16 Februar 2018

Hoffentlich bald zu Hause

Erst einmal ganz lieben Dank für die vielen Glückwünsche in den Kommentaren, auf Facebook, per WhatsApp und persönlich.

Meine Frau kommt hoffentlich morgen wieder nach Hause. Allen geht es sehr gut.

Heute hatten wir noch mal einen kleinen Schreck. Bei der U2 Untersuchung hat die Ärztin ein leichtes gluckern im Herzen gehört.

Zum Glück ist an der Uniklinik auch direkt ein Herzzentrum angeschlossen. Da bekamen wir noch am selben Tag einen Termin zur Untersuchung.

Soweit sieht alles gut aus. Sofern ich es richtig verstanden habe, gibt es eine kleine Kammer im Herzen, die sich bei der Geburt schließt.

Die hat sich bei unserem Sohn nicht geschlossen, was aber wohl die nächsten Tage passieren wird.

Die Ärztin war ganz überrascht dass die Ärztin das bei der U-Untersuchung gehört hat.

Wir sollen uns aber keine Sorgen machen. Das wird in den nächsten Tagen passieren.

Trotzdem haben wir einen Vorsorgetermin in zwei Monaten zur Nachkontrolle.

Unsere Tochter findet den kleinen noch sehr aufregend. Wir sind gespannt wie sie reagiert wenn er mit nach Hause kommt.

14 Februar 2018

Und es ging weiter

Die Nacht war noch lange nicht vorbei. Gegen 4 Uhr gab es einen Wehentropf.

Und für mich eine Pritsche, auf der ich neben meiner Frau was dösen konnte.

Um 7 Uhr entschied dann die neue Hebamme, dass wir erst einmal aufhören. Meine Frau solle in Ruhe frühstücken gehen und ich nach Hause etwas schlafen.

Meine Frau sollte unterdessen nach dem Frühstück noch mal runterkommen um mit nächsten Einleitung zu beginnen.

Ich fuhr nachhause und legte mich was hin. Nach 4 Stunden Schlaf wurde ich plötzlich wach. Wir hatten kurz vor 12 Uhr. Ich schaute auf mein Handy, aber kein Anruf.

Ich fragte mich warum ich noch nichts von meiner Frau hörte Punkt. Da ich sie nicht eventuell wecken wollte fuhr ich gleich zum Krankenhaus.

Dort erfuhr ich dann, das die Kreissäle voll sind und wir zur nächsten Einleitung erst um 15 Uhr wieder kommen sollten.

Das taten wir dann auch. Auch dieses mal klappte es nicht, zu wenig Hebammen.

Evtl. spontan am Abend an sonsten erst am nächsten Morgen.

Also entschied ich mich meine Tochter abzuholen und Mama besuchen fahren.

13 Februar 2018

Und dann ging alles ganz schnell

Nach dem Besuch bei meiner Frau (mit Schwiegermutter und Tochter) ging es wieder zurück nach Hause.

Ich entschied noch unterwegs beim Lidl anzuhalten um noch ein paar Getränke für die nächsten Tage zu kaufen.

Plötzlich klingelt mein Telefon.

Schatz, kommst du bitte zurück. Ich glaube er kommt gleich.

Ich überlegte noch einen Moment meinen Einkauf zu Ende zu tätigen und dann in Ruhe ins Krankenhaus zu fahren.

Bei der letzten Geburt hat es letztendlich 14 Stunden im Kreißsaal gedauert. Und auch die letzten Tage machte es nicht den Anschein als würde es schnell gehen.

Aber meine innere Unruhe trieb mich dazu sofort meine Tochter auf den Arm zu nehmen und ihren sowie meinen Einkaufswagen samt Inhalt stehen zu lassen und zum Auto zu flitzen.

Im Auto saß noch meine Schwiegermutter. Zu ihr meinte ich nur noch „Baby kommt“, machte den Motor an und flitzte los.

Was eine verzerrte Zeitwahrnehmung ist erfährt man, wenn man an einer roten Ampel steht und man auf Grün wartet während die Frau im Kreißsaal liegt. Es dauert ewig bis die Ampel grün wird.

Ich bin jetzt nicht sonderlich verkehrswidrig gefahren. Aber so erlebt man mich normalerweise nicht auf der Straße.

