13 Februar 2018

Warten,warten warten

Heute war bis jetzt ein langer Tag.

9.30 Uhr waren wir schon im Krankenhaus.

Dieses mal hat es auch gleich funktioniert mit der Anmeldung. Danach kam meine Frau an das CTG.

Dann wurden wir über die Einleitung aufgeklärt. Es wurde alles eingeleitet und danach wurde das nächste CTG gemacht.

Soweit war alles ruhig und so ging es dann erst einmal in das Zimmer.

Im vergleich zur letzten Geburt im anderen Krankenhaus war das Zimmer hier etwas spärlich ausgestattet.

Kein Tv, kein Radio. Schlüssel vom Schrank nicht vorhanden. Tresor im Schrank defekt. Türe quietscht so lauter wie jede Schlosstüre.

An ein Familienzimmer war nicht zu denken. Völlig überbelegte Station.

Ich fuhr zur Familie meiner Frau, holte unsere Tochter und fuhr mit ihr ins Krankenhaus. Am Abend brachte ich sie zurück, fuhr nach Hause und legte mich was auf die die Couch. Eine Stunde konnte schlafen. 22 Uhr klingelte das Telefon. Sie glaubt es geht los.

Ich war überrascht. Wenn die Straßen leer sind, brauche ich nur 10 Minuten bis dahin. Tagsüber 25 Minuten.

Angekommen hing sie schon am CTG. Aber die wehen waren noch zu schwach.

Zwei Stunden spazieren gehen wurde verordnet. Das taten wir dann auch bis um kurz vor 1 Uhr.

CTG war immer noch nicht zufrieden stellend. Also weitere Maßnahmen und ein weiterer Spaziergang.

Wir haben jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, 3 Uhr in der Früh.

Es ist und war bis dahin eine lange Nacht. Mal schauen wie lange es noch dauert.

Aber der Kaffee ist zumindest kostenlos 😉

10 Februar 2018

Alaaf im Krankenhaus

Heute Mittag hatten wir unseren Termin zur Einleitung.

Gestern hatten wir noch mal nachgefragt ob alles so klappt, da wusste man nicht mehr das wir kommen.
Wir sollten uns heute früh noch mal melden. Das taten wir dann auch.

Da wusste man genau so wenig, nur das der Kreisssaal überfüllt ist und man nicht weiß ob man Zeit für uns hat.
Wir sollten mal vorbei kommen gegen 14.45 Uhr und dann schaut man mal.

Das taten wir auch. Warteten eine Stunde mit zwei anderen Pärchen. Die Wartezeit verging sehr schnell, hatten viel gelacht.
Dann wurden wir gerufen und der Arzt meinte, das man bei der Einleitung auch immer unter Kontrolle sein muss, weil auch mal was schief gehen kann. Leider haben sie derzeit nicht genügend Kapazitäten dafür.

Wir sollen morgen bitte kommen, da hätten sie nicht soviel zu tun.

Nun ist es die Uniklinik und die haben auch oft Notfälle. Wir haben Karneval in Köln und man ist dadurch wahrscheinlich auch etwas weniger stark besetzt.

Nun ist der Stichtag bei meiner Frau erst der Dienst, also ist dies auch nicht so schlimm.
Dann warten wir mal bis morgen 😉

1 Oktober 2017

Was für eine Chaos Woche – Frau wieder zu Hause

Was für eine Woche.
Nach der Operation am Freitag war es ruhig geworden.
Die Ärzte wollten die nächste Woche abwarten, ob alles gut verlaufen ist.

Mein Chef fragte mich, ob ich Mittwoch ausnahmsweise arbeiten kommen könnte, da man mich bräuchte.
Eine Nichte meiner Frau bot Ihre Hilfe an.
Also übernachtete sie bei uns, damit ich am nächsten Morgen gleich zur Arbeit konnte.

Meine Frau erzählte mir noch einen Abend vorher, dass die Ärzte der Meinung waren das alles so gut verlaufen ist das sie evtl. schon morgen entlassen wird.

