Meine Familie hat mich am Wochenende besucht und so waren wir mit den Kindern im Wild-Park Klaushof.
Ein riesen Wildpark im Wald. Die Preise sind absolut fair gewesen. Als Familie nur 10 €!

Das Coolste an dem riesen Park war,
Meine Familie hat mich am Wochenende besucht und so waren wir mit den Kindern im Wild-Park Klaushof.
Ein riesen Wildpark im Wald. Die Preise sind absolut fair gewesen. Als Familie nur 10 €!

Das Coolste an dem riesen Park war,
Vier Wochen Reha sind um. Drei weitere folgen.
Ich habe schon viel gelernt in dieser Zeit. Über Medikamente, Sport, das Abnehmen und alles, was dazu gehört. Über die Zusammenhänge mit psychischen Erkrankungen und vielem mehr. Vieles über die Diabetes und die vielen Erkrankungen.
Was für mich aber prägender war und ist, sind die vielen und tollen Gespräche mit den anderen Patienten hier. Durch deren persönliche Erlebnisse mit den vielen Krankheitsbildern durch das Übergewicht und Diabetes. Wohin das führen kann und warum ich mittlerweile dankbar bin, dass ich noch die Chance habe, das Ruder umzudrehen. Vor allem bin ich meinem Körper dankbar, dass er schon so vieles so lange mitgemacht hat.
Mir geht es hier ausgezeichnet und die nächsten 3 Wochen werde ich weiterhin voll ausnutzen.

10 Kilo sind mittlerweile runter. Fucking 10 Kilo. Ja, das liegt auch an dem hier angepassten Essen. Auch an den Sporteinheiten. Aber ich gehe hier aus eigener Motivation 3–5 Mal die Woche 7,3 Kilometer wandern. Statt in der Lobby zu sitzen und Kaffee zu trinken. Und ich liebe es. Ohne Stress, in meinem Tempo. Jeden Tag bin ich ein Stück süchtiger nach „Wandern“ gehen.
Auch auf meine Schritte bin ich sehr stolz, die ich hier vollbracht habe.


Meine Vitalwerte haben sich in dem einen Monat schon verbessert. Passend hat sich heute Morgen meine Apple Watch gemeldet, dass neue Auswertungen vorliegen.

Wie ich hier in einem Vortrag gelernt habe, habe ich nicht trotz Sport, sondern aufgrund von Sport einen besseren Ruhepuls. Weil mein Herz jetzt wieder besser pumpt, muss es nicht mehr „mehr“ schlagen.
Meine Cardiofitness ist auch deutlich gestiegen, was dringend notwendig war, weil sie tief unter dem Normalbereich liegt.

Allein was ich hier freiwillig an Treppen mittlerweile laufe.

Die Frage, welche immer wieder aufkommt, ist: Wie geht es zuhause weiter?
So langsam fange ich an, dafür einen Plan zu erstellen. Das erste Thema wird Bewegung sein. Viel mehr Bewegung. Aber im Alltag. Ich werde kein Fitnessstudio besuchen. Das hat in den vergangenen Jahren schon nicht geklappt. Die Sportaktivitäten hier sind gut, aber für mich zu Hause nicht umsetzbar. Aber ich werde viel mehr zu Fuß erledigen. Mehr Fahrrad fahren. Nach Feierabend auch einfach mal spazierengehen. Ich stelle auch fest, wie gut das meiner Psyche tut.
Ziel 1: Jeden Tag 10 000 Schritte. Ohne Wenn und Aber! Und wenn ich abends noch mal eine Runde spazieren gehen werde!
Was das Essverhalten angeht, hat bei mir ein Umdenken stattgefunden. Ich bin mir hier meiner Krankheit Diabetes sehr bewusst geworden. Bei den Vorträgen und Menschen, die ich hier kennengelernt habe, merkte ich richtig, wie ich das Thema immer heruntergespielt habe. Dass dringend Handlungsbedarf bestand, hat mein Arzt immer wieder gesagt. Aber ich habe es ignoriert.
Ich fühle jetzt auch, wo der Hund meiner Esssucht begraben liegt. Hier ist es noch einfach, dies täglich zu meistern. Hier werde ich perfekt gesund bekocht. Zu Hause jedoch muss für mich ein Umdenken stattfinden. Auch unsere Kinder müssen dadurch 😂 Aber hier habe ich verstanden, wo meine Esssucht herkommt. Und das werde ich zu Hause weiterführen. Dieses Wissen dafür wird mir auch in den nächsten Wochen noch vermittelt.
Die Alternative ist, ich mache weiter so wie vorher und werde noch kranker. Bis es nicht mehr lebenswert ist. Das möchte ich um jeden Preis vermeiden.
Etwas, was es wohl oft in Kurgebieten gibt, sind Kneippbecken. Kaltwasserbecken, in denen man seine Füße und Arme steckt.

