Im Jahr 2011, vor fast 13 Jahren, habe ich das erste Mal über die Stichheiler geschrieben.
Seit dem hat sich viel auf dem Markt getan. Ich bin bei meinen Kindern auf die Mückenstichpflaster umgestiegen. Weil das denen mit dem Stichheiler einfach zu weh tut.
Dann habe ich später erfahren, dass ein Hersteller einen Stichheiler fürs Handy herausgebracht hat. Mittlerweile hat er über ein Gemeinschaftsprojekt Geld gesammelt, um es auch für das iPhone15 anzubieten und dazu habe ich geschlagen.
Der ist jetzt fest in meinem Rucksack und hat schon gute Dienste getan.
Vor allem finde ich die App mal Top. Einfach anstecken, auswählen was gewollt ist und los geht es.
Nach der Wanderung im Wald hatte ich drei Stiche abbekommen, die damit nun Geschichte sind.
Eigentlich wollte meine Frau mit den Kindern, wie letztes Jahr schon, an Pfingsten mit ihren Freunden Zelten fahren.
Freitag war Unwetter angekündigt und Samstag wurde der Zeltplatz wegen Hochwasser geräumt. Und so entschied sie sich, mit den Kindern samstags im Schwimmbad zu verweilen.
Dort hat dann unsere Tochter spontan ihr Seepferdchen gemacht und geschafft.
Wir sind echt stolz auf sie. Somit kann der Badesommer kommen 😉
Am Samstag habe ich mich mit meinem Freund getroffen. Wir wollten wieder was zusammen quatschen und spazieren gehen. Es ergab sich spontan, dass ich unser Auto nutzen konnte und wir für dieses Jahr die erste richtige Wanderung machen konnten.
Das Wetter blieb trotz Wetterbericht trocken und mit 16 Grad auch sehr angenehm.
Der Weg war eben und um uns herum keinerlei Städte Lärm. Nur pure Natur. Sehr zu empfehlen, wenn man mal abschalten will. Hier hat man auch keinen Handyempfang 😉
Wir haben dort auch zwei Wanderhütten entdeckt, die wohl 1965 erbaut wurden.
Dort waren mit Edding Hinterlassenschaften aus mehreren Jahrzehnten.
Wo es herunterging, ging es auch wieder rauf.
Das sieht auf dem Bild nicht so wild aus. Aber für mein untrainiertes Übergewicht waren die rund 250 Meter Höhenunterschied tatsächlich hart. Mir haben noch zwei Tage danach alle Muskeln weh getan.
Kleiner Tipp: Ich habe es wie der Straßenkehrer bei Momo gemacht. Nicht ans Ende geschaut, sondern auf den Boden. Dort von Schritt zu Schritt meine Gedanken schweifen lassen. Dann war auch das schaffbar.
Aber es war eine echt schöne Wanderung in einem Menschenleeren Gebiet, wo nicht ein Stück Müll lag.
Als Datenschutzbeauftragter muss ich im Alltag immer wieder schmunzeln. So sendet die Lehrerin unserer Tochter allen Eltern im Verteiler eine E-Mail mit der Datenschutzabfrage für die Projektwoche.
Auszug:
Bitte wegen der Einfachheit formlos ohne Anrede: Name des Kindes Foto ja/ nein Homepage ja/ nein
Soweit der Datenschutz in der Theorie. Finde ich gut und wichtig.
In der Praxis hat sie diese E-Mail nicht in Blindkopie an alle Empfänger und dann an sich gesendet, sondern sichtbar an alle E-Mail-Adressen.
Somit habe ich dann evtl.:
E-Mail-Adresse
Vor- und Nachnamen
Durch die E-Mail Domain die Arbeitsstelle oder Informationen über die Selbstständigkeit
Das Geburtsjahr der anderen Eltern.
Als Beispiel: heiko.heiterkeit1988@firmaxy.de
Nun mag man meinen, was soll schon passieren? Seit ich Menschen kenne, die einen Identitätsdiebstahl durchlebt haben, seitdem bin ich sensibler geworden.
Auch wenn ich kaum einem Elternteil etwas unterstelle oder zutraue, aber es werden E-Mail-Konten gehackt und darüber wiederum werden diese Daten abgegrast.