Auf dem Parkplatz angekommen drückte ich meiner Schwiegermutter den Autoschlüssel in die Hand und rannte zum Kreißsaal.

Wie gut dass ich mich von meiner inneren Unruhe habe treiben lassen. Als ich im Kreißsaal ankam vergingen noch weitere zwei bis drei Minuten und unser Sohn war geboren.

Und somit bin ich ab sofort zweifacher Papa.

Später durften dann meine Schwiegermutter und Tochter auch dazu.

Ein wirklich wundervoller Moment.

Am späten Abend ging es dann wieder mit meiner Schwiegermutter und Tochter zurück nach Hause.

13 Februar 2018

Warten,warten warten

Heute war bis jetzt ein langer Tag.

9.30 Uhr waren wir schon im Krankenhaus.

Dieses mal hat es auch gleich funktioniert mit der Anmeldung. Danach kam meine Frau an das CTG.

Dann wurden wir über die Einleitung aufgeklärt. Es wurde alles eingeleitet und danach wurde das nächste CTG gemacht.

Soweit war alles ruhig und so ging es dann erst einmal in das Zimmer.

Im vergleich zur letzten Geburt im anderen Krankenhaus war das Zimmer hier etwas spärlich ausgestattet.

Kein Tv, kein Radio. Schlüssel vom Schrank nicht vorhanden. Tresor im Schrank defekt. Türe quietscht so lauter wie jede Schlosstüre.

An ein Familienzimmer war nicht zu denken. Völlig überbelegte Station.

Ich fuhr zur Familie meiner Frau, holte unsere Tochter und fuhr mit ihr ins Krankenhaus. Am Abend brachte ich sie zurück, fuhr nach Hause und legte mich was auf die die Couch. Eine Stunde konnte schlafen. 22 Uhr klingelte das Telefon. Sie glaubt es geht los.

Ich war überrascht. Wenn die Straßen leer sind, brauche ich nur 10 Minuten bis dahin. Tagsüber 25 Minuten.

Angekommen hing sie schon am CTG. Aber die wehen waren noch zu schwach.

Zwei Stunden spazieren gehen wurde verordnet. Das taten wir dann auch bis um kurz vor 1 Uhr.

CTG war immer noch nicht zufrieden stellend. Also weitere Maßnahmen und ein weiterer Spaziergang.

Wir haben jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, 3 Uhr in der Früh.

Es ist und war bis dahin eine lange Nacht. Mal schauen wie lange es noch dauert.

Aber der Kaffee ist zumindest kostenlos 😉

11 Februar 2018

Kreißsaal heute geschlossen

Heute waren wir pünktlich um kurz vor 15 Uhr im Kreißsaal.

Wir trafen sogar Leute wieder die wir gestern schon gesehen haben.

Nach drei Stunden teilte man uns mit, dass das wohl heute leider auch nichts wird.

Sie wären nur zu zwei Hebammen und eine hätte sich nun krank gemeldet. Und dann dürften Sie diesen Kreisssaal nicht weiter betreiben. Und somit wurde er abgemeldet.

Ein Pärchen, das mit uns wartete wurde gestern schon eingeleitet. Die durften jetzt mit eigenem Auto in das nächste Krankenhaus fahren.

Wir wurden auf morgen vertröstet. Und sollte etwas in der Nacht sein, so müssen wir ein anderes Krankenhaus ansteuern.

Die Ärztin nahm sich aber noch die Zeit alles zu überprüfen. Dem Baby geht es gut. Es hat mittlerweile die vier Kilo Grenze erreicht.

Wir machen jetzt das Beste daraus. Unsere Tochter ist diese Nacht bei Familie und so werden wir uns jetzt einen gemütlichen Serienabend zu Hause machen.

22 April 2016

Der Tag danach – Man(n) wächst mit seinem Aufgaben – Teil 2

Da war sie nun, unsere kleine Familie.

Das war schon sehr Emotional.

Ich finde es toll, das die Babys heute nicht mehr nur kurz gezeigt werden und dann ab zum wiegen, vermessen und waschen gehen.

Sie bleiben so lange auf der Brust der Mutter, bis die Mutter genug hat.