Nach langen Wanderungen ist das eine echte Wohltat.


Vor allem wenn nach 13 Kilometern die Beine brennen und man sie in eiskaltes Wasser steckt. Solltet ihr mal ein solches Kneippbecken sehen, probiert es 😉

Hier in der Reha habe ich das Wandern und Spazierengehen wieder für mich neu entdeckt. Wenn ich keine Vorträge oder Anwendungen habe, bin ich unterwegs. Meistens gehe ich Wanderwege jeglicher Art spontan entlang.

Dabei habe ich tolle Landschaften entdeckt. Hier ein
Mitten in Bad Kissingen in einem Schaufenster habe ich das hier gefunden.

Köln ist überall.
Kurze Randnotiz aus der Reha.

200 Tage sind nun rum, auch wenn ich jeden Tag in der Regel nur eine Lektion schaffe.
Aber lieber jeden Tag, eine Lektion als keine 😂
Ich komme in der Reha so sehr zur Ruhe, dass ich mich freiwillig einer Gruppe angeschlossen habe, die Steine anmalt.

Dieses Kunstwerk ist fast ohne Vorlage aus meiner Hand entstanden. Für mein erstes finde ich es echt gelungen. Ein tolles Erinnerungsstück.
Letztes Wochenende war ich mit einem lieben Freund in Würzburg zum Spazierwandern.
Vom Bahnhof geht es erst mal geradeaus in die Stadt rein.

Von da aus sind wir in, ich denke, einer Altstadt gelandet mit der ……
Willkommen im Bahnhof Bad Kissingen 2025.

1874 begann der Betrieb.
Stehts schick geschmückt und immer mit viel Prunk Staatsgäste begrüßt.

Während man mit viel Geld das „Bad“ Kissingen (also die Stadt) pflegt, hat die Deutsche Bahn ein viel preisbewussteres Modell entwickelt. So kann man bei Regen kostenfrei den „Deutsche Bahn – Bahnhof Bad Kissinger Wasserspielen“ beiwohnen.

Aber keine Sorge, durch die ausgeklügelte „Wir ersetzen keine defekten Dachelemente“-Technik

gibt es immer noch genügend „trockene“ Warteplätze, solange nicht zu viele Gäste kommen wollen.

Ach, wo wir bei Warteplätzen sind: Für Menschen mit Einschränkungen gibt es ganz besondere Sitzplätze.

Ihr seht schon, die Deutsche Bahn möchte ihren Reisenden nur das Beste zeigen, wenn sie in Bad Kissingen angekommen sind.
Aufzug in einer Adipositas Klinik:

320 Kilo bzw. 4 Personen. Da passe ich gerade mal alleine rein 🤣
Einen Tag vor Abreise konnte ich noch mein Fahrrad wieder abholen.

Das Display mit der Steuerung rechts wurde ausgetauscht. Das war wohl defekt. Ich habe schon länger bemerkt, dass Wasser darein geraten war. Nun ist mittlerweile die Gewährleistung von 2 Jahren vorbei. Ich muss mir mal überlegen, ob ich das Rad nicht mehr oder weniger Regen und Winterfest untergestellt bekomme.
Für die Reha habe ich ein gebrauchtes MacBook von einem ganz lieben Menschen erhalten und mein Lenovo Notebook an meinen Neffen weitergegeben.

Man könnte sagen, dass ich mittlerweile ein Apple-Fanboy bin. Was aber auch daran liegt, dass ich einfach zufrieden damit bin.
Die Akkulaufzeit und die Geschwindigkeit des M-Prozessors sind richtig gut. Noch fällt es mir schwer auf das Mac OS umzusteigen, aber die Kombination aus Handy, Tablet und Laptop macht ein solches MacBook für mich zu einem Universalgerät Gerät, mit dem ich viel Spaß habe.
Mittlerweile bin ich 10 Tage hier und ich würde sagen, dass ich so langsam angekommen bin.

