15 Mai 2011

Nicht nehmen was einem Angeboten wird!

Etwas, was ich die letzten Wochen in unserer Abnehmphase ernsthaft lernen musste war, nicht das zu essen, was mir angeboten wird.

Das fängt zum Beispiel im Restaurant an.
Da gibt es zum Beispiel bei Fleisch als Beilage, immer Pommes.
Egal ob Pute oder Steak.

Ich bin nie auf die Idee gekommen, etwas zu ersetzen.
Mal davon abgesehen, dass ich es auch nicht wollte, für mich gab es immer nur das – was auf der Karte stand.

Selbst als ich noch Weight Watchers gemacht habe, habe ich die Punkte einfach mit eingerechnet. Da war es egal, was man gegessen hat.

Seit der jetzigen Umstellung achte ich mehr auf das, was ich Esse und ersetzte für mich das, was nicht passt, durch etwas passendes.

Ich mag WW nicht schlecht reden, habe bei meinen versuchen damit auch immer gut abgenommen, aber mir hat immer der Bezug zu den richtigen Lebensmitteln gefehlt.

Was sind Gute und was sind vermeidbare Lebensmittel.
Man hatte seine Punkte mit denen klarkommen musste.
Dafür durfte man alles Essen.

Die „Lebensmittel Ampel“ hingegen gibt es bei WW schon lange nicht mehr.

Aber bei unserer derzeitigen Abnahme mit llid sollten wir auf diese Ampel achten, wenn wir schneller abnehmen möchten.

Da bekommt man auch mal ein anderes Bild von Lebensmitteln.
Wie zum Beispiel die Entdeckung des unterschiedlichen
Maises.

Mir sind mittlerweile Fritten oder auch Bratkartoffeln in der Gastronomie einfach zu fettig.
Dann mache ich sie mir zuhause lieber anders.

Anfangs habe ich noch gefragt, ob ich evtl. die Pommes durch eine Folienkartoffel ersetzen lassen kann.
Mittlerweile schaue ich auf die Karte, was es gibt, mische einfach alles zusammen, was ich haben möchte und bestelle es. Es hat noch kein Kellner Nein gesagt 😀

Keine Ahnung, warum ich mich das lange nicht getraut habe.

Es mag sich für den einen oder anderen von euch selbstverständlich anhören.

Man darf auch gerne den Kopf Schütteln, das ich gerade die Lebensmittelwelt wie ein Kleinkind entdecke, aber wäre das alles so selbstverständlich, hätte ich kein Übergewicht.

Das, was ich derzeit durch unsere Ernährungsumstellung lerne, hat mir weder mein Elternhaus – noch eine Schule oder Ähnliches beigebracht.

Dass ich so dick bin, das bin ich selber schuld. Aber wenn ich mich mit Mitmenschen unterhalte und so etwas wie den entdeckten Zucker im Mais ganz stolz vorzeige, bekomme ich zu hören: „ja ja, das weiß ja jedes Kind.“ .

Wenn das jedes Kind wüsste, dann würden wir Deutschen nicht immer dicker werden.

Und ich bin gerade am Anfang der Ernährungsumstellung.

Jetzt verstehe ich auch, warum gerade solche Ernährungsseminare extrem wichtig für Schulen sind.

Na ja, zurück zum Thema.

Genau so geht es mir mit belegten Brötchen beim Bäcker.
Die fertigen in der Auslage sagen mir in der Regel nicht zu.
Früher habe ich mir einfach das Gesündeste ausgesucht und war glücklich.

Aber was ist gesund bzw. Abnahme unterstützend?

Letzen Samstag bin ich wieder in der frühe da gewesen und das dortige Erlebnis hat mich dann auch auf die Idee dieses Beitrags gebracht.

Ich: Guten morgen, ich hätte gerne 2 Mehrkornbrötchen mit Pute.

Die Verkäuferin greift zur Auslage.

Ich: Bitte nicht die, weil da ist mir leider zu viel Butter drauf und ich darf kein Fett zu mir nehmen.

Stimmt zwar nicht ganz, aber bevor ich ihr das gesamte Llid Konzept mit 60 g Fett pro Tag erklärt habe, sage ich es lieber so.

Die Verkäuferin schwenkt um zu den Kornecks mit Frischkäse.

Ich: Bitte auch nicht die. Das macht keinen Unterschied.

Verkäuferin: wieso? Das ist doch FRISCH-Käse.

Ich: Ja, aber der ist auch voller Fett.

