27 Oktober 2023

Apfelernte

Eigentlich ist es verrückt.

Was an Lebensmitteln zu viel ist, landet im Foodsharing. Was dann im Foodsharing übrig bleibt, wird an weniger bedürftige verteilt.

Und wenn die „gesättigt“ sind, geben diese es an Freunde und Bekannte weiter.

Und so landete bei mir am Wochenende eine Kiste Pink Lady Äpfel.

Kurz gegoogelt, wie man Apfelsaft macht. Flaschen und Filtertuch besorgt. Apfelsaft und Apfelmus hergestellt.

Lecker mit der Apfelsorte. Bedarf es auch keinem Zucker 😉

23 Oktober 2023

Zwei Jahre digitaler Detox

Zwei Jahre ist es nun her, dass ich alles Digitale Soziale gelöscht habe. Bemerkenswert. Es fühlt sich für mich an, als wäre das erst ein Jahr her.

Ich nutze nur noch Whatsapp zur Kommunikation. Kein Whatsapp Status, kein Instagram, kein Facebook, kein TikTok, kein Reddit, kein …….

Gelegentlich zieht es mich in die Kreise des vordefinierten Konsums. Aber dann merke ich recht schnell, dass mir dies nicht guttut und gehe da wieder raus.

Am Rande sei erwähnt, dass dadurch auch meine Besucherzahlen massiv eingebrochen sind. Familie, Freunde, Bekannte und vermutlich auch Leser bekommen nicht mehr mit, dass ich schreibe. Sehen es nicht mehr in Ihrer Timeline. Einfach auf eine Webseite gehen, das machen wohl nur noch die wenigsten. Das Angebot der Bubble reicht.

Aber damit kann ich leben. Ich freue mich über die echten Leser, die immer noch kommen. Und am Ende führe ich das Tagebuch in erster Linie für mich seit über 20 Jahren, auch wenn ich mich über jeden freue, dem ich damit eine Freude machen kann.

Tatsächlich bin ich für diese Stille in meinem Kopf dankbar. Auch habe ich nicht mehr das Gefühl, ich habe etwas verpasst. Kann nicht mehr mitreden. Im Gegenteil. Ich mag auch nicht mehr mitreden.

Wenn ich mit Menschen unterwegs bin und die mich fragen, ob ich dies oder das gesehen habe, oder kenne, ist es für mich mittlerweile o. k. keine Kenntnis darüber zu haben.

Ich kann seit dem auch wieder ohne Handy aufs Klo 😉

Ich denke, wenn dies die Welt auch so machen würde, sich von den vordefinierten sowie abgestimmten Informationen der Großkonzerne fernhalten würde, wäre sie deutlich friedlicher.

21 Oktober 2023

Cortisol, Stress, Erkältungssymptome und KLICK

Was ich die letzten zwei Jahre lernen musste war, dass Stress krank macht. Körperlich. Ernsthaft bis bedrohlich.

Ich rede hierbei nicht von kurzfristigem Stress, sondern der Dauerstress im Alltag und der ständige Stress in meinem Kopf. Der unbewusste Stress, den ich mir immer gemacht habe.

Aber auch die ständigen Sorgen und Ängste von außen. Nachrichten, Sozial Media Blasen und Bewegende Themen.

Was ich nicht belegen kann, aber immer wieder gelesen habe zu diesem Thema ist, dass der Kopf oft nicht oder kaum unterscheiden kann, ob die Gefahr, die ich gerade „sehe“ real oder eingebildet ist. Wenn ich Angst oder Stress habe, auch eingebildete, dann ist das für meinen Körper sehr real. Wenn ich mich in meinem Gedanken mit jemandem streite, dann löst das die gleichen Dinge in meinem Körper aus, wie wenn die Person vor mir steht. Vielleicht nicht so intensiv, aber dafür ständig.

In meinem Stammpodcast wurde das Thema Cortisol behandelt. Ich habe mir die Folge zweimal angehört und dann es machte Klick!

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann schüttet der Körper erst Adrenalin aus und später Cortisol. Dieses sorgt dafür, dass wir leistungsfähig bleiben.

Früher, um nach der Flucht vor dem Säbelzahntiger noch weiter wachsam zu sein. Heute, um zum Beispiel bei einer Klausurphase leistungsfähig zu bleiben. Das ist wohl dann auch der Grund, warum viele nach so einer stressigen Zeit (Schule, Abi, Studium, Ausbildung, etc) erkältet sind. Ständiger Cortisolausstoß schwächt das Immunsystem.

https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/stress/wie-cortisol-und-stress-zusammenhaengen/

Ich plagte mich schon sehr lange mit vermeintlicher Allergie und erkältungsähnlichen Symptomen herum. Ich war bei einem Allergologen, dort haben wir mich mit Blutbild und vielem weiteren auf den Kopf gestellt.

Aber es konnte nicht der Grund gefunden werden, warum mir jeden Abend die Nase
zufällt. Ich hatte Niesattacken und auch tränende Augen bekommen. Warum ich abends und am Wochenende ständig Allergie oder Erkältungssymptome hatte.

Und dann war/ist das Impingement in meiner Schulter, das schon seit 2017~19. Ich war beim Physiotherapeuten, wurde durchgeknetet und habe echt böse Spritzen in die Schulter beim Orthopäden bekommen.

Ich habe zwar zwischendrin mal festgestellt, dass wenn ich viel äußeren Stress hatte, ich auch diese Symptome hatte. Aber ich dachte, das wäre vom Adrenalin. Und nur dann.

Aber warum das auch bei nicht „stressigen“ Tagen passierte, war mir lange ein Rätsel. Ich schob es eben auf Allergien oder Ähnliches.