Nach einer Stunde durfte dann auch endlich die Schwester meiner Frau und die beste Freundin in den Kreisssaal.

Ich nutzte die Zeit dann erst mal für einen gang an die frische Luft.

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Ich machte mir eine Zigarre an, welche mir mein bester Freund aus Hamburg zur geglückten Schwangerschaft zugeschickt hatte.

Die Sonne schien und ich kam körperlich und geistig runter. Dann rief ich alle möglichen Menschen an, postete hier in den Blog und in die sozialen Medien von der Geburt.

Nach rund einer halben Stunde ging ich dann zur Krankenhausverwaltung und meldete ein Familien Zimmer an. Tolle Möglichkeit. Für ein paar Euros am Tag kann man hier ein gesamtes Krankenzimmer mieten. Man(n) bekommt ein Bett dazu und auch ich hätte dort schlafen können.

Das hatte ich aber nicht vor, mir ging es mehr darum das meine Frau Ihre Ruhe hatte.
Das wir viel Besuch empfangen konnten ohne jemanden anderes im Zimmer zu stören.

Oder gar die andere Meine Frau stört.

Für 15 Euro mehr bekam ich sogar Frühstück, Mittag und Abendessen.

Danach ging es zum Kreisssaal zurück. Dort lag die kleine immer noch bei Ihrer Mutter und wurde zum ersten mal gestillt.

Dann ging es zum vermessen.

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4010 Gramm und 53 cm Groß.

Danach bekam ich die kleine auf den Arm. Meine Frau sollte sich nun vom Kreisssaal Bett in ihr Zimmer Bett begeben, welches in den Kreisssaal gerollt wurde.

Sie stand schon vor dem Bett, da verdrehte sie plötzlich die Augen und hörte nicht mehr auf die Hebamme. Sie fing an zu schwanken. Ihr Kreislauf war weg.

Ich hatte die kleine auf den Arm und konnte nichts machen.
Jetzt, wo ich die kleine jeden Tag auf den Arm habe, lege ich sie einfach mal kurz weg.

Aber hier hatte ich das erste mal die kleine im Arm. Ich hatte für mich eine zerbrechliche Porzelanpuppe im Arm. Ich habe mich nicht mal getraut mich zu bewegen.

Die Hebamme rief eine weitere dazu und beide halfen meiner Frau ins Bett, wo sie dann auch gleich eine Infusion bekam.

Oben im Zimmer angekommen war dann auch schon die nächste Schwester meiner Frau und eine Freundin zu Besuch.

Mein Frau lag im Bett und setze sich aufrecht hin. Plötzlich verdrehte sie wieder die Augen und reagierte nicht auf mich.

Ich rannte zum Schwesternzimmer und holte mir Hilfe.
Der Arzt aus dem Kreisssaal kam irgendwann dazu und meinte das sie sehr viel Blut verloren hat während des ganzen. Sie hat verdammt schlechte Eisenwerte.

Sie braucht jetzt Ruhe und eine Infusion. Der Besuch wurde nach Hause geschickt.

Eine Schwester holte die kleine zum Überprüfen und anziehen ab und brachte sie danach wieder zurück.

Es waren mittlerweile 21 Uhr. Meine Frau schlief tief und fest und die Krankenschwester brachte die kleine rein. Die lag auch Tief und Fest im Schlaf in Ihrem Wagen.

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Nun sahs ich da auf meinem Bett. Meine Frau schlief fest und die kleine auch.
Da kannst du als guter Ehemann nicht einfach nach Hause fahren.

Wenn die kleine nun Schreit, weil irgendwas ist. Meine Frau schlief so fest, was nach dem Tag auch kein Wunder war – da wollte ich ihr das nicht auch noch zumuten.

Also blieb ich wach, rollte die kleine neben mein Bett und schaute ihr beim Atmen zu.

Ich bin/war unerfahren. Wusste nicht auf was ich achten muss, ob die wärme oder Atmung stimmt. Ich traute mich gar nicht einzuschlafen.

Gegen 23 Uhr kam dann die Nachtschwester sich vorstellen. Wir einigten uns darauf das sie in einer Stunde noch mal wieder kommt, damit meine Frau noch was schlafen kann.

