schickte mir ein Freund einen Artikel daraus und ich musste dafür erst mal die Seite entsperren. Dann las ich den Artikel und klicke mich dann von Artikel zu Artikel. Da merkte ich erst, wo ich seit Monaten nur noch sachliche News lese, wie hetzerisch, meinungsbildend und verhasst dort geschrieben wird. Die gleichen Nachrichten wie überall nur völlig uminterpretiert und suggeriert!

Widerlich. Ich habe die Seite gleich wieder blockiert, obwohl ich da fast von allein nicht mehr draufgehe. Es ist nicht so, dass ich dem Internet abgeschworen hätte. Ich besuche Foren für Themen, die mich interessieren. Tausche mich dort aus. Die gibt es sogar noch, außerhalb der Sozialmedia Gruppenwelt.

Ich nutze Feedly, um mir Fachnews zu Themen von Webseiten und Blogs zu holen. Aber dann, wenn ich Lust und Zeit dazu habe. Wie „früher“, wo man noch den PC hochgefahren hat und sich bewusst für eine feste Zeit davor gesetzt hat. Und nicht nebenbei immer in der Hand.

Was mich noch mehr freut, ist die Erkenntnis, dass ich ohne diese fremdgesteuerte Blase klarkomme. Das ich die Sucht nach mobiler unbewusster Unterhaltung und Informationen überwunden habe. Nicht rückfällig geworden bin oder in etwas anderes reingesteigert habe.

Gestern habe ich eine Freundin besucht, welche ich seit über 5 Jahren nicht mehr gesehen habe. Sie kam eine halbe Stunde zu spät. Ich habe mich vor der Türe auf meinen Roller gesetzt und die Ruhe der Umgebung genossen. Die Bäume, die Sonne, das Rauschen. Ich hatte nicht mehr den Drang, das Handy herauszuholen. Nicht die Langeweile und auch nicht die Sucht. 30 Minuten vergingen wie im Flug. Ohne etwas zu tun.

Jetzt, wo ich einmal aus der Matrix bin, nehme ich aber immer mehr wahr, was mit Smartphone Zombies gemeint ist. Wenn Mitmenschen innerhalb weniger Sekunden Pause sofort zu ihrer Blase greifen. Ich der einzige in der Straßenbahn bin, der kein Handy in der Hand hat.

So, jetzt kommen wir aber mal zum eigentlichen Grund für diesen Beitrag 🙂

Vor drei Wochen habe ich auf meinem Handy den „Nicht stören“ Modus aktiviert. Dauerhaft. Mich erreicht nur direkt meine Frau und mein bester Freund. Alle anderen sind stumm. Egal, ob Anruf oder WhatsApp.

Uiiiii…. Das war auch etwas, was ich erst mal lernen musste. Nicht mehr jederzeit sofort erreichbar zu sein. Es war ein guter und wichtiger Schritt für mich. Lernen, dass es nicht schlimm ist, nicht erreichbar zu sein. Und sich dafür auch nicht reflexartig zu entschuldigen. Sich einfach mal auf die schönen Dinge des Lebens zu konzentrieren, ohne unterbrochen zu werden. Und dann zurückmelden, wenn man sich die Zeit auch dafür nimmt.

Ich habe dazu die Tage mal einen schönen Satz gelesen.

Ich hatte dazu auf meinem Smartphone aus Achtsamkeitsgründen kein E-Mail-Postfach eingerichtet. Ich wollte nicht alle zwanzig Minuten nachschauen, ob Post da war. Um mich entweder darüber aufzuregen, dass keine da war, oder darüber, mit welchen Belanglosigkeiten ich immer belästigt wurde. Kein Mensch wäre vor zwanzig Jahren auf den Gedanken gekommen, alle zwanzig Minuten an den Briefkasten zu gehen, um nach der Post zu schauen. Der Briefträger kam einmal am Tag. Das reichte völlig aus.

Das Kind in mir will achtsam morden: Roman
Buch von Karsten Dusse

Noch sehe ich das nicht so drastisch, aber ich bin auch mal Stunden nicht erreichbar, erst wenn ich wieder aus Handy schaue. Weder per Telefon, E-Mail noch Whatsapp. Nur wer zweimal innerhalb von 15 Minuten anruft, kommt durch.

Mit den Nachrichten sehe ich das auch so. 1~2 mal am Tag reicht. Ein kurzes Update über die Hauptschlagzeilen.

Das entspannt mich. Nicht gleich, aber jeden Tag ein Stück mehr. Es macht meine Welt schöner und hilft auch unheimlich in der Entspanntheit zu meinen Kindern.

Ich kann es nur empfehlen, mal aus diesen Hamsterrad auszutreten.

Vater Kind Wochenende

Letztes Wochenende war ich mit meinen beiden Kindern und eine Truppe Väter auf einem Vater Kinder Wochenende. Organisiert von der Kirchengemeinde.

In der Eifel, in einem … sagen wir mal … alteingesessenen Schullandheim.

Ich grazile Gestalt in einem Schüler-Doppelstockbett passte nicht so ganz zusammen 😉

Zumal die moderne Spannbrett-Lattenrost-Variante mir nicht so lag.

Genauso wenig wie die 5 cm Stoffmatratze aus 1865… Wenn meine Kinder mal mit der Schule in ein Schullandheim fahren, bringe ich Ihnen die Bettsachen von zu Hause vorbei 😉

Aber was tut man sich nicht alles zu liebe der kleinen alles an?

Zum Beispiel 7 Kilometer bei 3 % Steigung mit einer Draisine in praller Sonne den Berg hoch raddeln.

Hat Spaß gemacht, war aber auch mega anstrengend. Aber dafür ging es dann zurück wieder Bergab.

Für die Kinder war er richtig toll. Das ganze Wochenende spielen und bespaßt werden. Auch wenn das Haus „etwas“ alt war, die Umgebung und auch das Gelände waren für die Kinder perfekt.

Samstagabends wurde gegrillt und die Kinder hatten ein Lagerfeuer.

Sonntag sind wir noch zu einer Talsperre gewandert, was aber für meine kleinen nichts Besonderes war. Strammen Schrittes ist noch nichts für sie. Sie wollen noch langsam die Umgebung erkunden.

Die Kinder waren ordentlich geschafft. Aber zufrieden geschafft. Und ich bin Sonntag Abend tot ins Bett gefallen.

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