Durch meine Angststörung, genauer gesagt aus den daraus resultierenden ständigen Gedanken, durch den ständigen Stress, den meine Gedanken im Kopf in mir auslösten, den mein Körper dadurch hatte, ist auch mein Cortisolspiegel immer auf Anschlag gewesen.

Als ich davon erfuhr, habe ich mir dies auch durch ein Blutbild vom Arzt bestätigen lassen.

Ich dachte damals immer, ich habe doch gerade keinen Stress von außen. Es ist gerade ruhig, also auch keinen hohen Adrenalinspiegel. Aber mein Kopf rattert ständig weiter. Über alles machte ich mir Gedanken und Sorgen. Das löste dauerhaft in mir Stress aus. Und daher der stetig hohe Cortisolspiegel.

Ich habe gelesen, dass wenn dieser sinkt, dieser auch das Immunsystem rapide senken lässt. Und auch massiv schwächt. Das erklärte mir, warum ich seit einigen Jahren jede Erkältung mitnahm und die mich auch immer stärker traf. Das letzte Mal Anfang des Jahres.

Mittlerweile ist der Schnupfen am Abend weg. Die Nase ist jeden Abend frei. Das Impingement ist nur noch selten da. Oft ist dies sogar ein nützlicher Indikator für mich, wie hoch gerade mein Stresslevel ist. Weil ich es oft selbst nicht merke, meldet sich dann meine Schulter.

Ich denke auch, dass es ein notwendiger Schritt war, alles, was Social Media angeht, zu löschen. Alle Apps, die mir Nachrichten gesendet haben, zu löschen. Google Discovery ausschalten. Nur noch selten Tagesthemen lesen. Dann, wenn ich es will, bewusst. Meine Gedanken und mich fern von dieser ständigen Belastung zu halten. Ruhe im Kopf zu produzieren. Kein Tik Tok oder Youtube Vorschläge.

Ich fragte mich zwischenzeitlich, ob das so was ist wie den Kopf in den Sand zu stecken.

Mittlerweile sehe ich das nicht so. Als ich lass, dass ein Krieg in der Ukraine begann, habe ich mich bewusst noch weiter von den Nachrichten ferngehalten. Ich traf morgens meine Nachbarn auf dem Weg zur Arbeit. Die waren vollkommen verschlafen. Erzählten, dass sie die ganze Nacht Nachrichten geschaut hatten, weil sie Angst vor einem Atomkrieg hatten.

Ich hatte mich gar nicht damit beschäftigt und mein Kopf war frei von der Sorge. Ich ließ mich auch nicht von deren Panik anstecken, genoss den Tag.

Das gleiche derzeit mit Israel. Solange ich nicht aktiv mitgestalte, halte ich mich daraus mit meinen Gedanken. Diese detaillierte Berichterstattung macht krank. Das sehe ich bei den Menschen um mich herum. Aber es ändert nichts an der Situation. Nur, weil ich mir dieses Leid bis in Detail antue, wird dort nicht ein Mensch weniger sterben.

Zur Beginn des Ukrainekrieges, genauer gesagt bei Beginn der Flüchtlingswelle habe ich lieber über mein Ehrenamt Spenden organisiert, statt auf der Couch zu liegen und stundenlang auf dem Handy die schlimmen Nachrichten zu konsumieren, die mich krank machen. Mitleiden bring leider keinem etwas.

Ich kann das verstehen, das gibt auch in gewisser Hinsicht Kontrolle über die Geschehnisse, wenn man viel darüber liest. Aber ich habe später für mich verstanden, dass ich dies gar nicht kontrollieren oder ändern kann. Also tue ich mir dies auch nicht mehr an.

Seitdem schlafe ich besser, ich bin viel weniger Krank und mein Schnupfen ist weg.

Dieser Beitrag trifft es ganz gut: https://www.dein-fussabdruck.de/darf-man-bei-so-viel-leid-auf-der-welt-gluecklich-sein/

20 Oktober 2023

Pure Anarchie

Als ich meine Bildergalerie durchblätterte, musste ich über dieses Bild vom letzten Wochenende schmunzeln.

Es war Sonntag, kalt und es regnete leicht. Den Kindern war langweilig und benötigten Bewegung. Also dicke Klamotten an und raus.

Pokemon fangen 🙂 Bis zu meinem Lieblingscafé. Dort wurde sich dann aufgewärmt mit einem Stück Kuchen.

Ich bin froh nicht mehr in dieser Sozialmedia blase zu sein, wo sich darüber empört wird. Kinder, Handy, Pokemon, Fett und Zucker …..

Wir hatten einen schönen Sonntag und viel Spaß. Keiner ist gestorben!

19 Oktober 2023

Eisstielhalter

Ein schönes Wort: Eisstielhalter.
Ein Gadget, welches wir und unser Sohn zu schätzen gelernt haben.

Die Hände werden nicht mehr verklebt, es tropft nicht mehr überall hin und er kann am Ende über das Röhrchen den „Saft“ austrinken.

Win Win 😉

17 Oktober 2023

Lego Zockerbude

Wir waren eigentlich nur bei Smythtoys um einen Winterspielzeugkatalog zu holen, mit dem die Kinder Ihren Wunschzettel basteln können.

Die Kinder wollte nur mal kurz schauen 😉 Zwei Stunden später hatte sich jeder was von seinem Taschengeld gekauft.

Unsere Tochter hat sich für diesen Legobausatz entschieden.

Sie nennt es „Zockerbude“. Mit Controller, Streamer Equipment und vielem mehr.

Die Diversität war auch hier vorhanden. Diesmal in Form eines Hundes mit zwei Beinen.