Beruflich erlebe ich es regelmäßig, dass von gehackten Konten unserer Kunden mit persönlichen Informationen aus den E-Mails gearbeitet wird.
Noch lustiger in der Praxis ist es dann, wenn Eltern auf die Datenschutzanfrage antworten, aber eben nicht an die Lehrerin, sondern an allen.
Und somit weiß ich dann, welches Kind zu den Eltern gehört und wie geantwortet wird. Am besten ist dort noch eine Signatur enthalten, die noch mehr Informationen preisgibt.
Wir sind immer noch ganz am Anfang des Datenschutzes und haben noch ganz viel Arbeit vor uns 😂
In den vergangenen Wochen war es für mich – bei uns privat und bei mir – sehr anstrengend. Da es mich nicht alleine trifft, möchte ich nicht näher darauf eingehen. Aber es ist anstrengend.
Dabei ist mir die „Achtsamkeit“ verloren gegangen. Ich habe mich wieder in der Stress- und Selbstmitleids-Blase aufgehalten. Das hat mich so ausgebrannt, dass am Körper alle Alarmglocken schrillten. Aber dieses zu bemerken, zuzulassen und zu reagieren gehört mit zum Prozess. Aber um da wieder herauszukommen, benötigte ich „Unterstützung“.
Also habe ich mich wieder für einen MBSR Kurs angemeldet. Einen Achtsamkeitsbasierten-Stressreduktions-Kurs, welchen sogar die Krankenkasse mitbezahlt.
Das habe ich schon mal vor zwei Jahren gemacht, jedoch Online via Zoom. Jetzt in Real vor Ort. Die erste Woche hat begonnen und ich merke gleich wie gut mir diese Auszeit tut.
Dazu gehört auch, einmal am Tag 30~45 Minuten zu meditieren. Was ich früher für esoterischen Mist gehalten habe, ist heute für mich wertvolle Zeit. Und diese Zeit habe ich mir im Alltag weggenommen.
Eine halbe Stunde einfach mal die Klappe halten, sich auf nur auf den Körper fokussieren und an nichts anderes zu denken ist tatsächlich schwer.
Vor allem die Motivation zu finden, dies irgendwo in einer freien halben Stunde zu schaffen. Aktuell nutze ich die Medienzeit der Kinder um dann einfach mal in Ruhe auf dem Bett die halbe Stunde meditieren zu können.
Jetzt, wo ich den Kurs besuche und wieder jeden Tag zur Ruhe komme und meditiere, merke ich, was mir gefehlt hat. Diese Stille. Diese Erholung.
Und dass eigentlich nichts wichtig ist, außer ich selbst.
Am Morgen habe ich bis 11 Uhr ausgeschlafen. Dann wurde ich mit einem leckeren Frühstück von meiner Familie begrüßt.
Am Abend bekam ich mein Leibgericht, Lasagne 😉
8 Jahre bin ich nun schon Papa und seit 6 Jahren von zwei Kindern. Ich bin schon ein wenig stolz auf meine Entwicklung als Vater. Dafür das ich ohne groß geworden bin und selbst orientieren musste. Was vielleicht auch besser war. Wir haben ein wunderbares Verhältnis, was vieles erleichtert.
Eines unserer Kinder hat bei einem befreundeten Kind übernachtet. Als ich es am Sonntag abgeholt habe, erzählte es mir im Auto von Momo. Das wurde unserem Kind auf dem Tablet des befreundeten Kindes gezeigt. Und der Geschichte, dass Momo einem Kind schon mal die Füße abgefressen hat.
Uffff…… Ok. Tief Luft holen und rechts ran fahren.
Dann habe ich mir erst mal ganz viel Zeit genommen und zugehört und es in den Arm genommen. Dann gesagt, dass ich es toll finde, dass es sich dem Papa damit anvertraut.
Nicht schimpfen, auch nicht über das andere Kind. Vor allem nicht direkt da anrufen.
Erst mal mitteilen, dass das Momo Bild auch mir Angst macht und es ok ist Angst davor zu haben. Aber es gibt Momo nicht. Es ist ein manipuliertes Bild von Menschen, die anderen Angst machen wollten. Das fängt mit erschrecken (buhh) an und endet bei so bösen Bildern und Videos.