Das passierte Mittwoch dann auch.
Ich alleine auf der Arbeit, meine Tochter zuhause bei meiner Nichte ohne Auto und Chef und Vertretung nicht da.
Also fuhr ich gegen 9.30 Uhr zum Krankenhaus. Wir mussten dann noch eine Stunde warten, bis die Papiere fertig waren.
Ich klinkte mich mit dem Handy ins Firmennetzwerk und arbeitet vom Warteraum aus weiter.

Als dann alles fertig war, brachte ich sie nach Hause – wo zum Glück ja noch jemand war.
Die konnte sich dann weiter um meine Frau kümmern, während ich wieder zur Arbeit fuhr.

Das ist in einem kleinen Betrieb halt blöd.
Dazu kommt eben, das ich Arbeiten mache – die so ein anderer mal eben im Betrieb nicht machen kann.

Tags drauf sind wir dann früh zur Krankenkasse gefahren.
Endlich hatten uns die Ärzte den Antrag ausgefüllt.

Zum einen für den Antrag auf eine Haushaltshilfe, zum anderen für Adressen für diese.
Weil wir bis dato keine gefunden hatten.

Ich muss sagen dass ich mich dort gut aufgehoben gefühlt hatte. Die Sachbearbeiterin hatte sich das ganze angeschaut und angehört und alles in die Wege geleitet. Sie sorgte auch dann gleich dafür, obwohl sie es nicht musste, das wir eine direkte Zusage schriftlich bekommen, damit die Firmen uns auch “ernst nehmen”.

Den restlichen Tag haben wir dann mit telefonieren verbracht.
Auch Freitag haben wir dies getan. Aber keine Chance.

Eine Haushaltshilfe für 8 Stunden am Tag zu erhalten ist kaum möglich.
Egal ob Johanniter, Rote Kreuz, Mütter Notdienst, etc.
Natürlich haben die Firmen keinen da rum sitzen, aber selbst für in 1~3 Wochen konnte man uns keinen zur Verfügung stellen.
Komisch. Eigentlich ein guter Auftrag. 8 Stunden fest bis Februar.

Nun haben wir aber keinen gefunden. Was also machen? Ich wollte dies nicht meinem Arbeitgeber weiter antun. Klar geht Familie vor Arbeit, aber ich hatte erst 2 Monate Elternzeit dieses Jahr und nun fehlte ich wieder.

Es hatte sich aber soviel mittlerweile an Kleinigkeiten für mich angehäuft, das ich so langsam gebraucht wurde.
Jemand neues Einlernen in meinen Job geht mal eben auch nicht so einfach.

Jetzt haben wir es so gelöst, das ab Montag eine Nichte aus der Familie bei uns einzieht.
Erstmal für einen Monat. Ganz offiziell.

Wir berechnen dies der Krankenkasse und versichert ist die Person auch.
Diesen ganzen Formalitäten Quatsch habe ich schon vorher geklärt und darum muss ich mich nächste Woche auch noch mal kümmern.
Dann haben wir jetzt etwas Buffer und können in Ruhe schauen wie wir das ganze bis Februar weiter lösen.

Meine Frau muss halt ruhig liegen bleiben und jemand muss sich um sie und meine Tochter kümmern.

Aber das ist alles nur halb so wichtig.
Wichtig ist, dass es meiner Frau wieder besser geht – dem Baby geht es auch sehr gut und wir sind etwas beruhigter bis Februar. 

20 September 2017

Frau im Krankenhaus – Plötzlich Mama und Papa in einem sein

Dafür, dass ich nie Kinder haben wollte, bin ich nun für unbestimmte Zeit mit meiner Tochter alleine. Und muss ganz schnell lernen Mama und Papa in einem zu sein. Meine Frau liegt im Krankenhaus. Aber eins nach dem anderen.

Es war ein ganz normaler Arbeitstag. Ich stehe mit meinem Chef im Lager. Unterstütze ihn beim einpflegen von Artikeln. Plötzlich klingelt mein Handy.

