Mein Jungesellenabschied

Wer hier schon was länger mitliest, der weis das Wir alles mögliche ausgiebig Feiern.

Nun steht mir irgendwo in den ca. nächsten 9 Wochenenden mein Junggesellenabschied bevor.

Ich mache mir ernsthaft sorgen darum. Wer weis was da wieder mit mir angestellt wird. Ich erinnere nur mal an meinen 30ten 😀

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Meine Freunde habe ich nur um 2 Dinge gebeten.
Ich will nix verkaufen und ich will Titten sehen! Ganz ordinär!

Sorry, aber hier hört jedes benehmen bei mir auf.
Ich will nicht wie ein Trottel durch unsere Altstadt laufen und damit zeigen:

Seht her! Ich bin kein Mann mehr! Ich bin einer der sich nicht traut einen Junggesellenabschied zu machen, wie er schon immer von vielen Männern gemacht wurde – wie ich ihn eigentlich ihn machen würde – aber mich nicht traue -  weil ich mich schäme ein Mann zu sein – verkaufe ich jetzt hier dinge und mache mich öffentlich lächerlich – weil ich keinen Stress mit meiner Freundin haben will.

Das ist so als würden die türkischen Männer plötzlich einen Hennaabend machen.

NEIN! Da hört der Spaß bei mir auf!

Ein Sorry an die Männer und , welche hier mitlesen und sich (weil sie es so gemacht haben) nun angesprochen fühlen. Aber das ist meine Sichtweise.
Wenn ihr das wirklich so wolltet und euren Spaß dabei hattet, dann ist das schön.
Aber nichts für mich!

Ich bin kein Macho. Ich bin ein moderner Mann, der vieles macht, was „Alt Herren“ nicht machen. Das merke ich besonders bei meiner “neuen” Familie.

Die Frauen bereiten das Frühstück liebevoll vor. Wenn es fertig ist, dann kommen die Herren – Essen – Trinken und setzen sich wieder auf die Couch.
Das Gleiche am Mittag und am Abend. Ausnahme ist Ihr Papa. Der macht  mit und das ist auch lecker.
Für mich ist es selbstverständlich mit zu decken und abzuräumen.
Ich putze, wasche und Koche auch so gut wie ich kann.

Bin nicht der Typ DER alles die Frau machen lässt.
Im Gegenteil. Ich achte meine Frau sehr.

Dennoch verstehe ich nicht, welche Frauenrechtlerin auf die Idee kommt, dass wir Männer in der Innenstadt Leuten etwas verkaufen.

Ich mag diesen Brauchtum sowie nicht. Ich finde es lästig, in jedem Biergarten innerhalb der Innenstadt alle 5 Minuten von so was angesprochen zu werden.
Ich kann verstehen, warum auch Wirte so was nicht gerne sehen.
Es nervt.
Ich heirate im Sommer und habe keine Lust einer von 400 Nervenden zu sein.
Aber nochmal zurück zur Männlichkeit.

Wieso machen Männer so was? Hallo?

Ich möchte in ein Striplokal mit meinen Freunden. Ein letztes mal, was Männliches erleben. Was ist daran so schlimm oder so verachten das einem diese Gleichberechtigungsemanzen sofort ins Gesicht springen.
Nur weil ich ein Mann bin und diesem Trieb mal folge, kann es doch nicht sein das mir gewisse Menschen gleich ins gewissen reden müssen.

Was musste ich mir die Tage alles anhören. Diskusionen führen wie doof, verachtend und schäbig das ist!
Mit egal, ich bin ein Mann.

Ich habe kein schlechtes Gewissen und schäme mich auch nicht deswegen.

Den Frauen, die mit meiner Freundin Ihren organisieren, habe ich auch gebeten was “Männliches” zu tun.
Ich bin froh das meine Freundin das genau so locker sieht wie ich, bzw. kein Problem damit hat.

Und so bleibt es mir nur übrig abzuwarten und später davon zu berichten 😀

10 Kommentare
  1. Foxpod
    Foxpod says:

    Also wenn Du ins Strip-Lokal gehst bitte ich um einen ausführlichen Bericht in Bild und Video. Je mehr Bilder und je weniger Worte desto besser! Und ich gebe Dir einen guten Rat: HAU AUF DIE KACKE!!!!! 🙂

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  2. Sascha
    Sascha says:

    Ich kann mich da Foxpod nur anschließen. Wenn du schon einen „traditionellen“ Junggesellenabend feierst, werden wir uns hoffentlich auf entsprechend ausführliche Berichte freuen dürfen^^

    Antworten
  3. krustyDC
    krustyDC says:

    Sagt ein moderner Mann wirklich, dass er vor der Hochzeit „ein letztes mal was Männliches erleben“ will? 😀

    Ansonsten echt Glück gehabt mit deinem Schatz. Da habe ich ganz, ganz, GANZ andere Dinge hinter mir. (und vermisse sie natürlich trotzdem 🙁 oder deswegen?)

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  4. Blogolade
    Blogolade says:

    Naja, solange zu Hause gegessen wird: viel Spaß 😀

    Diesen Brauch mit was verkaufen kenne ich garnicht.
    Das einzige was ich mal in der Öffentlichkeit gesehen habe war ein junger Mann, dessen Fuß und Hand zusammengekettet waren und zum trinken musste er auf einem Bein stehen. Er hatte auch ein Tshirt an „mein letzter Tag in Freiheit“ oder sowas

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  5. krustyDC
    krustyDC says:

    Der unglücklichst gewählte Junggesellenabschied, den ich die letzten Jahre gesehen habe, bestand offenbar aus einer sonntäglichen Fahrradtour ins Eiscafe. Einige verklemmte Mitt-Dreißiger mit Socken in Sandalen und (zu) kurzen Hosen an. Junge, Junge, was haben wir gelacht 😀

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  6. ruben
    ruben says:

    hi schnucki, hab grad mal deinen Beitrag gelesen.
    Ich bin ja einer dieser Männer die du beschreibst di sich deiner Meinung nach nicht trauen einen traditionellen Junggesellenabschied zu machen.
    1. Müßte man dazu wissen woher diese Tradition denn nun wirklich stammt ( http://www.junggesellenabschied.com/junggesellenabschieds-geschichte.html )denn dann würde man schnell feststellen das weder verkaufen noch Titten schauen irgendwas mit irgendeiner Tradion zu tun haben !!
    und nun zu zweitens : da ich in der glücklichen Lage bin deinen Junggesellenabschied zu planen freue ich mich tierisch darauf!!
    Schönen Sonntag noch Schnucki !!!

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  7. Krischan
    Krischan says:

    Lieber Heiko … da ich bei diesem Anlass dabei sein werde – sag‘ ich im Namen aller die diesen Abend mitgestalten (miteinerrudicarellstimmeundeinermelodieinklallwissendesgrinsen) „lass Dich überraschen“ ;-)))))))

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  1. […] den anderen Heiko fragen…der sollte das […]

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