Wie Ihre Schlange aus Gummi, um Menschen zu erschrecken.
Dann habe ich Snapchat heruntergeladen und mit Facefiltern gespielt.
Gezeigt, wie schnell man so ein verändertes Gesicht erstellen kann, um anderen Menschen Angst zu machen.
Das Gesamtpaket hat gut funktioniert und unser Kind hatte deutlich weniger Angst. Hat es in Teilen auch verstanden. Wir haben es dann auch die Nächte danach nicht alleine Schlafen lassen, sondern bei uns. Wir sind weiterhin Wachsam, aber aktuell können wir keine Auffälligkeiten feststellen.
Sie redet auch fast gar nicht mehr davon.
Das Gute daran ist, dass wir auf vieles vorbereitet sind. Weil wir uns damit auseinandergesetzt haben.
Meine Frau als Erzieherin hat da deutlich mehr Erfahrungen als ich. Aber wir haben gemeinsam Medienkompetenz Abende für Eltern besucht.
Auch der Starke Eltern – Starke Kinder Kurs hat dabei geholfen.
Da haben wir viel über die Gefahren der Neuzeit gelernt. Vor allem ich. Weil ich eben nicht die Fehler meiner Erziehung wiederholen möchte. Mir hätte man gesagt: “Gibt es nicht und jetzt stell dich nicht so an.“
Ohne meine Weiterbildung hätte ich das vor ein paar Jahren auch so gemacht.
Dass ist auch das was ich in den vielen Medienkompetenz Abenden für Eltern gelernt habe. Ich finde die sollten Pflicht für Eltern werden.
Siehe beim befreundeten Kind. Ungefiltertes und unbeschränktes Tablet. Warum auch immer.
Weil damit endet es nicht. Mit dem eigenen Handy in ein paar Jahren kommen andere Probleme. Und die werden schlimmer und größer.
Mobbing, Gewalt in Bild und Ton und vieles mehr. Ich habe letzte Woche erst einen Vortrag der Polizei NRW besucht, wo Kriminalistische Experten zu Wort kamen.
Schon Wahnsinn was Eltern unterschätzen und ausblenden.
Schon seit einem Jahr wird unsere Tochter von Ihrer Schulfreundin abgeholt und dann fahren sie gemeinsam zur Schule. Der Alltag rennt an mir so schnell vorbei, dass ich dies gar nicht so richtig wahrnehme.
Heute Morgen in der Früh hatte ich einen kurzen Moment, wo ich das auf mich wirken ließ.
Noch zwei Jahre und sie ist auf der weiterführenden Schule …….
So langsam bekommt das neue Zimmer unserer Tochter in Form. Vor zwei Jahren hatten wir Ihr Zimmer schon mal umgestaltet. Da hatten wir das Kleinkinderhochbett gegen ein richtiges ausgetauscht.
Das war leider ein Fehlkauf. Das Bett war zu hoch und die Ecke zu dunkel.
Unsere Tochter mochte da nicht schlafen. Also haben wir ihn dann nach langer Suche bei Kleinanzeigen ein neues ebenerdiges Bett gesucht, mit der Funktion dieses auszuziehen zu können. Wir fanden das Ikea Bett Hemnes in einem guten Zustand und dann vor einigen Wochen abgeholt.
Das wollten wir dann aufbauen, wenn das Hochbett verkauft ist. Aber irgendwie ließ es sich nicht verkaufen. Also haben wir Ostern dann das alte Bett abgebaut und eingelagert, bis es endlich bei Kleinanzeigen verkauft ist.
Dann haben wir das neue Bett aufgebaut und eines unserer Kinder wurde krank und musste für ein paar Tage ins Krankenhaus. Danach begann der Alltag und wir kamen einfach nicht dazu, uns um das Zimmer Final zu kümmern.
Neben einem neuen Bett, was nicht mehr ein Hochbett ist, wünschte sie sich auch ein Baldachin. Das erhielt sie von einer Freundin zum Geburtstag und wurde gestern endlich angebracht.
Der Rest des Zimmers kommt die nächsten Tage endlich dran. Es gibt noch viel zu tun, aber unsere Tochter schläft wieder gerne in ihrem Zimmer.