Verkäuferin: Nein, nein, wir haben hier nur einen FRISCH-käse – der ist nicht fettig.

Sie drehte sich um, beugte sich zum Kühlschrank und holte eine riesen Großhandelspackung Philadelphia raus.

Ich grinste und zeigt auf die über 27 g Fett auf 100 g!

 

Verkäuferin: Ist das viel?

Ich: ja, zu viel. Ich bin schon rund genug. Darum bitte nur zwei Brötchen mit Pute und Salat. Keine Butter, kein Streichkäse und kein Ei!

Ein Ei hat 7 g Fett. Das teile ich mir lieber anders ein.
Auf Butter beim Brot verzichte ich auch vollkommen drauf.
Ich merke geschmacklich auch keinen Unterschied mehr.

Das mag auch daran liegen, das Vollkornbrot mit Pute oder Schinken gut genug schmeckt!
Die Verkäuferin schaut mich leicht genervt an und meinte

 

 

Verkäuferin: Sie sind doch noch nicht dick. Mein Mann ist viel dicker als Sie.

Gerne hätte ich Ihr gesagt, dass es doch keine Argumentation fürs dick Sein ist und sie sich doch wahrscheinlich auch darüber freuen würde, wenn ihr Mann schlanker wäre.

 

Aber ich habe es dabei belassen. Früher habe ich bei Sonderwünschen immer ein schlechtes Gewissen gehabt. Was mag die Verkäuferin denken. Was für ein Spießer, Öko oder sonst was. Da kommt wieder Mr. Extra Wurst!

Dann muss sie auch noch wegen mir extra Brötchen aufschneiden, bla bla bla…

Keine Ahnung, warum ich so gedacht habe.Ich wurde einfach so erzogen das man das nicht macht. Vieleicht auch, weil es den Menschen um mich herum teils peinlich war. Aber dann bin ich eben der “Schnösel”.

Ich bezahle mittlerweile gerne etwas mehr, wenn ich z.B.  Pommes durch Kartoffeln ersetze.
Aber dafür weiß ich jetzt, was ich Esse.

Nach dem Sport bin ich dann noch, mit ein paar Training Partnern, zu Mr. Kumpir gegangen.

Ich zuckte schon bei dem Wort zusammen, weil ich noch diese Kartoffel mit gefühlten 100g Butter und 150g puren Käse in Erinnerung hatte. Dazu noch die ganzen Soßen, Zaziki und pasten.

Hier der Beitrag von damals.

https://www.derheiko.com/index.php/2010/11/20/kartoffel/

Dieses mal war ich schlauer. Ich habe mir die Folienkartoffel ohne die Butter und dem Käse bestellt.

Einfach nur die Kartoffel mit etwas Pute und mit jede menge Grünzeug ohne irgendwelche Soßen.

Die stand auf keiner Karte und die Verkäuferin schaute mich etwas komisch an, aber ich hatte am Ende ein gutes Gefühl, weil ich nichts dickes gegessen hatte.

Und an so tagen wie heute, wo wir auf dem Flohmarkt waren und es nur Essen zu kaufen gab was uns bei der Abnahme behindert, da wird gewartet bis wir zuhause sind und es wird dort gefrühstückt.

Man muss nicht auf dem Rummel oder Flohmarkt was Essen! Man kann auch danach oder davor etwas essen!

Alles eine Frage der Disziplin und des Trainings.
Es ist echt nicht leicht, aber es macht Spaß und mir passen schon die ersten Sommerjacken wieder.

Die 3 cm weniger Bauumfang sind einfach cool!
Wie sagte doch damals der WW Couch in die Runde:

Nichts schmeckt so lecker, wie sich schlank sein anfühlt!



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Verfasst Mai 15, 2011 von Heiko in category "Privates

7 COMMENTS :

  1. By Anna on

    Hallo Heiko!