Um 24 Uhr überprüfte sie die kleine noch mal auf Zucker und checkte meine Frau durch.
Die kleine war was zu kalt. Also wurde sie „gepuckt“. Nackt auf den Körper meiner Frau für eine Stunde.

Um 1 Uhr kam dann die Schwester noch mal wieder. Die kleine hatte die richtige Temperatur. Sie kam wieder zu mir in den Wagen. Ich schaute ihr wieder zu.

Die Schwester kam dann noch mal um 4 Uhr, um 6 Uhr und schon brach der nächste Tag an.

Ich schlief zwischen drin mal eine halbe Stunde hier und ne halbe Stunde da.
Ich schmunzelte innerlich von der kurzen Geburt und dem schlafen zuhause.

Vor 24 Stunden dachte ich noch, ich bin jetzt zuhause und schaue Serie oder zocke ne Runde.

Nun lag ich hier und passte auf meine kleine eigene Familie auf.

Meine Frau hatte absolute Bettruhe und durfte nicht aufstehen.
Also blieb ich auch diesen Tag noch bei ihr.

Ich rief morgens die Krankenschwester, die mir zeigen sollte wie man die kleine richtig wickelt und hält. Und so wuchs ich mit meiner Aufgabe.

Ich kümmerte mich um die kleine, meine Frau und den kommenden Besuch.
Der nächste Abend stand vor der Tür.

Für mich stand gar nicht mehr die Frage im Raum, ob ich noch fahren würde.
Meine Frau und die kleine brauchten mich.

Also blieb ich auch die nächste Nacht im Krankenhaus.

Natürlich hätte ich fahren können. Meine Frau hätte nur auf den Schwestern Knopf drücken brauchen und hatte dadurch rund um die Uhr Hilfe.

Aber wenn der eigene Partner da ist, dann ist das ganze für alle beteiligten angenehmer.

Am nächsten Tag ging es meiner Frau schon wieder besser.

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Sie durfte wieder aufstehen und durch die Flure spazieren gehen.
In der darauf folgenden Nacht blieb Ihre Schwester bei ihr, ich fuhr mit meinem Trauzeugen nach Hause und genossen den letzten Herrenabend bei mir zuhause mit Wein, Gyros und Zigarre.

Den Tag drauf (Sonntag) meldete ich das Zimmer ab, meine Frau sollte am nächsten Tag entlassen werden.

Montag ging es dann endlich nach Hause.

Ich am Ende froh das es so gekommen war, wie es kam.

Wäre ich nach einer kurzen Geburt am Abend nach Hause gefahren, so wäre ich meiner Tochter nie so nah gekommen. Das Wickeln oder einfach mal auf der Brust liegen lassen zum schlafen hätte ich mich Anfangs nicht getraut, wenn ich nicht sofort hätte es lernen müssen.

Ich hätte mir 1000 Gedanken gemacht und wäre mit Samthandschuhen daran gegangen, wenn überhaupt.

Jetzt musste ich und ich bin stolz drauf!

14 April 2016

Lea Christin

Heute um 16.29 Uhr bist du in Köln auf die Welt gekommen.
Du bist 53 cm groß und wiegst 4010 Gramm.

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Du trägst den wunderschönen Namen Lea Christin.
Willkommen Engel.
Ab heute hast du stolze Eltern, die sich auf ein Leben mit dir freuen.

14 April 2016

Es geht los

Heute morgen um 6 Uhr wurde ich geweckt. Meine Frau rief an, das es los geht. Um 2 Uhr in der Nacht sei die Fruchtblase geplatzt und nun setzten die wehen ein.

So schnell war ich noch nie wach, angezogen und im Auto.

Unter uns. Ich fahre immer 100% nach Vorschrift. Aber dieses mal….

Aber die Straßen waren frei, alle Ampeln grün und so war ich 20 Minuten später da.

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Seit dem warten wir. Natürlich habe ich weder gefrühstückt noch nen Kaffee intus.

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Ein Euro Siebzig für 150 ml Kaffee!
1,70 Euro. Was für Arschlöcher.

Wenn später Familie kommt lasse ich mir eine Thermoskanne mit bringen.

Bis jetzt sieht es noch so aus als würde es noch was länger dauern.

Ich melde mich 😉