Wenn mein Handy klingelt, kann es nur meine Frau sein. Ich habe mein Handy auf der Arbeit immer im „bitte nicht stören“ Modus. Dann kommt nur meine Frau durch.

Aufgeregt erzählte sie mir, dass sie gerade bei der Frauenärztin raus gekommen ist. Sie müsse sofort ins Krankenhaus.

Sie erzählte mir kurz warum und wir beendeten das Gespräch. Bitte habt Verständnis dafür, dass ich aus Respekt gegenüber meiner Frau ihrer Privatsphäre nicht näher auf den Grund eingehen werde.

Ich hab dann direkt meine Sachen gepackt und bin nach Hause gefahren. Dort war dann auch schon meine Schwägerin mit ihren Freund, welche montags aufgrund ihres Friseurberufes, immer frei hat. Sie brachte dann meine Frau zum Krankenhaus.
Da die kleine gerade ihren Mittagsschlaf begonnen hatte, blieb ich Zuhause.

Als der Mittagsschlaf vorbei war bin ich auch mit ihr zum Krankenhaus gefahren.

Die Nachrichten vor Ort waren weiterhin nicht gerade rosig. Im schlimmsten Fall würde meine Frau jetzt bis zur Geburt unseres zweiten Kindes dort liegen bleiben müssen.

Ich verbrachte noch eine Zeit mit meiner Tochter dort und fuhr abends wieder nach Hause.

Zuhause spielte ich dann noch etwas mit ihr, kochte zu Abend, Zähne putzen und ab ins Bett.

Ich setze mich auf die Couch und mir wurde so langsam bewusst, dass meine Tochter und ich etwas längere Zeit alleine sein werden.

Das mein Leben soeben um 180 Grad gedreht wurde. Alles was ich mir für die nächsten Tage, Wochen und Monate vor genommen habe, kann ich Streichen.

Jetzt gibt es erstmal nur noch meine Tochter. Rund um die Uhr.

Dafür, dass ich mein Leben lang Angst davor hatte Vater zu sein, werde ich nun auf eine sehr harte Probe gestellt. Aber auch dieser Stelle ich mich voll und ganz entgegen und werde weder meine Frau noch meine Tochter enttäuschen.

Von der Arbeit bin ich vorerst freigestellt. Das tut mir vor allem für meinen Arbeitgeber sehr leid. Ich hatte dieses Jahr schon 2 Monate Elternzeit und jetzt Falle ich schon wieder aus.

Die nächsten Tage werden entscheiden wie lange meine Frau im Krankenhaus bleiben muss. Aber selbst wenn Sie zeitnah nach Hause kommt, wird sie absolute Ruhe benötigen.

Daher habe ich schon mit der Krankenkasse alles in die Wege geleitet um so schnell wie möglich eine Haushaltshilfe für sie zu bekommen, für die Zeit die ich auf der Arbeit bin.

Weil auf die Arbeit möchte ich so schnell wie möglich zurück. Natürlich genieße ich sehr die Zeit mit meiner Tochter, aber finanziell wäre es sehr schlecht wenn ich jetzt auch noch zu Hause bleiben würde. Aber auch meine Arbeitgeber gegenüber möchte ich jetzt nicht noch länger fehlen als ich es dieses Jahr schon getan habe.

Mal schauen wie die nächsten Tage sich entwickeln. Ich werde berichten.

29 April 2016

Ärzteschulklasse

Wir waren mit dem Krankenhaus sehr zufrieden.
Um uns wurde sich richtig gut gekümmert.

Beim Abschlussgespräch waren fast alle aus dem Kreisssaal und ein paar Ärzte bei uns im Zimmer.

Da alle auf einem Haufen nun anwesend waren, viel mir auf das dies hätte eine Schulklasse sein können. Keine wirkte älter als 20 Jahre.

Das mag sicherlich auch an meinem Alter liegen, aber als die draußen waren, dachte ich da geht gerade eine Schulklasse.