Hier ist mir noch mal bewusst geworden, wie sehr ich im unbewussten Hamsterrad-Alltag drin war.
Als ich mein Zuhause und die Arbeit verlassen habe, hatte ich nicht das Gefühl, dass ich nun 5 Wochen weg bin. Es fühlte sich an, als wäre ich morgen wieder hier.
Auch habe ich mich eine Weile gefragt, ob es das Richtige war, hier hinzufahren. Ob es nötig ist. Mittlerweile bin ich sehr froh, diesen Schritt gegangen zu sein.
Ich habe wohl eine der besten Kliniken zum Thema Diabetes und Ernährung ausgewählt.
Wenn ich auch erst eine Woche hier bin, so haben sich meine Vitalwerte schon verbessert. Das gesunde Essen und die viele Bewegung machen sich schon bemerkbar.
Ich habe viele Schulungen gehabt, zum Thema Diabetes, Übergewicht und Ernährung. Auch habe ich hier viele neue nette Menschen kennengelernt, mit denen ich mich viel zusammen bewege und quatsche.
Die ersten Tage hatte ich mit dem Essen Probleme. Mit der Menge und Auswahl. Mittlerweile ist mir die Menge zu viel und es schmeckt mir richtig gut. Ich musste erst einmal von diesen Geschmacksverstärkern und dem Zucker herunterkommen.
Hier ein paar Bilder von meinen Mahlzeiten.





Das Essen, also die Menge und Inhalt, ist hier genau auf mich abgestimmt. Aber ich werde hier nicht nur „betreut“. Aktuell lerne ich auch, wie es hiernach weitergeht. Wie ich das viele Erlernte auch realistisch in meinen Alltag umsetzen kann.
Nach diesen 1.5 Wochen kann ich schon wieder Dinge vom Boden aufheben, ohne außer Atem zu sein. Der an mein Gewicht angepasste Sport zeigt seine ersten Erfolge, und ich bin auch stolz darauf.
Nun habe ich noch einige Wochen vor mir, aber mittlerweile freue ich mich sehr darauf. Auch wenn ich hier Sport nach Plan habe, so habe ich auch viel Sport in Eigenverantwortung. Und das finde ich gut. Somit lerne ich gerade auch eigenständig, mich zu bewegen.
Zum Beispiel am Wochenende, wo hier nichts stattfindet, sich selbst mit Bewegung zu organisieren. Ich gehe mittlerweile gerne Nordic Walking

Regelmäßig gehe ich hier mit einer Wandergruppe eine 11 Kilometer Strecke, wenn wir Freizeit haben.
Auch tue ich hier Dinge, die ich sonst nie getan habe. Erlebe Neues. Fühle mich frei. Einfach mal spazieren fahren und spontan seine Füße in einen Brunnen stecken

Zusammenfassend gesagt: Ich fühle mich zufrieden und angekommen.
Um zur Reha zu kommen, gab es für mich zwei Wege. Eigenes Auto oder mit der Deutschen Bahn. Da ich öffentliche Verkehrsmittel eigentlich absolut meide, da ich sie nicht für effizient und sicher halte, wäre ich am liebsten mit dem Auto angereist.
Aber ich wollte auch nicht über Wochen das Auto meiner Frau und den Kindern wegnehmen. Zumal sie damit auch in den Urlaub fahren.
Die Strecke war zu weit weg, als dass mich jemand fahren konnte, und so ging es an einem Mittwochmorgen um 6:35 Uhr in Köln mit dem ICE los. Wobei das eigentlich nicht richtig ist. Als ich in den Fahrplan am Mittwochmorgen schaute, stand dort einfach nur ICE entfällt.
Einfach so, ich habe dreimal lesen müssen, weil ich es einfach nicht geglaubt habe, dass man einen kompletten geplanten Zug ausfallen lässt.
Aus 4,5 Stunden wurden 6,5 Stunden Fahrt. Ich musste etliche Male umsteigen, Anschlusszüge habe ich verpasst, weil die Alternativen auch zu spät kamen. Während meiner Fahrt sind auch noch zwei weitere Züge ausgefallen.

Da ich sehr kurzfristig eine Einladung von der Klinik bekommen habe, konnte ich auch meinen Koffer nicht verschicken. Das hat das Ganze noch ziemlich erschwert.
Ich habe es zwar letztlich geschafft, hier in der Klinik anzukommen, aber vor dem Rückweg graut es mir schon.
Ich habe von Freunden und Bekannten oft gehört, dass sie über die Deutsche Bahn schimpfen. Aber für so einen einfachen Tag ohne besondere Vorkommnisse, ein solches Chaos, ich möchte gar nicht wissen, was passiert, wenn Unwetter ist.
Da weiß ich wieder ein Stück mehr zu schätzen, dass alle meine Wege zu Hause so kurz sind, dass ich sie mit dem Fahrrad erledigen kann. Auch das tägliche Pendeln zur Arbeit.