Schlagwort: Ich

Info: Es ist ein langer Beitrag, den ich für mein Archiv niederschreibe.
Manchmal muss ich meinen Gedanken Wusel einfach niederschreiben 🙂

Etwas, was in letzter Zeit den letzten Jahren viel zu kurz gekommen ist, das bin ich.

Ich als Individuum. Morgens stehe ich auf, um zur Arbeit zu fahren.
Nach Feierabend geht es nach Haus, Kinderbetreuung bis sie schlafen gehen.

Das Foto ist aus einer Zeit, wo noch nur einer laufen konnte 😉

Dann habe ich irgendwas zwischen einer halben und zwei Stunden für uns oder mich.
Gleiches gilt für jedes Wochenende und unseren Urlaub.

Hier findet dann regelmäßig ein Tauschgeschäft statt.
Freizeit gegen Schlaf.

Ich weiß nicht wie andere das machen.
Entweder gehen sie in dieser Rolle voll auf und akzeptieren das
oder drücken sich davor und überlassen dass meiste ihrem Partner.

Das konnte ich bis dato nicht.
Meine Frau zu unterstützen war das, was für mich an oberster Stelle steht.

Das Resultat seit 3 Jahren sind wieder 125 Kilo, wenig Bewegung und ein genervter Heiko.
Der Stress übertrug sich auf meine Ehe, meine Kinder, meinen Alltag, die Arbeit und auf meine restliche Umwelt.

Es spiegelt sich auch auf meinem Blog wider. Meine Motivation irgendwas zu machen war gleich null.

So habe ich auch meinen 40 Geburtstag vor zwei Jahren nicht gefeiert. Null. Nicht mal im kleinen Kreis.
Keine Lust, mich konnten alle mal. Hin und wieder war ich auch einfach niedergeschlagen,
fragte mich, wie lange dieses tägliche Gehetze einfach noch andauere.

Jeden Tag der gleiche Ablauf, immer für andere und nichts was mir dauerhafte Freude verursachte.
Klar gibt es vor allem mit Kindern viele schöne Momente, aber vieles ist auch einfach nur Stress.

Und je ich mehr ich versuchte etwas für mich zu tun, sei es zocken oder einfach mal einen Film zu schauen, je schlimmer wurde es.
Entweder, weil meine Kinder mich belagerten oder weil einen brauchten. Kaum sitze ich im am PC, wurde ich unterbrochen.
Kaum legte ich mich auf die Couch, wurde ich unterbrochen. Immer kam irgendwas dazwischen, irgendwer brauchte meine Hilfe.
Es war frustrierend.

Wie es der rote Faden im Leben es wollte, bin ich vor zwei Jahren wieder in Kontakt mit dem Betreiber der Kung-Fu Schule gekommen, wo ich bis zum fünften Schülergrad trainiert hatte.

Ich war auf der Schule Ihrer neuen Webseite unterwegs und konnte nicht mit ansehen, was deren Werbeagentur dort für viel Geld getan hatte.
Sie wurde bei Google kaum noch gefunden, wer sie fand – fand sich nicht zurecht und die neue Webseite sagte einfach nichts aus.
Selbst das Kontaktformular funktionierte nicht einmal mehr!
Ich bot ihm meine Hilfe an und setze eine neue Homepage nach seinem Wunsch und meinem Wissen auf:
Eine die er selber betreuen kann, samt eigen gesteuerter Werbung.

Das tat ich, weil ich mich zum einen immer noch zur Schule verbunden sah, weil sie mich die Richtung Selbstvertrauen geformt hat, wohin ich mich heute Entwickelt habe.
Auch wenn ich später anderen Kampfsport ausgeübt habe, so blieb ich aber immer in gutem Kontakt.

Zum anderen nervt es mich, wenn Firmen in meinem Gewerk viel Geld für Müll nehmen und Kunden schlichtweg über den Tisch ziehen.

Wir blieben weiterhin in Kontakt und dieses Jahr im Sommer war ich auf deren Sommerfest eingeladen.
Dort lernte ich am Abend einen Menschen kennen, dessen Frau in der Schule auch trainiert und der auch einen steinigen-Weg hinter sich hatte.
Wir unterhielten uns recht lange und stellten fest, dass uns beiden eine Auszeit vom Leben fehlt.
Raus vor die Türe, Körperlich sowie geistig weg von dem was uns belastet.

Spontan entschieden wir uns an dem Abend, dass wir uns nun fortan dienstags und donnerstags zum Kung-Fu Training treffen.
Einfach mal 1,5 Stunden raus seiner Umwelt, raus aus dem Stress und nur Kampfkunst.
Wir tauschten keine Rufnummer aus, damit der andere auch nicht absagen kann 😉

Ein Monat ist es nun her und ich fühle mich langsam wie ausgewechselt.
Ich gehe dreimal die Woche zum Training, freue mich sehr drauf und es macht mir wieder viel Spaß.

Meiner Frau bin ich dankbar, dass sie mir die Zeit dafür einräumt.
Dadurch muss sie leider zweimal die Woche alleine mit den Kindern zu Abend essen und sie alleine ins Bett bringen.
Aber ich glaube auch, das sie merkt wie gut es mir und vor allem uns tut.
Dass ich entspannter bin und die Zeit, die wir dann haben, deutlich mehr genieße.
Gestern haben wir endlich Star Trek Discovery zu Ende geschaut. Ganz entspannt zu zweit auf der Couch.
Ohne Stress 😉

Auch mit den Kindern klappt es besser.
Ich merke, dass ich einen viel längeren Geduldsfaden habe und die Zeit mit Ihnen mehr genieße.

Im November gehe ich zur Prüfung des ersten Schülergrades. So wie schon im November vor 9 Jahren 🙂
Wie die Zeit vergeht ….. (Dazu vielleicht auch noch mal ein Gedanken Wusel Artikel aus 2010.
Wie ich mich bis heute verändert habe 😉

Egal, ich habe mich entschiedenen einen Kung-Fu Reset zu machen und es richtig von neu zu erlernen.

Somit bin ich dann auch meinen Kindern ein Vorbild und ich hoffe das auch sie – sobald sie es dürfen – auch mit dahin kommen.

Privates

Ich ca. 1998 bei meiner Mutter in der Küche.
ich-ca-1998-large.jpg

Privates