    Ich bin grade ein wenig geschockt, weil die Dinge, die du beschreibst für mich wirklich selbstverständlich sind. Vielleicht weil ich ein Mädchen bin und Mädchen grundsätzlich in der Pubertät Diäten machen und sich mit Essen auseinandersetzen 😉 Aber ich finde es gut, dass du dich jetzt mit sowas beschäftigst. Irgendwann wird es normal sein, dass du bestimmte Nahrungsmittel einfach im Regal liegen lässt, weil es garantiert eine gesündere und mindestens genau so leckere Alternative gibt. Im Fernsehen kam mal ein Beitrag, in dem irgendwer sagte, dass der menschliche Körper eher für schlechte Zeiten ausgelegt ist und da es heutzutage so ein Überangebot an Nahrung gibt, man sich halt zügeln muss. Man muss nicht alles essen, nur weil man es kann 😉

    Dein Beitrag erklärt allerdings auch einiges. Ich habe mich schon oft gefragt, wieso du manche so tust, wie du sie tust. Klar kann man mal ein Eis essen. Eis ist toll! Aber wieso muss da noch Sahne und dann noch Soße drauf? Oder was du schon beschrieben hast mit dem Essengehen. Es muss nicht das größte und deftigste von der Karte sein. Man muss ja nicht an einem Salat knabbern, aber es gibt fast überall auch Geflügel, Reis oder ähnliches.

    Mach weiter so, lieber spät als nie 🙂

    Ich bin eh der Meinung, wenn man wissen will, was wirklich im Essen ist, dann muss man es selbst machen. Schmeckt sowieso am besten.

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    1. By Heiko (Autor) on

      Ich danke dir für dein Kommentar. Und ich stimme dir zu. Seit dem ich jetzt richtig koche und vieles selber mache, stelle ich fest was wirklich drin ist.

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  2. By Nadine on

    Hej, auch ich wundere mich sehr über dein bisheriges Unwissen. Finde es ein wenig erschreckend, Aber umso besser, dass sich dies nun ändert. Und unterwegs wurde in meiner Kindheit in der Regel sowieso nichts zu Essen gekauft (z.B. auf dem Flomarkt), da zu Hause essen auch noch sehr viel günstiger ist. Alles Gute weiterhin bei der Umstellung, hoffe du verlierst deine Euphorie nicht so schnell 🙂

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  3. By opatios on

    Ich gebe zu- es ist natürlich wichtig, für sich selbst die richtige „Balance“ zu finden, was man ißt und was man besser liegen läßt, wenn man abnehmen will. Wann man sich zurückhält und wann man es sich auch mal gönnt, zuzulangen.
    Nur die Episode mit den Brötchen gibt mir nun ein klein wenig zu denken: Wieviel Gramm Butter bzw. Frischkäse hast Du wohl mit diesen „trocken“ zubereiteten Brötchen eingespart? Es wären ja keine 100g Frischkäse und keine ganzen Eier draufgewesen, würd ich mal annehmen.
    Klar, Kleinvieh macht auch Mist- doch mir erscheint es an dieser Stelle ein wenig… übertrieben. Der „Gewinn“ scheint mir den Aufwand nicht zu rechtfertigen (zwischendrin Brötchen nach Kundenwunsch zu bauen, das hält auf, besonders wenn womöglich noch andere Kunden warten). Sich hingegen ein Schnitzel „natur“ zu bestellen und dazu z.B. Reis als Beilage anstatt Kroketten, ist ne andere Klasse, das lohnt sich deutlich.

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    1. By Heiko (Autor) on

      Ich stimme dir fast zu, aber die Streichen bei meinem Bäcker um die Eck und auch bei Kamps nicht so „wenig“ drauf wie wir.

      Ich habe manchmal das Gefühl, die tunken es in den Pott rein 😉
      Zu Hause nutze ich auch Streichkäse. Aber eben fettarmen und eben nicht cm dick.

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  4. By féizào on

    Puuuh. Und ich wundere mich grad, warum ich in den letzten paar Jahren fast 10 kg zugenommen habe.
    Da ich immer dünn war, habe ich mich nie mit dem Essen auseinander gesetzt, für mich ist das alles also auch nicht unbedingt selbstverständlich (trotz Mädchensein).

    Allerdings ist bei mir der Unterschied, dass ich mit den 10kg plus erst Normal- und kein Übergewicht erreicht habe.

    Trotz allem fange auch ich in letzter Zeit an, mich bewusster zu ernähren (Gemüsekiste vom Bauernhof, weniger Süßigkeiten, etc.)

    Ich wünsch dir weiterhin viel Erfolg beim Abnehmen!

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  5. By Blogolade on

    Macht eigentlich Margarine einen Unterschied oder ist es das gleiche wie Butter? Einfach Fett?

    Ich klamüsere mir immer die Soßen auseinander wenn ich Essen gehe. Laktoseintoleranz sei Dank. Da werde ich auch immer doof angeschaut aber „geht nicht“ hat noch kein Kellner gesagt, eher kurz in der Küche nachgefragt.

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