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Und wieder eine gute Tat

Ich glaube mein Karma möchte mich testen 😀

Zufällig wieder mit meiner Frau, wieder mit dem Fahrrad, wieder auf durch den Park und wieder auf dem Weg zum Kino.

Wir fuhren schon fast in Richtung Ausgang, da sah ich wie ein großer Hund (sah aus, wie der ­Lycos Hund­) zwei kleine Hunde am Jagen war. Als er dann nach einem versuchte zu schnappen und der Kleine anfing während des laufen zu wimmern, bin ich sofort vom Rad runter und auf den Labrador drauf.
Zu mindestens habe ich es versucht. Das Ganze war alles sehr hektisch und schnell. Der Labrador versuchte immer abwechselnd einen der beiden kleinen Hunde zu schnappen. Die Hundebesitzerin des Labradors watschelte in aller Seelenruhe von weitem an, nicht mal wirklich mit der Absicht Ihren völlig aggressiven Hund zurückzuholen.

Die ältere Dame, der beide kleinen Hunde gehörten, versuchte mit aller Macht den großen daran zu hindern ihre Hunde zu beißen.

Aber sie war so aufgebracht und aufgrund ihres Alters nicht in der Lage dazwischen zu gehen, weil alle Hunde wild und schnell rumliefen.
Sie war einfach nur hilflos und musste mit ansehen wie einer ihrer beiden kleinen Hunde jeden Moment gebissen werden.

Immer wieder versuchte der große Hund zu zuschnappen, wurde aber von mir abgelenkt, weil ich versuchte mit der Faust die Nase des Labradors zu erwischen.

Das gelang mir zwar nicht, aber es reichte aus, um jeden Biss abzuwehren bzw. zu verlangsamen so das der kleine Hund schon wieder weg war.
Ich schaffte es, ihn einfach abzulenken.
Meine Schwester ist Hundetrainerin und vor 3 Wochen war ich sie in Ihrer Hundeschule besuchen, um Fotos für Ihre Webseite zu machen.
Als ein Hund versuchte einen anderen zu beißen ist sie mit lauter Stimme und ohne zu zögern direkt auf den Hund rauf und hat ihn ohne ein Zeichen von Angst gepackt und ruhiggestellt. Das hatte mich so beeindruckt, das der Hund trotz seiner Aggression plötzlich ruhig wurde und auch nicht mehr nach meiner Schwester schnappte, das ich das wohl verinnerlicht habe.

Immer wieder, wenn der Labrador versuchte, zu zuschnappen, bin ich von hinten angeflogen (bin ja nicht so schnell wie laufende Hunde) und mit einem lauten brüll und fliegenden Fäusten dazwischen.

Irgendwann büchste einer der Kleinen in Richtung eines Zauns aus und der große hinter her. Der Kleine versuchte durch den Zaun durchzukommen, passte aber nicht durch. Der Große war schon hinter ihm und wollte gerade zubeißen, als ich von hinten angerannt kam und einfach dazwischen lief.

Mir ist es in einem solchem Moment, egal ob ich gebissen werde.
Der Hund überlebt so was nicht so einfach. 
Ich hatte in meiner Jugend selber mal einen Pudel und musste mit ansehen, wie ein Rottweiler diesen fast tot gebissen hat. Er hat es zwar überlebt, aber wenn man sein Tier liebt, und muss das Leid und die Qual mit ansehen, das will man keinem zumuten. Bei mir wäre es nur eine Bisswunde gewesen. Für mich wäre ein Notarzt gekommen und hätte mich sofort behandelt. Aber einen Hund? Wo ist ein Tierarzt und wie bekommt man den dahin oder wie kommt man zu ihm?
Aber ich denke, das kann auch nur ein Hundebesitzer nachvollziehen.
Meine Frau ist ohne Hund groß geworden und hat gar keinen Bezug zu so was und auch nicht zu Tieren. Sie kann es auch kaum nachvollziehen, warum sich Leute einen Hund halten.
Ich bin, wie schon erwähnt, mit einem Pudel aufgewachsen.
Auch meine Kinder werden mit Hunden aufwachsen. Das habe ich meiner Frau schon gesagt, zu jedem Kind gibt es auch einen Hund 😀
Ich finde das ganz wichtig, um auch ein Gefühl für Tiere und dessen Schutz zu entwickeln. Mir hat es als Kind gut getan. Ich hätte heute auch einen, aber solange wir beide arbeiten gehen, bringt das nix.

Na ja, zurück zum Ort des geschehen.

Mittlerweile kam auch die Labrador-Besitzerin an und versuchte Ihren Hund einzufangen, was Ihr aber auch nicht gelang. Also ging das Spiel weiter.
Die Kleinen rannten weiter weg, der große hinterher und ich mittendrin.

Der älteren Damen gelang es dann, Ihre beiden kleinen Hunde einzusammeln und unter den Armen festzuhalten.

Für den Labrador ein gefundenes Fressen, weil der musste dann nur noch hochspringen. Aber nicht mit mir! Ich bin immer wieder dazwischen bis dann endlich die Besitzerin des Labradors den eingefangen hatte und zu Boden drückte, weil er immer noch am Toben war.

Ich habe dann die zwei Leinen eingesammelt und der älteren Dame geholfen die ihre Hunde wieder anzuleinen. Habe die beiden kleinen Hunde dann noch abgetastet, ob irgendwo Bisswunden sind, aber da zum Glück nix.

Die ältere Dame bedankte sich immer wieder bei mir. Man sah ihr die Erleichterung, aber auch den Schrecken im Gesicht an.

Die Labradorbesitzerin hingegen schaute mich nur sehr wütend an.
Klar, das ist wie mit schlecht erzogenen Kindern, sind immer die anderen Schuld.

Nun gut, es waren nicht meine Hunde und die kleinen waren auch nicht angeleint (was wohl auch deren Glück war) daher habe ich mich aus allem Streit und Diskussionen rausgehalten. Zumal wir reservierte Karten hatten wollte ich auch nicht noch länger dort verweilen.
Wären es meine Hunde gewesen, dann hätte ich das Ordnungsamt gerufen. Der Hunde Labrador lag immer noch auf dem Boden und musste dort gedrückt gehalten werden, weil er sich nicht beruhigen konnte.
Er war anfangs auch ohne Leine und man merkte, dass die Besitzerin keine Kontrolle hatte. 

Ich war nur froh dazwischen gegangen zu sein. Ich sehe oft Kellerei zwischen Hunden und mich interessieren diese auch nicht, aber die beiden kleinen Hunde taten mir Leid und der älteren Dame, die wahrscheinlich nur die zwei Bezugspunkte hat, habe ich viel Leid erspart. Weil das wäre blutig geworden.

Na ja, dafür bin ich danach wenigsten gut unterhalten worden.
Dazu später mehr.

Published inPrivates

Ein Kommentar

  1. Das ist Courage! Mein Respekt – nicht jeder würde soetwas machen!!

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